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"Kritik an unserer Arbeit? Mein Gott, dazu stehe ich"


Jörg Schmadtke und Peter Stöger haben sich in den vergangenen Tagen mit zunehmender Kritik am Saisonverlauf auseinandersetzen müssen. Manager und Trainer des 1. FC Köln gehen in der Öffentlichkeit unterschiedlich mit dem Feedback um.

Köln – Für Jörg Schmadtke waren die letzten Tage eine lehrreiche Phase. Trotz der noch immer erfolgreichen Saison des Effzeh fühlte sich der Sportchef offenbar etwas an alte Kölner Tage erinnert, die der Manager damals noch von außen miterlebt hatte. „Ich verstehe die Historie dieses Klubs nun etwas besser“, sagte der FC-Manager dem „kicker“.

Das macht den Klub spannend, deshalb sind wir hier

Eine offensichtliche Anspielung auf die chaotischen Zeiten in Köln vor der Ära Stöger und Schmadtke, wenngleich sich wohl auch der Sportchef im Klaren ist, dass die Zeiten vor dem Jahr 2012 und heute kaum vergleichbar sind. Und doch fand Schmadtke, der nun mittendrin ist beim Effzeh, in der Kritik an seiner Person, an der Person des Trainers und an der Mannschaft Dinge, aus denen „wir unsere Schlüsse ziehen werden“.

Wie diese aussehen, ließ er ebenso offen wie Trainer Peter Stöger, mit dem sich Schmadtke sicher ausgetauscht haben dürfte. Der Österreicher gab am Donnerstag auf der Pressekonferenz eine kleinen Einblick: „Was Jörg wohl meinte, ist, dass in dieser Stadt schnell geträumt wird. Das macht den Klub spannend, deshalb sind wir ja auch alle hier“, so der 51-Jährige. „Aber wir stehen auf einer Position in der Tabelle, die nicht normal ist. Normal würde bedeuten, dass wir seit Jahren zwischen Rang fünf und acht stehen. Daran kann ich mich nicht erinnern.“

Man wundert sich etwas, wenn auf Rang sieben so viel hinterfragt wird

Es dreht sich am Ende also um die durch einen bärenstarken Saisonstart geschürten Erwartungen, hinter denen die Geissböcke zuletzt zurückgeblieben sind. Stöger drückte das so aus: „Wenn man im Vorjahr das erste Mal seit über 20 Jahren Neunter wird, wundert man sich dann etwas, wenn man auf Rang sieben steht und so viel hinterfragt wird.“ Doch Stöger schob auch hinterher: „Kritik an unserer Arbeit? Mein Gott, dazu stehe ich. Es gibt Dinge, mit denen wir auch nicht zufrieden sind. Es gibt andere Dinge, die wir naturgemäß anders sehen. Aber ich akzeptiere, was andere kritisch betrachten. Das ist okay.“ Die sportliche Antwort auf die Kritik muss Stöger nun seine Mannschaft geben lassen – schon am Freitagabend gegen Hoffenheim?

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