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"Müssen konzentrierter sein, wenn wir mehr wollen!"

Der 1. FC Köln verliert in der Nachspielzeit beim Hamburger SV mit 1:2 (1:1). Die Spieler können es nach Ende der Partie nicht fassen, Peter Stöger ist kurz angebunden, während Markus Gisdol die Atmosphäre im Volksparkstadion aufsaugt. Die Stimmen zum Spiel.

Dominique Heintz: „Das 1:2 in der Nachspielzeit ist natürlich bitter. Das Unentschieden wäre gerecht und für uns wichtig gewesen. Jetzt müssen wir von vorne anfangen und am Dienstag gegen Frankfurt wieder besser verteidigen. Das war zu einfach vor dem 1:2, in der Phase haben wir zu häufig Doppelpässe auf den Außen vor den Flanken zu gelassen. Wenn wir mehr wollen und nach oben kommen wollen, müssen wir bis zur letzten Minute konzentriert sein. Zum Glück geht es am Dienstag direkt weiter.“

So kassiert man in der Regel keine Gegentore

Timo Horn: „Es ist unglaublich, dass wir noch ein Gegentor kassiert haben. Beim 1:2 wird die Flanke immer länger. Ich muss da hingehen, weil sonst ein Hamburger schon da an den Ball gekommen wäre. Dann fällt er Kostic vor die Füße, ich kriege das Ding halb an den Kopf, halb an die Hand, verliere dabei etwas die Orientierung. Stellt Euch mal selbst ins Tor und versucht die Orientierung zu behalten, wenn Ihr gerade einen Ball mit 100 km/h an den Kopf bekommen habt. Ich habe versucht, den Ball noch irgendwie wegzuboxen. Aber dann war er trotzdem drin. Das ist unglaublich, so kassiert man in der Regel keine Gegentore. Nach dem Gegentor waren wir alle fassungslos.“

Peter Stöger: „Gratulation an den HSV zum Sieg! Ich denke, wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, hatten gute Aktionen und sind nach dem Rückstand gut zurückgekommen. In der zweiten Halbzeit kam dann aber weniger, wir standen aber auch nicht gerade unter Dauerdruck. Nur in der letzten Viertelstunde waren wir nicht mehr konsequent genug, haben einige Situationen schlecht gelöst. Das 1:2 war dann ein Spiegelbild dessen, das haben wir als Geschenk hergegeben.“

Als dann Tor fiel, dachte ich, das Stadion bricht auseinander

Markus Gisdol: „Was für ein unglaubliches Ende! Wir haben heute gegen einen richtig guten Gegner gespielt, der uns große Schwierigkeiten bereitet hat und viel besser war als noch im DFB-Pokal. Es gab einige hauchdünne Aktionen, die über Sieg oder Niederlage hätten entscheiden können. Aber dann hat das Publikum in den letzten zehn Minuten noch mal alles rausgeholt, wir haben es mit einigen Aktionen auch mitgerissen. Und als dann Tor fiel, dachte ich, das Stadion bricht auseinander. Das war der Wahnsinn, da sind alle Dämme gebrochen.“

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