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Stöger-Serie: Diese Zahlen machen Mut für das Derby

Der 1. FC Köln war in seinen wilden Jahren zwischen Bundesliga und Zweiter Liga nicht gerade als Frühstarter bekannt. Doch unter Peter Stöger haben die Geissböcke stets konzentrierte und erfolgreiche Saisonstarts hingelegt. Gelingt dies auch in diesem Jahr?

Köln – Die Bilanz liest sich verheerend: In den vier Bundesliga-Jahren zwischen 2008 und 2012 holte der 1. FC Köln am ersten und zweiten Spieltag, also in insgesamt acht Partien, gerade einmal einen Punkt und kassierte sieben Niederlagen. Alle vier Auftaktspiele gingen verloren, und nur in der Saison 2008/09 konnte der Effzeh am zweiten Spieltag ein mageres Unentschieden verzeichnen.

Stöger ist der Serien-Starter mit dem Effzeh

Für viele FC-Fans waren schlechte Saisonstarts über die Jahre zur Gewohnheit geworden. Selbst in der Zweiten Liga galt Köln nicht als Blitzstarter, auch nicht unter Peter Stöger. Drei Unentschieden und Rang 13 nach drei Spieltagen in der Saison 2013/14 brachten den Österreicher direkt unter Druck. Doch der FC-Coach bekam bekanntlich mit seiner neu formierten Mannschaft die Kurve – und wie. Auch in den folgenden zehn Spielen blieb Köln ungeschlagen, holte 24 Punkte, und so las sich der Saisonstart in Liga zwei mit 27 Punkte aus 13 Spielen und Tabellenplatz eins herausragend.

Marcel Risse am Boden, Yann Sommer am Boden. Was gleich klingt, muss sich nicht gleich anfühlen. (Foto: MV)

Stöger schaffte es auch nach dem Aufstieg, seine Mannschaft gerade in den ersten Spielen konzentriert und seriös ins Rennen zu schicken. Im DFB-Pokal hielten sich die Geissböcke gegen unterklassige Gegner schadlos, kassierten in den letzten fünf Jahren in Runde eins kein einziges Gegentor. In der Liga blieb Köln zudem mindestens die ersten drei Spieltage ohne Niederlage, in der vergangenen Saison holten die Geissböcke gar 15 Punkte aus den ersten sieben Spielen und legten den Grundstein für den späteren Einzug in die Europa League.

Größte Auftakt-Prüfung für Köln seit dem Aufstieg

Die neue Spielzeit begann am vergangenen Wochenende im DFB-Pokal bei der Leher Turnerschaft so souverän wie in den letzten Jahren auch. Doch der Bundesliga-Auftakt hat es in sich. Die Mannschaft von Peter Stöger steht nicht nur wegen des Derbys bei Borussia Mönchengladbach vor der wohl größten Auftakt-Prüfung für die Geissböcke seit dem Aufstieg im Sommer 2014.

Weiterlesen: Diese Zahlen machen Mut für den Saisonauftakt

2 Kommentare
  1. Ulrike
    Ulrike says:

    Ich mache mir ehrlich gesagt sehr wenig Sorgen darum, ob irgendeine Pitters Serie hält oder nicht. Der große Kern unserer Mannschaft spielt schon so lange und so gerne zusammen, der Kader stand auch in diesem Sommer im Vergleich zur Konkurrenz schon so früh fest, dass die ersten Ergebnisse keinen starken Einfluß auf weitere Spiele haben können. Schalke war z.B. in letzter Saison eine einzige große Baustelle, HSV startet jetzt schon wieder extrem vorbelastet … Dort haben die ersten Ergebnisse sicherlich einen stärkeren Einfluß. Aber bei uns? Warum sollte es von Bedeutung sein? So gesehen ist es mMn nicht soooo wichtig, wie in Gladbach und in den folgenden Wochen unsere Spiele ausgehen. Erst nach den ersten 10 Spieltagen kann man orakeln.

    Ein bisschen (nicht-ernste) Sorgen mache ich mir bei der Frage, welches Pech uns diesmal verfolgen wird. Vor zwei Jahren waren es die Schiris mit ihren Entscheidungen, letztes Jahr sind es die Verletzungen gewesen. Was kommt diesmal? :-)

    Sehr, sehr ernste Sorgen mache ich mir um die Sch***, die die Hohlbirnen (selbst genannten einzig-wahren-Fans) im Stadion bauen wollen. Ich hoffe es wird nicht schwerere Nachteile mit sich bringen als blinde Schris und Verletzungen zusammen!

    • Rolf G.
      Rolf G. says:

      Tja @Ulrike, die Sorgen, die du in deinem letzten Absatz beschreibst, teile ich durchaus. In dem diesem nachfolgenden GBK-Artikel mit Titel „WIR HABEN VERSTANDEN“: DFB SETZT KOLLEKTIVSTRAFEN AUS!“ verkünden DFB-Präsident Grindel, dass man in Zukunft auf Kollektivstrafen verzichten wolle, um den Dialog mit der Ultra-Szene zu fördern. Vom DFB oder Herrn Grindel kann man natürlich halten, was man will. Ich frage mich aber, ob man beim Dachverband tatsächlich der Meinung ist, dass auf der Gegenseite ein Diskussionswille besteht, der wenn nicht zur Lösung, dann aber doch wenigstens zu einem Lösungsansatz führt.

      Die grenzenlose Arroganz („der Fussball gehört uns!“) dieser Chaotengruppe, für die Pyrotechnik ein ganz normales Mittel zur Bekämpfung der „Feinde“ (Gegnergruppen, aber auch DFB/DFL, usw.) darstellt, Strassenschlachten mit BMG-, Schalke- oder anderen Ultras zur Normalität gehören, weil man ja die Ehre verteidigen muss, die selbst vor der niedrigsten Stufe der persönlichen Beleidigung und Verunglimpfung ihnen nicht genehmer Personen nicht haltmachen (siehe Hopp-Schilder beim letzten Hoffenheim-Spiel), macht es in meinen Augen fast unmöglich, auf einer zivilen Ebene einen Verhaltenskodex zu diskutieren, der normalen Menschen klar einleuchtend erscheint, sich für die Chaoten und Hohlbirnen aber als „Provokation“ darstellt. Was will man mit solchen Leuten diskutieren? Und ist es dafür nicht eigentlich auch viel zu spät, hätte man die Chaoten nicht viel früher zur Raison bringen müssen? Eventuell mit drakonischen Strafen, eine andere Sprache verstehen diese Spackos anscheinend ohnehin nicht.

      Dieses Einknicken des Herrn Grindel kann ich zur Zeit nur als solches bewerten. Oder aber als ein weiterer Versuch, der verfahrenen Lage letztlich doch noch Herr zu werden. Ich befürchte aber, dass es beim Versuch bleiben wird. Unter den Tauben (hier: Gehörlosen) ist der am schlechtesten dran, der nicht hören will!

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