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Arsenal als große Chance: "Kaum einer rechnet mit uns"

Die Belohnung steht an. Das, was sich der 1. FC Köln in der vergangenen Saison erarbeitet hat, dürfen sich die Spieler jetzt abholen. Der FC Arsenal wartet, ein viel größeres Los hätte es für die Geissböcke in der Europa League nicht geben können. Da soll auch der Bundesliga-Frust kein Hindernis sein.

Köln – Peter Stöger reagierte am Montag irritiert. Euro-Lust trotz Liga-Frust, geht das überhaupt? „Sollen wir es bleiben lassen? Ich verstehe die Frage nicht. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder nehmen wir die Situation an und schauen, dass wir ein ordentliches Spiel machen, oder wir spielen gar nicht, dann können wir auch keine Fehler machen. Dazwischen gibt es nichts.“

Stögers klare Botschaft an seine Spieler

Das größtmögliche Los als größtmögliche Aufgabe, aber auch als größtmögliche Chance: Der 1. FC Köln setzt alles daran, im Emirates Stadium am Donnerstag das erste Ausrufezeichen in der Saison zu setzen. Die Rolle als Außenseiter liegt den Geissböcken bekanntlich, und so könnte ein Erfolgserlebnis in der Europa League der Mannschaft und jedem einzelnen Spieler als Befreiung dienen.

„Arsenal ist eine absolute Spitzenmannschaft, die aber im gleichen Bereich angesiedelt ist, wo sich deutsche Spitzenmannschaften bewegen“, sagte Stöger. Wenn der Effzeh gegen den FC Bayern und Borussia Dortmund punkten kann, dann auch gegen das Team von Arsene Wenger, ist die klare Botschaft – weniger an die Öffentlichkeit, als an seine Spieler. „Es ist logischerweise eine schwere Aufgabe, aber auch, wenn kaum einer mit uns rechnet, werden wir alles versuchen, ein ordentliches Spiel zu zeigen.“

Damit wir uns wieder auf das Wesentliche konzentrieren können

Nicht nur das Duell gegen Arsenal, auch der Umstand, dass es überhaupt endlich mit der Europa League losgeht, soll dem Effzeh zum Vorteil gereichen. Seit Wochen schwebt die Vorfreude einer ganzen Stadt über dem Geißbockheim. Nach dem überstandenen Auftakt in London am Donnerstag, so hoffen die Verantwortlichen, soll endlich wieder Normalität einkehren. „Unsere Hausaufgaben müssen wir in der Bundesliga machen“, sagte daher auch Jörg Schmadtke. Der Manager hofft, dass die Partie beim FC Arsenal „die Brust löst, damit wir uns wieder auf das Wesentliche konzentrieren können“. Dann könnte aus der Euro- auch endlich wieder eine Liga-Lust werden.

 

3 Kommentare
  1. OlliW
    OlliW says:

    Tja….sollte es am Samstag beim BVB eine Niederlage setzen (und das wäre ja nun keine der größeren Fußballsensationen!) und das Heimspiel gegen die SGE auch wieder misslingen, wird das in der Tat ein „unbeschreibliches Gefühl“ in Müngersdorf geben …

    Aber hoffen wir mal weiterhin das Beste!

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