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Endlich ohne Gegentor: Köln holt den ersten Punkt

Der erste Punkt ist da: Der 1. FC Köln schreibt in der Bundesliga endlich an und holt ein 0:0 bei Hannover 96. Yuya Osako vergibt den möglichen Sieg für die Geissböcke, dieser wäre beim starken Aufsteiger jedoch höchst schmeichelhaft gewesen.

Hannover – Ohne Jonas Hector und Nikolas Nartey, ohne Simon Zoller und Marcel Risse (alle verletzt), dafür mit Salih Özcan in der Startelf und mit einer Fünferkette in der Defensive trat der Tabellenletzte in Hannover an. Das Ziel: endlich punkten, egal wie.

Ausgangslage

Peter Stöger gab als Marschroute für das Spiel in Hannover vor: weniger lange Bälle, öfter die Halbpositionen anspielen, mehr Kompaktheit in allen Bereichen auf dem Platz, vor allem aber eine geschlossene Defensive – so sollte es klappen mit dem ersten Erfolgserlebnis in dieser Saison. Dafür griff Stöger auf die Fünferkette zurück, Dominik Maroh spielte zwischen Frederik Sörensen und Dominique Heintz im Zentrum. Sie sollten viel zu tun bekommen.

Moment des Spiels

Yuya Osako hatte den Sieg für die Geissböcke auf dem Fuß. Jhon Cordoba schickte Leonardo Bittencourt in der 64. Minute in den Strafraum. In der Mitte lief Osako in Stellung, Bittencourt bediente den Japaner perfekt. Doch der Kölner Angreifer fand in Philipp Tschauner seinen Meister, der mit einer Wahnsinns-Grätsche Osakos Schuss parierte. Es war die Mega-Chance zu drei Punkten für den Effzeh – doch am Ende reichte es zumindest zum ersten Punkt in der Bundesliga.

Die wichtigsten Szenen

Das Spiel begann, und fast wäre der FC mit einer kalten Dusche erwischt worden. Ilhas Bebou durfte nach einer Flanke und einem Wegrutschen Rauschs in der Mitte völlig frei köpfen, doch aus sechs Metern ging der Ball vorbei (6.). Der nächste Hannoveraner, der ungestört abschließen durfte, war Niklas Füllkrug, der nach Bebou-Flanke aus fünf Metern den Ball neben das Tor setzte. Salif Sané traf per Kopf nach einem Freistoß die Latte, Füllkrug schoss aus 24 Metern knapp über das Tor. Genug Chancen für die Niedersachsen in Hälfte eins – und der FC? Der leistete sich eine Fehlpass-Quote von 40 Prozent, profitierte nur einmal beinahe von einem groben Schnitzer Sanés, als Jhon Cordoba dem Senegalesen den Ball abjagen und auf das gegnerische Tor zulaufen konnte, aber nur das Außennetz traf.

Es brauchte eine knappe Stunde, damit das Spiel auf dank Köln Schwung aufnahm. Bittencourt weckte den FC mit einer Grätsche im Mittelfeld auf, daraus resultierte die erste Großchance für die Geissböcke, die Lukas Klünter frei vor Philipp Tschauner vergab. Dass Yuya Osako anschließend völlig frei nicht traf, bleibt dem Japaner wohl noch länger unerklärlich. Dagegen konnte Köln von Glück sagen, dass Hannover keinen Profit schlug aus der Kölner Defensivschwäche bei Standards an diesem Tag. Weder Karaman noch Füllkrug oder Harnik konnten Timo Horn überwinden.

Fazit

Zum Lachen: Der FC wendet historischen Fehlstart ab.
Zum Weinen: Osako hatte den Sieg auf dem Fuß.
Unser Held des Tages: Leo Bittencourt grätscht Köln wach.

Aufstellung

Horn – Klünter, Sörensen, Maroh, Heintz, Rausch – Özcan, Lehmann, Bittencourt (88. Jojic) – Osako (76. Guirassy), Cordoba (84. Höger)

Tore

Fehlanzeige

12 Kommentare
  1. NICK
    NICK says:

    Hannover hat bisher drei Spiele gewonnen, darunter alle bisherigen Heimspiele…dawares nicht zu erwarten, dass ausgerechnet wir, in unserer jetzigen Verfassung, da hin fahren und gewinnen – ABER es wäre möglich gewesen. Zwei Dinge verstehe ich dabei aber nicht. Der Rausch (er war heute nicht schlecht), aber warum schießt der die Ecken UND Freistösse? Jede Ecke fliegt kurz vor den Fünfer. Gut kann man ja machen, wenn man da was einstudiert hat mit verlängern usw., aber da steht ja nicht mal einer von uns…was läuft da schief? Soll der immer dahin schießen oder kommt der nicht weiter?

    Und bitte gebt dem Cordoba ne Pause, der scheint nervlich schon angeschlagen zu sein. Außerdem hat Guirassy in der kurzen Zeit, mehr Bälle festgemacht und mehr Pässe zum Mitspieler bekommen, als Cordoba in all der Zeit vorher. Der Junge scheint motiviert und scheint auch Selbstvertrauen zu haben…bei seinen Übersteigern kurz nach der Einwechselung hätte sich Cordoba die Beine verknotet.

    Also mein Fazit: Guirassy für Cordoba und wenn man wenig Chancen erspielt, bitte Standards einstudieren und so bis zur Winterpause so viele Punkte wie möglich hamstern und dann zwei gestandene Mittelfeldspieler und falls noch Geld da ist einen Stürmer holen…

  2. Robert H.
    Robert H. says:

    Bei Pizzaro und Dejagah sehe ich auch keinerlei Mehrwert. Für wen sollten die denn spielen?

    Osako sollte einfach mal stehenbleiben, wenn er seine 100 %igen kriegt, also sich beim Schuß nicht unnötig hinwerfen. Dann gehen die vielleicht auch mal rein. Auch wenn Pech dabei war.

    Womöglich gibt es keinen anderen Standardschützen außer Rausch. Da sollte man aber dringend einen finden. Und offensichtlich muss nicht nur an der Ausführung selbst, sondern an Koordination und Absprachen gearbeitet werden.

    Nach all den Eindrücken und Kommentaren hier scheint mir das zur Zeit die bestmögliche Aufstellung (natürlich abhängig von Verfügbarkeit):

    Horn – Klünter, Maroh, Heintz, Hector – Öczan, Lehmann, Risse – Olkowski, Guirassy, Bittencourt

    • NICK
      NICK says:

      Wenn man sieht was der Heintz, wenn er denn mal dazu kommt, für Knaller Richtung gegnerischen Tor abgibt, dann würd ich den mal die Freistöße zutrauen. Jojic hat, wenn ich mich recht erinnere, irgendwann auch schonmal bei uns einen direkten Freistoß versenkt – wars im Testspiel? Auf jedem Fall sollte der Rausch jetzt langsam mal genung Versuche bekommen haben und Stöger sollte jm. anderen für die Freistöße bestimmen. Eigentlich sollte jeder Profi-Fussballer einen passabelen Freistoss hinbekommen, wenns einer aber permanent nicht hinbekommt, sollte man als Trainer mal jemand anderen bestimmen…Öczan traue ich das uach locker zu…

  3. Robert H.
    Robert H. says:

    Noch ein Wort zu Cordoba:
    Man hat in Wolfsburg gesehen, wohin es führt, wenn man lauthals die Leistungserwartung an den Mio.-Wert der Mannschaft oder einzelne Spieler knüpft: an tiefe Verunsicherung. Scheinbar hat Martin Schmidt in Wolfsburg das jetzt in den Griff bekommen.
    Momentan machen die meisten FC-Fans das gleiche mit Cordoba und seinem angeblichem 17 Mio-Preis. Wenn die restliche Offensiv-Abteilung endlich mal wieder Tore macht (es war ja Zielsetzung, die Modeste-Tore „auf mehrere Schultern zu verteilen“) dann trifft auch Cordoba vielleicht öfter.
    Trotzdem würde ich auch ernsthafter mal probieren, ob Guirassy für das Team in der jetzigen Situation nicht hilfreicher ist.

  4. ralf brostewitz
    ralf brostewitz says:

    …bei aller wertschätzung, ich kann leider immer noch kein spielsystem und kontinuität im spiel erkennen ! nachwievor planlose hohe bälle nach vorn wobei cordoba nicht der typ dafür ist dann eher Guirassy der aber leider keine echte chance bekommt, ich würde cordoba auf aussen und guirassy in der mitte spielen lassen ! werden eigentlich standards im training geübt ? haben wir nur den einen dafür ? und bitte wer kann mir sagen mit was für einer berechtigung osako immer und immer wieder auf dem platz steht ? null spielideen, null einsatz, null kampf und dann noch die wenigen chancen die wir haben versemmeln !?

  5. OlliW
    OlliW says:

    Ja, das stimmt. Trotzdem sah das gestern wieder etwas viel versprechender aus, weil kompakter und besser gegen Ball und Gegner. Vor allem in der 2. HZ.

    Hohe Bälle auf Cordoba sind eindeutig nicht der beste Schlüssel. Die meisten kommen ohnehin gar nicht erst bei bei ihm an, weil scheinbar plan- und ziellos nach vorne gedrescht. Kommen sie mal an, wird der Gute von zwei seelenruhig wartenden Defensivkräften in die Zange genommen, verliert den Ball oder wird abgedängt. Bisher in allen Spielen mehrfach gesehen.
    Das schnelle Umschalten, schnelle und vor allem genaue (!) Pässe mit wenigen Stationen sind da eine bessere Wahl. Immerhin ist auch das ist gestern aufgeblitzt und hätte fast zu einem Treffer von Klünter und vor allem Osako geführt.

  6. Marten Kramer
    Marten Kramer says:

    Wird schon werden, aber eines kann man uns nicht mehr nehmen. Unser Effzeh hat einen neuen Bundesligarekord aufgestellt, und zwar den schlechtesten Saisonstart aller Zeiten. 5 Niederlagen in Folge, damit haben wir den KSC (1963/64 – mit 4 Niederlagen und mit 1:14 Toren) von der Spitze verdrängt. Das muss man auch erstmal schaffen! Ansonsten mal den Guirassy ranlassen und Cordoba auf außen, wäre auf jeden Fall mal interessant was dabei rauskommt.

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