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Schmadtke wehrt sich und wünscht dem FC die Wende

Jörg Schmadtke hat sich am Mittwoch zu seinem Abschied vom 1. FC Köln geäußert. Der ehemalige Manager der Geissböcke räumte mit dem Gerücht auf, er habe Peter Stöger entlassen wollen. Darüber hinaus glaubt er nicht, dass sein Abschied dem FC strukturell geschadet hat.

Köln – Über die Abläufe der Trennung, über die Details in den Absprachen mit dem Präsidium und über seine genauen Beweggründe kann und will Jörg Schmadtke nicht sprechen. Einerseits, weil er rechtlich seinem ehemaligen Arbeitgeber verpflichtet ist. Andererseits, weil er die genauen Gedanken zu seinem Entschluss für sich behalten möchte.

Ich hatte nicht vor, Peter Stöger zu feuern

Doch Schmadtke hat sich am Mittwoch entschlossen, den Gerüchten entgegen zu treten, die entstanden waren, weil der 1. FC Köln eine vieldeutige und schwammige Pressemitteilung herausgegeben und sich Präsident Werner Spinner nicht näher zu den „unterschiedlichen Auffassungen im Hinblick auf die zukünftige sportliche Ausrichtung des Klubs“ hatte äußern wollen. Daraus war in Teilen abgeleitet worden, Schmadtke habe sich von Stöger als Trainer trennen wollen, der Klub habe ihm dies aber untersagen wollen.

„Ich hatte nicht vor, Peter Stöger zu feuern“, sagte Schmadtke nun dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Das war kein Thema. Ich habe vom ersten bis zum letzten Tag zu ihm gehalten, da ich von Peter überzeugt bin. Alles andere entspricht nicht der Wahrheit.“ Eine deutliche Ansage und eine nachträgliche Rückendeckung des Ex-Sportchefs für seinen Übungsleiter, mit dem er seit 2013 erfolgreich zusammengearbeitet hatte.

Der Verein hat mir sehr viel gegeben

Der Abschied vom Geißbockheim und die Entscheidung, die Brocken hinzuschmeißen, sei ihm auch aufgrund der erfolgreichen Jahre „nicht leichtgefallen“, so Schmadtke. „Der FC war der mit Abstand emotionalste Klub, für den ich arbeiten durfte. Ich habe mit dem FC tolle Momente erlebt. Der Verein hat mir sehr viel gegeben, es hat großen Spaß gemacht.“ Dieser Spaß war jedoch im Sommer vorbei, als im Moment des größten Erfolgs der erst schleichende und im Herbst nun krachende Absturz begann.

Dennoch ist Schmadtke davon überzeugt, dass der 1. FC Köln die Krise überwinden wird. Jörg Jakobs und Peter Stöger, nun zuständig für die Kaderplanung im Winter, die Schmadtke noch mit vorbereitet hatte, „haben auch schon bewiesen“, dass sie es gemeinsam bewerkstelligen könnten. Darüber hinaus stehe der FC auf gesunden Beinen. „Die Strukturen sind gut, der Klub ist finanziell gesund. Die sportliche Situation ist natürlich schwierig. Es wird ein langer, nicht einfacher Weg, das weiß ich. Aber der Verein ist gut aufgestellt.“

5 Kommentare
    • Flizzy says:

      Ich konnte Jörg Schmadtke menschlich eh nie leiden. Ich denke auch heute noch, dass er Modeste am Ende doch gegen dessen Willen verkauft hat. Und am Ende des Tages waren es doch Modestes außergewöhnlichen Leistungen letzte Saison die uns in die EL geschossen haben.
      Seine Transferpolitik am Anfang der Saison kam schon einer Sabotage gleich, anstatt Sturm und Mittelfeld, unsere Schwachstellen, zu verstärken kauft er fast nur Abwehrspieler bzw. Perspektivspieler. Dazu noch 17 Millionen für einen Cordoba, dessen Statistiken eine klare Sprache gesprochen haben und sich jetzt auch wieder klar offenbaren. Bis auf Handwerker waren alle – BIS JETZT – keine echte Verstärkung. Ob Cordoba oder Guirassy im Sturm steht kommt ungefähr auf das gleiche raus. Wobei ich Guirassy doch insgesamt mehr zutraue und Cordoba eher ins defensive Mittelfeld gehört von seinem Spielertyp.
      Klar hat Schmadtke mit Stöger die letzten Jahre auch einiges geleistet, dafür Danke. Dennoch bin ich froh, dass er jetzt weg ist denn er trägt die Hauptschuld für die jetzige Situation und anstatt sich zu stellen macht er die Biege.

      • Robert H. says:

        Das positivste an Schmadtke war und ist seine Menschlichkeit. Wer das „nicht leiden“ konnte, dessen Persönlichkeit wird hier offenbar. Es sind diese Kommentare, die ihn letztlich rausgeekelt haben. Die ganzen Vorwürfe an ihn wegen Transferpolitik blabla sind so alt wie unreflektiert. Ich kann sie nicht mehr hören noch lesen.

        Ihn aber abzubashen und ihm jetzt auch noch Kneifen vorzuhalten ist so was von unterste Schublade und gehässig.

        Es sind so Typen wie Flizzy und Konsorten, die den Verein und die Fans spalten werden. Das Chaos ist noch nicht da, wird aber kommen. Viel Spaß dabei.

        • Flizzy says:

          An einem einzigen Kommentar im Internet die Persönlichkeit eines Menschen festzumachen, sagt eher was über deine Persönlichkeit aus Robert. Ich habe meine Meinung und zu der stehe ich. In jedem Fanlager gibt es differenzierte Meinungen zu Situationen und nur weil jemand nicht deiner Meinung ist, ist er keine „offenbarte“ Persönlichkeit. Weil ich Schmadktes öffentliches Auftreten und seine Art nicht mag, meinst du mich zu kennen? Der eine mag ihn, der andere nicht. Aber dann im Gegenzug prophezeist du das Chaos für den Effzeh, ich denke eher der Effzeh wird sich jetzt aufrappeln. Und wenn du es nicht mehr hören oder lesen kannst, dann hör und schau weg. Alleine es dann doch noch zu kommentieren, zeigt dann wohl doch noch dein vorhandenes Interesse. Also…viel Spaß beim negativ in die Zukunft blicken Robert! Beste Grüße Florian

          • Robert H. says:

            Flizzy, ich rüttele nicht an deiner Meinungsfreiheit, noch habe ich behauptet, dich persönlich an diesem Kommentar „erkannt“ zu haben. Meine Aussage zu „offenbarten“ Persönlichkeiten anhand bestimmter Aussagen sind als allgemeingültig zu sehen.
            Aber was mich direkt aufbringt ist diese zynische Polemik, Schmadtkes Transferpolitik als „Sabotage“ (!) am Verein zu berzeichnen. Und ihn zum Teufel zu wünschen, dann aber, wenn er gegangen ist ihm noch Feigheit und Kneifen hinterherzuwerfen – das ist für mich üblste Nachtreterei.
            Da ziehe ich für mich die rote Karte. Sorry. Robert

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