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Wer schließt das Loch auf der Doppel-Sechs?

Matthias Lehmann und Marco Höger werden auch im DFB-Pokal bei Hertha BSC ausfallen. Damit fehlen dem Effzeh vier von sechs zentralen Mittelfeldspielern. Gut, dass sich vor allem ein Youngster im letzten Liga empfohlen hat.

Köln – Jonas Hector fehlt noch bis ins nächste Jahr, Nikolas Nartey wird ebenfalls noch länger ausfallen. Marco Höger und Matthias Lehmann laborieren derweil an muskulären Problemen, wobei der Kapitän zumindest wieder Laufeinheiten mit leichten Ballübungen auf dem Rasen absolvieren kann.

Özcan streift das Hamburg-Trauma ab

Die beiden Letztgenannten werden allerdings für das Pokalspiel in Berlin keine Option sein. „Jorge Meré ist wieder eine Option für den Kader. Konstantin Rausch wackelt wegen einer Grippe. Ansonsten wird sich der Kader nicht verändern“, sagte Stöger, womit klar ist, dass die jüngsten Ausfälle frühstens am Samstag bei Bayer 04 Leverkusen wieder zum Einsatz kommen werden.

Stöger muss im Mittelfeldzentrum also erneut auf seinen Kapitän verzichten. Die Optionen, die ihm noch verbleiben, lauten Salih Özcan, Milos Jojic und Dominique Heintz. Gegen Bremen lieferte Özcan eine starke Partie ab, zeigte sich giftig in den Zweikämpfen, laufstark und konsequent in seinen Aktionen. Nach seinem Patzer beim VfB Stuttgart agierte der 19-Jährige überaus stabil, bewies Nervenstärke und demonstrierte, dass er einen wichtigen Entwicklungsschritt gegangen ist: Während er sich im vergangenen Februar von einer schwachen Partie beim HSV zurückwerfen ließ, erholte er sich von seinem Fehler in Stuttgart umgehend und war einer der Schlüsselspieler gegen Bremen.

Heintz wird in der Viererkette gebraucht

Während Özcan, der 69 Prozent seiner Zweikämpfe gewann, gesetzt sein dürfte, konnte sich Jojic weniger in Szene setzen. Er gewann gerade einmal 35 Prozent seiner Duelle, wirkte im Spiel nach vorne zu zögerlich, ließ mehrere Schusschancen aus und wirkte im Spiel gegen den Ball längst nicht so aggressiv wie sein Nebenmann. Ihn könnte, sollte Stöger über eine Veränderung nachdenken, Heintz ersetzen. Der etatmäßige Innenverteidiger spielte in der vergangenen Saison bereits gegen den FC Bayern auf der Sechs und rückte auch gegen Bremen in der Schlussphase in diese Rolle.

Heintz überzeugte mit mehreren öffnenden Pässen, stieß mit Tempo in die Offensive vor und wäre eine Alternative, sollte Stöger umstellen wollen. Der Österreicher zeigte sich aber nach dem 0:0 grundsätzlich zufrieden mit Özcan und Jojic, „die so noch nie zusammengespielt haben“. Sollten sich beide Spieler körperlich fit melden, wären sie wohl nach den diversen Ausfällen gegen Hertha die erste Wahl. Auch, weil Heintz in den letzten Wochen der mit Abstand stabilste Kölner überhaupt war und in der Innenverteidigung gebraucht werden dürfte.

So könnte der Effzeh spielen: T. Horn – Klünter, Maroh, Heintz, J. Horn – Zoller, Jojic, Özcan, Bittencourt – Osako, Guirassy

2 Kommentare
    • NICK
      NICK says:

      Früher hieß es oft – „Den stellen wir in den Sturm, da kann der am wenigsten falsch machen“…sicher wäre er von der Statur und seine kampfbetonten Spielweise ein guter Sechser…aber nach Ballgewinn muss er den Ball ja auch weiterspielen…deswegen ist er Stürmer…

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