,

Schumacher prescht vor: Liste wird jetzt abgearbeitet


Toni Schumacher hat im Vorfeld des Europa-League-Spiels des 1. FC Köln gegen BATE Borisov (5:2) überrascht. Der Vizepräsident erklärte, es liege bereits eine Kandidatenliste für die Nachfolge von Jörg Schmadtke vor. Das sorgt für Verwunderung im Gemeinsamen Ausschuss.

Köln – Es war und ist eines der großen Probleme beim 1. FC Köln in den letzten Monaten: Die einzelnen Gremien und Gremienmitglieder bereden nur das Nötigste miteinander, und teilweise noch nicht einmal das. Innerhalb des Präsidiums gibt es schon länger Streitigkeiten und Animositäten. Zwischen Vorstand und Mitgliederrat bestehen die seit Jahren bekannten Spannungen. Und auch im Gemeinsamen Ausschuss halten sich einzelne Mitglieder nicht an Absprachen.

Wir arbeiten jetzt eine Liste an Namen ab

Deswegen verwundert es auch nicht, dass Toni Schumacher am Donnerstagabend überraschte. Im Interview mit „Sport1“ vor dem Spiel des Effzeh gegen BATE Borisov erklärte der Vizepräsident mit Blick auf die Nachfolge von Ex-Sportchef Jörg Schmadtke: „Wir arbeiten jetzt eine Liste an Namen ab, die uns vorliegt. Dann werden wir in den Gesprächen sehen, wer uns weiterhelfen wird.“ Das Problem daran: An dem Anforderungsprofil, das für den Posten des Sport-Geschäftsführers nun bereits erstellt wurde, hätte der Gemeinsame Ausschuss als Gremium mitwirken sollen.

Doch der Ausschuss kommt erst Ende der laufenden Woche zusammen, um unter anderem darüber zu befinden, welche Kriterien der Schmadtke-Nachfolger erfüllen soll. Mit dem nun schon ausgearbeiteten Anforderungsprofil und der daraus entstandenen Kandidatenliste werden Teile des Ausschusses vor vollendete Tatsachen gestellt oder zumindest erst nachträglich informiert. Ein Problem, das in den vergangenen Monaten immer wieder für Missstimmung gesorgt hatte.

Werden nicht nur ein, zwei oder drei Gespräche führen

Geschäftsführer Alexander Wehrle bestätigte auf GBK-Nachfrage, dass ein Anforderungsprofil und eine Kandidatenliste bereits erstellt worden seien. Der 42-Jährige betonte aber erneut, man werde sich mit der Findung eines geeigneten Sportchefs Zeit lassen. „Wir werden nicht nur ein, zwei oder drei Gespräche führen. Eine Entscheidung wird frühestens im Januar feststehen.“ Bis dahin wird dann wohl auch noch Zeit sein, den Gemeinsamen Ausschuss, der die Entscheidung am Ende absegnen muss, zu informieren.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar