Stefan Ruthenbeck übernahm nach dem 2:2 des FC auf Schalke die Geissböcke. (Foto: Mika Volkmann)

“Es muss auch für mich eine Perspektive da sein”

Will Ruthenbeck ganz oder gar nicht?

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Will Ruthenbeck ganz oder gar nicht?

Ruthenbeck hat zwei Jahre lang den VfR Aalen in der Zweiten Liga betreut, anschließend Greuther Fürth fast anderthalb Jahre. Für den gebürtigen Kölner wäre die Beförderung zum Chefcoach des 1. FC Köln über den Winter hinaus ein großer Karrieresprung, aber nicht vergleichbar mit dem Aufstieg eines Nachwuchtrainers, der nie zuvor in den deutschen Top-Ligen gearbeitet hat. Ruthenbeck hat sich seine Sporen bereits verdient, nicht nur bei Jugendmannschaften, sondern im Profi-Bereich.

So will er behandelt werden, so will er vom Verein wertgeschätzt werden. Gut möglich, dass daran auch die Gespräche hängen werden. Ruthenbeck will wissen, welche Perspektive für ihn hinter einem Engagement als Profi-Coach stehen würde. Verständlich, dass er nicht nur der Verwalter des nur schwer zu vermeidenden Abstiegs sein will. Ebenso verständlich, dass er eine Perspektive sehen möchte für den Fall, dass es tatsächlich zum Abstieg kommt oder gar zum Klassenerhalt. Bekäme er in letzterem Fall eine Chance, in der Bundesliga zu bleiben? Was wäre, sollte es in der Rückrunde schief gehen? Hätte er dann noch immer seinen Job bei der U19 sicher oder müsste er gehen?

Das ist mein Verein. Ich bin Kölner, Mann!

Für Ruthenbeck werden dies auch für ihn persönlich existentielle Fragen sein. Während andere Übergangstrainer anderswo mehrere Millionen Euro einstreichen – wie Jupp Heynckes beim FC Bayern oder Peter Stöger bei Borussia Dortmund, beide mit millionenschweren Verträgen bis zum Sommer 2018 – hat der Ruthenbeck trotz Zweitliga-Tätigkeit noch kein Vermögen verdient und noch einige Jahre in seiner Karriere vor sich. Er will weder seinen Ruf im Abstiegsfall schädigen noch seinen eigentlich sicheren Job bei der U19 gefährden. Zumal Ruthenbeck bei genau dem Klub angekommen ist, bei dem er immer arbeiten wollte.

“Das ist mein Verein. Ich bin Kölner, Mann!“, sagte er am Montag mit einem Lächeln auf den Lippen. Dem 45-Jährigen ist der Stolz anzumerken, an der Seitenlinie der Geissböcke zu stehen. Doch was er nicht will: Lückenbüßer zu sein, bis im Sommer ein unverbrauchter neuer Trainer kommt und Ruthenbeck aufs Abstellgleis ohne Zukunft geschoben wird. Diese Perspektive forderte er nun ein.

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