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Flug nach Moskau? Rausch nicht mehr im FC-Training

Der Wechsel von Konstantin Rausch zu Dynamo Moskau nimmt immer konkretere Formen an. Der russische Nationalspieler nahm am Mittwoch nicht am Training des 1. FC Köln teil. Stattdessen soll er heute noch nach Moskau fliegen, um dort die entscheidenden Verhandlungen mit dem Premier-Liga-Klub zu führen.

Köln – Um 10 Uhr hätte Konstantin Rausch eigentlich auf dem Trainingsplatz am Geißbockheim stehen sollen. Doch der Linksverteidiger hat vom Effzeh die Freigabe erhalten, mit Dynamo Moskau über einen Transfer sprechen zu dürfen. Der 27-Jährige könnte noch am Mittwoch nach Russland fliegen, um sich davon zu überzeugen, dass ein Wechsel in die russische Hauptstadt ein halbes Jahr vor der WM 2018 tatsächlich die beste Entscheidung ist. Dann, so meldet der „kicker“, soll auch schon der Medizincheck durchgeführt werden.

Er weiß, wie wir seine Situation einschätzen

Der FC teilte auf GBK-Nachfrage lediglich mit, dass Rausch aktuell „persönliche Dinge klärt“. Weil der Transfer noch in der Schwebe hängt, hält sich der Klub mit weiteren Aussagen zurück. Klar ist aber: Beim Effzeh ist Rausch aktuell nur noch die Nummer drei auf der linken Defensivseite. Chefcoach Stefan Ruthenbeck bestätigte dem GEISSBLOG.KOELN, dass er „Jonas Hector eher links als im Zentrum“ sieht. Damit ist der Nationalspieler aktuell auf der linken Seite gesetzt. Ebenso ist der 45-Jährige von Jannes Horn überzeugt, der nach überstandener Krankheit wieder fit ist und am Samstag in Hamburg im Kader stehen dürfte.

Konstantin Rausch derweil schwang sich am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach zum Derbyhelden zusammen mit Simon Terodde auf. Seine perfekte Flanke verwandelte der Stürmer zum 2:1-Siegtreffer. Doch darüber hinaus würde der 27-Jährige trotz eines bis 2021 laufenden Vertrags die Freigabe erhalten. „Wir haben über seine Situation gesprochen, natürlich“, sagte Ruthenbeck auf GBK-Nachfrage. „Die Inhalte bleiben unter uns, aber er weiß, wie wir seine Situation einschätzen.“ Nun, da er nicht mehr im Training ist, deutet alles auf eine Trennung hin.

12 Kommentare
  1. Boom77
    Boom77 says:

    Vielen Dank Kocka Rausch für die tolle Flanke am vergangenen Sonntag im Spiel gegen Gladbach und viel Glück und Erfolg in Moskau, wenn es denn zu dem Wechsel kommt!

    Alles in allem trauere ich Herrn Rausch aber nicht nach. Ein anderer Kommentator monierte zu einem anderen Artikel zwar, dass man von Seiten der Fans Herrn Rausch zu hart und oft zu unrecht kritisiert habe. Dies möchte ich gerne etwas differenzierter betrachten.

    Was die Einstellung von Kocka Rausch angeht, gibt es nichts zu bemängeln. Er hat sich immer voll für den Effzeh reingehängt, hat geackert und ist gelaufen bis zum Umfallen. In diesem Punkt ein astreiner Profi! Vielen Dank auch hierfür!

    Was seine fußballerischen Fähigkeiten und Leistungen sonst angeht… naja. Da sehe ich es so, dass Herr Rausch zurecht und auch nicht zu hart kritisiert wurde. Die tolle Flanke gegen Gladbach auf Terrode, die endlich mal bei einem Mitspieler ankam, darf und kann da nicht über seine sonstigen Leistungen hinweg täuschen. „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ (€ 2 ins „Phrasenschwein“) und nur weil er gefühlt ein Mal eine von gefühlt 1.000 Flanken zum eigenen Mitspieler bringt, macht das seine Leistungen insofern nicht akzeptabel. Mag sein, dass er eigentlich kein Freistoß- und Eckenschütze von Haus aus ist. Das kann man aber trainieren und gehört eigentlich zum Repertoire eines jeden Fußballers. Und Flanken müssen auf seiner Position in jdem Falle zum „Tagesgeschäft“ gehören. Seine Quote bei guten/erfolgreichen Flanken, Freistößen und Eckbällen war aber echt unterirdisch.

  2. Hermann
    Hermann says:

    Ich zähle mich ja zu den gnostischen Atheisten, jedoch wenn der Rausch Wechsel zustande kommt, bin ich bereit mich in den Dingen des Glaubens nochmal zu hinterfragen. Denn irgend eine höhere Kraft muss meine Gebete erhört haben.

  3. Elke L.
    Elke L. says:

    Ach, ich finde es eher irdisch: AV und StR haben eine andere Idee, wer spielen soll….und daher wohl auch das Bemühen von Kocka und seinem Berater einen anderen Verein zu suchen.

    Natürlich bleibt der Dank für seinen unermütlichen Einsatz und 2 gute Aktionen gegen Bremen und gegen Gladbach und der Wunsch: alles Gute Kocka in deiner Heimat.

    • Joss
      Joss says:

      Hallo Elke, das sehe ich in der Nachbetrachtung genau so.

      Bei allem was passiert ist muss man auch hinzufügen, dass Kocka gewissermaßen ein Opfer der Umstände unter der Ära Stöger gewesen ist.

      Daher ist ein Nachtreten in seiner Personalie absolut nicht angebracht. Da gibt es andere Leute im Team, welche für die Unruhe und die sportliche Misere in der Hinrunde verantwortlich sind.

      • Karl Heinz Lenz
        Karl Heinz Lenz says:

        Richtig, denn die Mannschaft und der Trainer haben Kocka ja die ganze Zeit die Standards in der ihm eigenen Weise treten lassen. Da ging kein anderer hin und sagte: Lass mal, ich mach das! Oder: Wir trainieren das mal intensiv im Training.
        Übrigens: Da ich weitab von Köln wohne, war ich die letzten Jahre nie mehr beim FC-Training. Wer war häufiger da und kann mal sagen, ob in der Vergangenheit die Jungs Standards trainiert haben? Oder wie überhaupt das Training unter Stöger war. Im Mönchengladbach-Spiel waren übrigens die eine Ecke von Kocka und seine drei Flanken alle o.k.

        • Stefan Schmitz
          Stefan Schmitz says:

          Ich bin 1-2 mal im Monat da. Standarts habe ich ehrlich gesagt noch nie zu sehen bekommen. Ich denke wenn diese trainiert wurden, dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit, also im Franz-Kremer-Stadion. Die Trainingsintensität ist seit Stögers Abgang spürbar gestiegen. Es ist gefühlt etwas mehr von allem. Ruthenbeck hat auch eine ganz andere Ansprache, ist aktiver. Er geht beim Training mehr auf die einzelnen Spieler ein. Die Jungs wirken insgesamt deutlich motivierter, auch die Körpersprache ist besser.

  4. Holger R.
    Holger R. says:

    Von der Einstellung her einer der besten die wir haben, aber es hat sich auch keiner aufgedrängt ihn zu unterstützen. Es sind noch andere in der Mannschaft die Freistöße schießen können o. könnten. Oder wir hatten keinen Abnehmer dafür? Aber jetzt vielleicht schon.

  5. Klio
    Klio says:

    Dass Rausch den FC anscheinend doch verlässt, finde ich schade. Bei dem, was der FC in der Rückrunde vorhat, hätten wir jemanden mit dieser Mentalität und dem Einsatzwillen als Ergänzungsspieler gut brauchen können. Aus Rauschs Sicht liegt da mit Blick auf die WM aber auch die Krux – er braucht Einsatzzeiten. Wenn es denn so sein sollte: Alles Gute für die Zukunft und hoffentlich ein Wiedersehen bei der WM!

    Und ich bleibe dabei (auch als Antwort auf Boom77): Die Art und Weise, wie Rausch von manchen Fans angegangen wurde, war unfair und hat dem FC geschadet. Jemanden auszupfeifen, der alles raushaut, was er kann, sowas ist im Umgang mit Menschen das Letzte. Natürlich kann man unter Fans diskutieren, ob besser ein anderer Spieler statt Rausch aufstellen sollte. Wenn er aufgestellt wird und der Trainer ihm auch noch die Standards aufbürdet, kann ich ihn nicht dafür öffentlich demütigen, denn genau das ist das Gepfeife und Gepöble im Stadion durch die eigenen Fans – dazu noch Kommentare in den „sozialen“ Medien mit teils übelster Wortwahl (wobei nicht jeder FC-Fan ist, der sich als solcher ausgibt).

    Sachliche Kritik ist immer okay und keiner muss einen Spieler extra bejubeln. Dass man dem FC aber schadet, wenn man eigene Spieler auspfeift und in den diversen Foren beschimpft, sollte jedem klar sein. Selbstvertrauen ist beim Fußballspielen wichtig. Wenn ich einen FC-Spieler in einer schwierigen Situation durch Pfiffe auch noch öffentlich erniedrige, trage ich nur dazu bei, dass es immer schwerer für ihn wird – und das ist schlecht für den FC.

    • NICK
      NICK says:

      Ich denke für Rausch wär es eine Erlösung. Er ist nervlich fertig beim Effzeh. Ruthenbeck hat ihn jetzt mal paar Spiele aus der Schusslinie genommen, wasihm sichtlich gut getan hat. Aber trotzdem ist er bei vielen Fans unter durch, das weiss er und das belastet ihn. Höger musste ihn gegen Gladbach auch zum Freistoss treten schicken, von alleine hat er sich gar nicht mehr hingetraut…

      Stöger hat ihm keinen Gefallen getan ihn immer weiter die Ecken und Freistösse treten zu lassen. Aber er ist halt ein Durchschnittsspieler, von denen wir einige haben und die dirch Qualität ersetzt werden müssen. Hoffentlich bleiben wir drin, dann haben wir Gelegenheit dazu, ansonsten hätte Rausch beim Aufstieg sicher helfen können. Für die zweite Liga zu gut, für die erste max Mittelmass…wie so oft…

  6. prinzikai
    prinzikai says:

    Ich finde es absolut in Ordnung wenn Rausch jetzt geht – aus meiner Sicht muss auch noch Olkowski gehen (und mein Wunsch wäre für ihn noch in diesem Winter den Eric Durm zu holen). Es gilt jetzt schon sich mit frischen und talentierten Spieler sich einzuspielen und ihnen das Vertrauen zu geben. Rausch wäre nur noch Ergänzungspieler – lieber auf Horn und Handwerker bauen und hoffen das Hector bleibt.

    • Stefan Schmitz
      Stefan Schmitz says:

      Dem kann ich nur zustimmen. Vor allem, was Olkowski angeht. Allein aufgrund der Tatsache, dass er nicht nur bei bei Peter Stöger außen vor war, sondern auch jetzt bei Ruthenbeck. Das wird wohl nichts mehr. Und da Klünter in der RV auch nicht gerade glänzt, sondern eher im RM, haben wir da echten Bedarf. Sörensen kann zwar aushilfweise dort spielen, würde aber der Mannschaft, vor allem was seine Kopfballstärke angeht, als IV sehr fehlen. Weder Heintz noch Maroh sind groß genug um gegen kopfballstarke Angreifer permanent bestehen zu können. Von Mere ganz zu schweigen. Die Rochade in der Verteidigung geht also nicht ganz auf. Hinzu kommt, dass wir im RM mit Clemens und Sorgenkind Risse wohl mangels echter Alternativer kaum auf Klünter verzichten können. Auf der linken Außenbahn herrscht ein Überangebot, rechts muss improvisiert werden. Hoffentlich hat der Trainer eine Lösung in der Hinterhand.

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