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Last-Minute-Sieg auf Schalke: Werder schockt den Effzeh

Der SV Werder Bremen hat im Fernduell um den Klassenerhalt dem 1. FC Köln einen empfindlichen Stich versetzt. Die Grün-Weißen drehten beim FC Schalke 04 einen 0:1-Rückstand in einen Last-Minute-Sieg. Während Mainz 05 gegen den FC Bayern verlor, holte der VfB Stuttgart einen Punkt in Wolfsburg.

Gelsenkirchen – Diese Schlussphase auf Schalke hat dem 1. FC Köln am Samstag richtig weh getan. Einen Tag nach dem eigenen 2:3 gegen Borussia Dortmund mussten die Geissböcke aus der Ferne mit ansehen, wie Schalke 04 eine 1:0-Führung leichtfertig noch verspielte.

Doppelter Fährmann-Patzer

Ralf Fährmann schenkte Bremen mit einem haarsträubenden Torwartfehler den 1:1-Ausgleich in der 79. Minute. Dann lief die dritte Minute der Nachspielzeit, als Fährmann erneut patzte und Zlatko Junuzovic den Ball zum Sieg über die Linie stochern konnte. Damit zog Bremen mit nun 20 Punkten dank des besseren Torverhältnisses am 1. FSV Mainz 05 vorbei. Die Rheinhessen unterlagen zuhause dem FC Bayern mit 0:2 und liegen nun auf dem Relegationsplatz.

Der Effzeh belegt mit 13 Punkten weiter den letzten Tabellenrang und hat nun sieben Punkte Rückstand auf Platz 16 sowie acht Punkte auf Rang 14, auf dem der VfB Stuttgart dank eines 1:1 liegt. Mario Gomez traf an alter Wirkungsstätte zum Ausgleich in Wolfsburg. Am Sonntag erwartet der Vorletzte Hamburger SV noch Hannover 96 und könnte mit einem Sieg auf 19 Punkte stellen.

6 Kommentare
  1. Paul Paul says:

    Bremen spielt schon seit Wochen gut, es war eine reine Frage der Zeit, bis sie punkten. Die Katastrophe der Hinrunde ist nicht mehr auszugleichen, wenn der FC jetzt wieder normal spielt. Wenn man sieht, wie schwach Jojic freistehend auf das Tor schießt oder wie leicht die Dortmunder ihre Tore erzielt haben, sollte man sich nicht mehr zu viel Hoffnung machen.

  2. Stefan Schmitz says:

    Tja, so ist es halt. Hamburg hat jetzt auch zusätzlichen Druck und wird morgen ebenfalls 110% geben. Das ist Abstiegskampf, keiner hat was zu verschenken. Und wer die Liga ein wenig verfolgt, dem ist längst klar, dass dieses jahr alles möglich ist. Ausser gegen Bayern.

    Aber noch ist das kein Grund zur Panik, denn die Saison ist noch lang und gegen Stuttgart, Bremen und Mainz hat der FC noch die Chance, direkt zu punkten. Diese drei 6-Punkte-Spiele werden wohl am Ende entscheidend sein.

    • Karl Heinz Lenz says:

      Das sehe ich auch so.

      Schwierig sehe ich im Moment die Situation mit unserem rechten Außverteidiger. Frederik Sörensen, der sicher auch seine Qualitäten hat, gerade vorne in Strafraumnähe oder im Strafraum, ist seit einiger Zeit hinten ein Unsicherheitsfaktor. Wir sehen ja, wie eng die Spiele sind, selbst die drei Spiele, die wir zuletzt gewonnen haben. Die Abwehr muss sicher stehen. Hier ist ja schon vorgeschlagen worden, dass Jannis Horn (oder Handwerker, wenn er fit ist) hinten rechts spielen könnte. Wir kennen ja aus der Liga Beispiele, wo man den Wechsel der Seiten erfolgreich versucht hat. Oder könnte Jorge Meré hinten rechts spielen? Ich meine, als er kam, wäre gemeldet worde, er könne auch als Außenverteidiger spielen. Dann würde Dominic Maroh ihn innen ersetzen. Auch Marcel Risse hat ja schon auf der Position gespielt. Gut, er ist noch nicht wieder fit und Stefan Ruthenbeck wird ihn sicher vorne rechts brauchen. Wie auch immer, hinten rechts sollte etwas passieren.
      Weiter vorne sollte sicher Vincent Koziello mal ran, wenn der Junge wirklich so gut ist, wie es heißt. Wir brauchen im Mittelfeld einen Spieler, der ballsicher ist, damit wir dort nicht so viele Ballverluste wie jetzt aktuell haben. Ich bin kein Trainer, aber vielleicht würde es Sinn machen, Jonas Hector ins Mittelfeld zu nehmen und seine Position hinten links mit Jannis Horn zu besetzen. Jonas ist eben auch ein Spieler, der einen gepflegten Ball spielen und denn Ball auch mal länger halten kann.
      Die Kritik an Serouh Guirassy fand ich nicht ganz gerecht. Nun ist er vom Typ her ein Stürmer, der ein bisschen ähnlich ist wie Simon Terodde. Jetzt, wo Christian Clemens und Yuya Osako ausfallen, würde ich neben Terodde eher Simon Zoller spielen lassen.

      Am kommenden Samstag geht es gegen die Eintracht. Deren Truppe ist zwar im Augenblick gut drauf, aber zu Hause, wenn sie das Spiel machen sollen, nicht so stark. Da haben wir eine Chance!

      • Stefan Schmitz says:

        Wenn die Jungs in den noch verbleibenden Spielen so auftreten wie gestern, haben wir IMMER eine Chance!

        Bei der RAV-Frage gibt es sicherlich viele mögliche Varianten, aber das rochieren von Jonas Hector würde ich tunlichst unterlassen. Aus dem ganz einfachen Grund weil das Gespann Hector/Heintz absolut funktioniert. Never change a running system!

        Risse und Klünter sind kaum entbehrlich, man braucht schließlich auch Leute in der Offensive. Bleiben im Prinzip nur Mere und J.Horn.

        Was Sörensen angeht: Ich muss Ihnen zustimmen. Er ist ein Unsicherheitsfaktor und das nicht erst seit kurzem. Aber wenn er sich in die Offensive mit einschaltet gefällt er mir recht gut. Eventuell ist er ein Kandidat für den offensiven rechten Flügel!?!?

        Zu Koziello: Der Junge bringt alles mit was uns derzeit fehlt. Er hat Ruhe, Übersicht und vor allem Passicherheit. Er ist kein Wunderkind, aber er hat hohes Potenzial. Vielleicht wird er anfangs Probleme mit der Härte der BL haben. Aber grundsätzlich kompensiert er sein rein körperliches Defizit schon jetzt recht clever. Ich würde ihn als Alternative zu Özcan sehen.

  3. Robert H. says:

    Da schalte ich mich mal ein, weil es gut tut, von dem Vergangenheits-Hating an anderer Stelle mal wegzukommen und den Blick nach vorne zu richten.

    Die Idee mit Mere auf RV finde ich eigentlich gut, weil weder Risse noch Klünter da so gar keine Alternativen und eher weiter vorne zu sehen sind. Andererseits ist er aur der IVer doch recht gut hineingewachsen, und warum sollte man ihn jetzt auf eine ihm eher ungewohnte Position mit völlig anderen Aufgaben ziehen?
    Den Tausch Horn/Hector würde ich mit Skepsis sehen, das wäre mir zu experimentell – vielleicht wäre das in einem Testspiel mal eine Option, nicht aber in der jetzigen Situation.
    Allerdings ist mir aufgefallen, dass Hector scheinbar die Rolle von Rausch bei Ecken und Freistößen übernommen hat. Das spricht für eine Rolle mehr im Mittelfeld, während Horn auf LV absichert.
    Sörensen sehe ich auf RV nicht ganz so schlecht, jedenfalls eher als auf der IV – er rennt manchmal für mich nur noch ein wenig vogelwild über dem ganzen Platz herum.

    Nach der Verletzung von Clemens kommt es sicherlich mal zu einem Einsatz von Koziello – wäre mir auch lieber als Osako oder Guirassy. Die beiden finde ich derzeit wenig hilfreich.

    Frankfurt ist eklig zu spielen, weil die vor allem wegen ihrer körperlichen Robustheit so weit oben stehen. Da muss man absolut dagegen halten. Mit einer Leistung wie gegen Dortmund kann man aber schon auf was Zählbares hoffen.

  4. Stefan Schmitz says:

    Was körperliche Robustheit angeht, wäre Cordoba sicherlich hilfreich. Andererseits könnte man auch gezielt mit Koziello und vor allem Guirassy auf Standart-Jagd gehen. Vor allem letzterer kann sehr gut Freistöße u/o Elfer herausholen. Der weiß wie man richtig fällt!

    Übrigens finde ich ihn nicht so übel. man darf nicht vergessen wie jung er ist. Derzeit macht er mir den Eindruck, dass er zuviel von sich selbst verlangt. Als er als einzigster Stürmer fit war und es keine Alternative mehr zu ihm gab, war er ganz anders drauf. Seit Teroddes Verpflichtung und der Genesung der übrigen Stürmer kommt nichts mehr. Vielleicht muss er das mit dem Druck noch lernen. Es sei ihm verziehen.
    Bei Osako ist meine Geduld allerdings auch am Ende. Ich kann seine „Knibbeleien“ nicht mehr sehen. Brotlose Kunst ist das letzte, was wir derzeit brauchen können.

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