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Schmadtke plant Zukunft: „Die Vorstellungskraft ist vorhanden“


Es könnte durchaus sein, dass Jörg Schmadtke schon bald in die Bundesliga zurückkehren wird. Der ehemalige Manager des 1. FC Köln hat am Samstag der „Rheinischen Post“ erklärt, dass es bereits erste Gespräche mit interessierten Klubs gegeben habe. Schmadtke sei „bereit für eine neue Herausforderung“.

Köln – Vier Monate liegen nun hinter dem bald 54-jährigen. Jörg Schmadtke lebt in Düsseldorf und hat sich seit seiner Trennung vom FC aus der Öffentlichkeit zurückgehalten. Nun hat er mit der „Rheinischen Post“ erstmals über den Abschied bei den Geissböcken und über seine Zukunft gesprochen.

Innerhalb von fünf Stunden war meine Aufhebung unterschrieben

Dabei verriet er, dass es bereits Kontaktaufnahmen von Klubs gegeben habe, die Schmadtke verpflichten wollten. Wer das gewesen sei, verriet er nicht. Jedoch ließ Schmadtke durchblicken, dass er sich ein Comeback in der Bundesliga bald vorstellen könne. „Die Vorstellungskraft ist vorhanden“, sagte Schmadtke, der beim Effzeh eine Abfindung von 3,3 Millionen Euro erhalten hatte.

Bezüglich seines Abschieds stellte er noch einmal klar, dass es sich nicht um einen einseitigen Rücktritt gehandelt habe. Schließlich wäre sonst auch keine Abfindung geflossen – schon gar nicht in dieser Höhe. Vielmehr seien sich Präsidium und Gemeinsamer Ausschuss schnell über die Trennung einig gewesen. „Innerhalb von fünf Stunden war meine Aufhebung unterschrieben. Das ist schnell, oder?“

Es kann ja nicht alles richtig gewesen sein

Woran Schmadtke am Ende scheiterte, wollte oder konnte er im Detail nicht nennen. Allerdings stellte er klar: „In der Sommerpause muss irgendetwas im Innenverhältnis passiert sein. Ich kann aber nur etwas ändern, wenn ich weiß, was ich falsch gemacht habe“, sagte Schmadtke und bezog dies wohl am ehesten auf sein Verhältnis zu Ex-Coach Peter Stöger. Mit diesem hat er inzwischen Kontakt aufgenommen. Man will sich austauschen, Unausgesprochenes ansprechen und aus dem Weg räumen. Mancher FC-Fan hätte sich gewünscht, dass dieses Gespräch in dieser geplanten Offenheit schon im Sommer stattgefunden hätte. Zwar hatten sich Schmadtke und Stöger damals zusammengesetzt, geklärt hatte sich ihr Verhältnis dennoch nicht.

Schmadtke sei sich bewusst, dass es über das Verhältnis zu Stöger weitere Fehler gegeben habe, die den Absturz des FC in Gang gesetzt hätten. „Wenn eine Mannschaft von Platz fünf durchgereicht wird und mit drei Punkten vor dem letzten Spiel der Hinrunde auf dem letzten Platz dasteht, kann ja nicht alles richtig gewesen sein“, sagte Schmadtke, machte aber auch klar, dass er nicht bereit sei, den Schwarzen Peter alleine zu übernehmen. „Es waren immer gemeinsame Entscheidungen, für die mehrere Menschen verantwortlich waren. Die sind nicht im stillen Kämmerlein gefällt worden.“ Aus diesem wird sich der Manager wohl in Kürze herausbewegen und eine neue Herausforderung annehmen. Man darf gespannt sein, wo.

 

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