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Gegen VfB: Die Torschützen gemeinsam von Beginn an?


Für den 1. FC Köln gilt es heute Nachmittag, die starke Leistung aus der zweiten Halbzeit gegen RB Leipzig zu bestätigen und gegen den VfB Stuttgart den Rückstand auf den Relegationsplatz weiter zu verkürzen. Dafür hat Stefan Ruthenbeck vor allem in der Offensive die Qual der Wahl. 

Köln – Im vergangenen Spiel gegen RB Leipzig hat Trainer Stefan Ruthenbeck einiges richtig gemacht. Das Startelf-Debüt von Vincent Koziello, eine Halbzeitansprache die Früchte getragen hatte, sowie die Einwechslung von Leonardo Bittencourt. Doch auch taktisch veränderte der Trainer seine Elf im zweiten Durchgang, womit die Kölner mehr Druck auf den Gegner ausüben konnten. Nur so schaffte es der Effzeh am Ende, die Partie noch in einen Sieg zu drehen.

Hector der Dauerbrenner

Gegen Leipzig begann Jannes Horn auf der Linksverteidigerposition, weshalb Jonas Hector offensiver agieren konnte. Der Nationalspieler spulte knapp 13 Kilometer ab und war fast überall auf dem Feld zu finden. Allerdings konnte der Saarländer in der Offensive nicht für die erhofften Akzente sorgen. Vielmehr fehlte Hector häufig auf der linken Seite, wenn Jannes Horn es versäumte, nach eigenem Angriff bei einem Konter der Gastgeber wieder den direkten Weg mit zurück zu suchen. Erst im zweiten Durchgang, als Bittencourt Horn ersetzte und Hector wieder auf seine angestammte Position zurück rückte, wurde das Offensivspiel gefährlicher und die linke Seite stabiler.

Risse eins nach vorne geschoben

Auf der rechten Seite war im ersten Durchgang von Marcel Risse wenig zu sehen. Auch, weil er in der Defensive mit den schnellen Leipzigern Bruma und Forsberg beschäftigt war. Erst, als Stefan Ruthenbeck den Rückkehrer weiter nach vorne zog, konnte dieser seine Stärken ausspielen und bis zur gegnerischen Grundlinie durchdringen. Mit Erfolg: Beide Treffer bereitete Risse über die rechte Seite vor.

Ein weiterer Trumpf war das Startelf-Debüt von Vincent Koziello. Wie die gesamte Mannschaft tauchte der Winter-Neuzugang in der ersten Hälfte weitestgehend ab, konnte sich aber im zweiten Durchgang erheblich steigern. Nicht nur sein Tor gab dem quirligen Mittelfeldspieler dabei recht. Mit einem hohen Laufpensum von zwölf Kilometern und einer Passquote von 93 Prozent war Koziello ein wichtiger Faktor im Kölner Spiel. Gemeinsam mit Marco Höger verteilte der 22-jährige die Bälle und kurbelte das Offensivspiel an.

Effzeh muss VfB-Defensive knacken

Auch gegen die defensiv derzeit sehr stabilen Stuttgarter wird der Effzeh ein spielerisches Element benötigen, um sich eigene Torgelegenheiten kreieren zu können. Da Milos Jojic und Salih Özcan zuletzt nicht mehr vollends überzeugen konnten, wird Ruthenbeck wohl erneut auf den Franzosen vertrauen. Jannes Horn hingegen wird gegen Stuttgart gar nicht erst im Aufgebot stehen. Eine Erkältung warf den ehemaligen Wolfsburger seit dem Spiel gegen RB zurück. Allerdings konnte sich Horn auch nicht zwingend für einen weiteren Startelf-Einsatz empfehlen. Daher könnte der Trainer auf der linken Seite den Siegtorschützen aus Leipzig, Leonardo Bittencourt, von Beginn an bringen.

In der Abwehr sollten die Plätze mit Hector, Meré, Heintz und Sörensen vergeben sein. Im Sturm wird Ruthenbeck weiter auf Terodde setzen. Der ehemalige Stuttgarter wird gegen seinen Ex-Verein besonders motiviert sein. Neben ihm lässt der Trainer am liebsten Osako auflaufen, da er ein spielender Angreifer ist und für den Strafraumstürmer Terodde Räume schaffen kann. Abzuwarten bleibt, welchen weiteren Stürmer Ruthenbeck zusätzlich in den Kader nehmen wird. Gegen Leipzig mussten Zoller, Guirassy und Cordoba zuhause bleiben. Der Trainer sagte vor dem heutigen Spiel: „Alle drei haben die Woche gut trainiert, einer davon besonders.“ Klingt so, als könnte sich einer aus dem Trio zumindest Hoffnungen machen, heute im Kader zu stehen. Wer das sein wird, wollte Ruthenbeck aber noch nicht verraten.

So könnte der 1. FC Köln spielen: Horn – Sörensen, Meré, Heintz, Hector – Risse, Höger, Koziello, Bittencourt – Osako, Terodde

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