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„Einige haben nicht so reagiert, wie wir uns das vorstellen“

Noch 48 Stunden, dann rollt der Ball in Müngersdorf. Der 1. FC Köln gegen den 1. FSV Mainz 05, der Tabellen-17. gegen den Tabellen-16. Es geht um den Klassenerhalt, um den Relegationsplatz, gegen den Abstieg. Es geht um alles. Entsprechend hat Stefan Ruthenbeck seinen Spielern noch mal den Kopf gerade gerückt.

Köln – „Wütend“ seien seine Spieler gewesen nach dem 0:6 in Hoffenheim, sagte der FC-Coach am Donnerstag. „Blamiert“ habe man sich. „Das wollen wir nicht so stehen lassen.“ Ein ernster Stefan Ruthenbeck sprach zwei Tage vor dem Kellerduell in deutlichen Worten über das, was er von seiner Mannschaft am Samstag erwartet.

Das will ich nicht mehr sehen

Der Trainer fühlte sich am vergangenen Wochenende das erste Mal von seinen Spielern im Stich gelassen. Das ließ er am Donnerstag noch einmal durchblicken. „Eine Mannschaft, die sich aufgibt, will ich nicht mehr sehen.“ Die interne Ansage ist klar: In der Startelf stehen wird nur, wer bereit ist, sich für den FC über 90 Minuten vollständig aufzuopfern. Nach der Arbeitsverweigerung von Hoffenheim ging es deshalb im Training der letzten Tage auch deutlich aggressiver, härter zur Sache.

Als am Mittwochnachmittag Simon Zoller an der Torauslinie Dominique Heintz abgrätschte und dieser zu Boden ging, gab es kein Abklatschen. Es wurde sich nichts mehr geschenkt, die Sprache auf dem Platz war rau, Thomas Kessler explodierte ebenso wie Marco Höger oder eben auch Zoller. Als bei einer Torschussübung die Spieler im ersten Durchgang kaum einmal trafen und sich nicht zwingend in die Kopfbälle und Schüsse warfen, ging Ruthenbeck dazwischen und stauchte seine Spieler zusammen. Den Willen, den es im Abstiegskampf braucht, hatte er bei seinen Profis nicht gesehen. Das änderte sich nach der klaren Ansage. Doch der Trainer spürt offenbar, dass gerade nicht mehr alle Kicker bereit sind, vollständig mitzuziehen.

Streicht Ruthenbeck arrivierte Kräfte ganz?

Das machte Ruthenbeck am Donnerstag dann auch deutlich. „Wir brauchen jetzt Spieler, die nicht ganz so negativ sind. Der eine oder andere hat nach Hoffenheim nicht so reagiert, wie wir uns das vorstellen.“ Einige Spieler lassen den Kopf hängen, sind nicht mehr so präsent. Hat das 0:6 ihren Glauben an die Rettung gebrochen? Obwohl ein Sieg über Mainz noch immer bedeuten würde, dass der Rückstand auf die Relegation nur noch drei Punkte betragen würde? Kein Wunder, dass Ruthenbeck personelle Veränderungen angekündigt hat. Nur, wer mitzieht, wird am Samstag spielen. Man darf gespannt sein, auf wen der FC-Coach verzichten und gegebenenfalls gänzlich aus dem Kader streichen wird. Es scheint, als ob es auch arrivierte Kräfte treffen könnte.

20 Kommentare
  1. Boom77 says:

    Dann hoffe ich mal, dass der Höger aus dem Kader gestrichen wird. Ich weiß zwar nicht, welche Kriterien Herr Ruthenbeck ansetzen wird, um zu beurteilen, ob jemand voll dabei ist. Mir bleiben nur die objektiv gemessenen Daten aus dem Hoffenheim-Spiel und da kann ich erstmal den Marco Höger als einen solchen Spieler ausmachen.

    Zweikampfquote gegen Hoffenheim: 38 %
    Foul gespielt: 1 Mal

    Und das bei einem defensiven Mittelfeldspieler, der auch noch Führungsspieler sein soll oder zumindest sein will. Das ist ja gruselig. Da ist schon anhand der Daten nichts von aufbäumen und voran gehen zu sehen.

    Aber auch Heintz wäre nach den objektiven Daten aus dem Hoffenheimspiel ein Streichkandidat und würde zu den „arrivierten Kräften“ passen. Würde mich also nicht wundern, wenn der auch mal Zeit bekommt, auf der Tribüne über seine Leistungen nachzudenken. Dessen objektive Daten in Hoffenheim lauten:

    Zweikampfquote: 33 %
    Foul gespielt: 0 Mal

    Und so etwas leistet sich ein zentraler Innenverteidiger. Vielleicht hat Heintz ja auch schon während dem Hoffenheim-Spiel davon geträumt, bei welchem Topverein er bald seinen „Rentenvertrag“ unterschreibt, wenn der Effzeh abgestiegen ist? Möchte ich ihm jetzt nicht nachsagen. Ich finde über die Saison gesehen, war/ist er der beste Spieler den wir hatten und charakterlich halte ich ihn auch für einwandfrei. Aber irgendwas ist da bei ihm in Hoffenheim wirklich ganz gewaltig in die falsche Richtung gelaufen. Bleibt nur offen aus welchen Gründen.

  2. Karl Heinz Lenz says:

    „Einige Spieler lassen den Kopf hängen, sind nicht mehr so präsent.“ Das Phänomen mit dem „Kopf-hängen-lassen“ haben ja bereits viele von uns in diesem Forum bemerkt. Dass Trainer Ruthenbeck diese Haltung jetzt in der Öffentlichkeit ansprechen muss, tut mir für ihn leid. Meinem Eindruck nach tun er und sein Trainerteam ihr Bestes.

    Auffällig ist ja auch, dass der sogenannte „Biss“ des Teams mit der Rückkehr der lange verletzten „arrivierten Kräfte“ nicht wirklich besser geworden ist. Wir haben uns zwar alle über die Rückkehr dieser Jungs gefreut, aber einen Pusch nach vorne hat es deshalb eigentlich nicht so richtig gegeben. Man muss natürlich auch bedenken, dass manche Spieler nach ihrer Genesung lange brauchen, bis sie wieder auf ihrem normalen Leistungsstand sein können. Was bei dem einzelnen Spieler wirklich los ist, dass vermag man als Außenstehender natürlich nicht zu sagen.

    Der „Kicker“ berichtet in seiner heutigen Ausgabe über den FC unter anderem, dass viele Spieler unseres Teams eine starke Bindung an Köln und an den Verein haben. Das kann ich mir als Kölner gut vorstellen. Und das kann ja auch eine Kraftquelle für die Mannschaft sein. Andererseits haben wir ja auch eine ganze Reihe von Spielern im Team, von denen schon mehr oder weniger lange gehofft wird, dass sie den Durchbruch zu wirklich guten Bundesliga-Spielern schaffen, bei denen dieser Durchbruch aber trotz dieser Hoffnungen sich nie so richtig eingestellt hat. Trotzdem hat der FC diese Spieler, teilweise über Jahre schon, gehalten und das Team – wie im letzten Sommer – vor allem nur mit jungen Perspektivspielern ergänzt. Was ich damit sagen will: Dass sich viele Spieler in Köln so wohl fühlen, hat möglicherweise nicht nur positive Gründe.

    So weich und unentschlossen die Haltung des Vereins gegenüber den beiden ehemals sportlich Verantwortlichen war, so wenig kritisch scheint mir auch die Haltung des Vereins gegenüber dem Profikader (gewesen) zu sein. Wir Kölner sind eben anhänglich und scheuen uns davor anderen Menschen weh zu tun, auch wenn es vielleicht auch für Betreffenden besser wäre.

    Einzelne Medien haben im letzten Herbst, als noch Peter Stöger als Cheftrainer amtierte, darüber berichtet, wieso sich denn die Suche nach einem Nachfolger für Jörg Schmadtke so elend lange hinzog. Neben Vorbehalten dem damaligen Trainer gegenüber sei von einigen vom FC angesprochenen Kandidaten kritisch die Art und Weise festgestellt worden, wie die Mannschaft sich in ihren Spielen präsentierte, nämlich mit mangelhaftem „Biss“. Stefan Ruthenbeck ist also nicht der erste, dem das auffällt.

    Es gibt ja Stimmen, die sagen, dass unser Team von den spielerischen Möglichkeiten besser sei als etwas die Mannschaften des HSV und von Mainz 05. Ich bin zu wenig Fußball-Fachmann um das beurteilen zu können. Wenn ich mir die Begegnungen des FC mit dem HSV in den letzten Jahren in Erinnerung rufe, dann habe ich zumindest bei den Hamburgern den Eindruck, dass deren Team bei allen sonstigen möglichen Schwächen von der Mentalität den unseren überlegen ist. Ob das im Vergleich zu Mainz auch so ist, weiß ich nicht.

    Ich bin kein Trainer, aber ich bin mir unsicher, ob Stefan Ruthenbeck gut daran tut, so häufig wie bisher Aufstellung und Grundordnung unserer Mannschaft zu verändern. Manchmal denke ich, dass es besser wäre, wenn die Mannschaft defensiver eingestellt wäre. Bis jetzt haben wir doch fast eine Art Wettrennen zwischen den Mannschaftsteilen. Die Offensive kommt mit den Toren gar nicht mehr hinterher, weil die Defensive malade ist. Das hängt natürlich auch mit dem körperlosen Spiel zusammen, das unsere Jungs immer wieder mal zeigen.

    • Ali Perez says:

      Zum einen hat SR die Mannschaft vor wenigen Monaten neu übernommen. Es ist normal, dass ein neuer Trainer allen Spielern eine neue Chance einräumt. Zum anderen ist der Job als Feuerwehrmann oder Retter Neuland für SR. Er hatte dazu kein Rezept in der Schublade. Es war daher klar, dass einige Spieler aufs neue beweisen durften, dass sie nicht bundesligatauglich sind. Zum anderen war klar, dass SR Fehler machen würde, die auf mangelnde Abgezocktheit zurückzuführen sein würden. Ich bin daher froh, dass SR beweist, dass er lernfähig ist und seine gewonnene Erkenntnisse in Taten umsetzt. Das finde ich sehr positiv; bei dem ganzen Driss, den wir diese Saison aushalten müssen. Er kann nichts dafür, dass man in den letzten Jahren bei der Kaderplanung mehr auf pflegeleichte Gemüter als auf Ehrgeiz gesetzt hat.

  3. C W says:

    Gut so das SR da jetzt nach dem Debakel mal dazwischen haut. Und wenn es die arrivierten Kräfte mal trifft ist es sicher auch nicht schlecht. Generell finde ich ist in unserem Kader ein bisschen zu wenig Kampf um die Startplätze. Von Horn bis Osako haben sich in den meisten Spielen der Saison 8-9 von 11 Spielern wenn sie denn nicht verletzt waren selber aufgestellt.

    • Boom77 says:

      Ja, und es zeigt sich auch, dass uns ein richtiger Leader fehlt. Dieses körperlose Spiel ist doch nicht möglich oder darf nicht möglich sein. Gerade nicht im Absitegskampf.

      Auch wenn das eine andere Kategorie ist, die wir uns nicht leisten können, aber so ein Typ Effenberg (den ich übrigens nicht leiden kann) fehlt uns schon. Ich erinnere mich an ein paar Spiele (u.a. das CL-Finale damals gegen Valencia), in denen die Bayern vom Gegner die erste Zeit des Spiels fast schon vorgeführt wurden. Dann kam der Effe aus der Kabine und man sah schon und dachte sich: „Ohoh… die Bayern ziehen jetzt andere Seiten auf.“ Und dann hat der Effe erstmal einen an der Seitenlinie weggecheckt und einem im Niemansland des Miitelfeldes „sanft“ umgegrätscht und gezeigt, so leicht wird das für den Gegner heute nicht, wie die sich das vielleicht vorgestellt haben.

      Und so ein Typ (unabhängig von der technischen Qualität) fehlt uns vollständig. Es geht ja nicht darum, auf einmal die „Blutgrätsche“ auszupackem. Aber ein bisschen mehr Körpersprache und sich ein wenig mehr wehren, darf es dann schon sein. Wir hätten auch dann gegen Hoffenheim verloren und das wäre okay, da zu erwarten gewesen. Aber sicher nicht 6:0 und nicht auf diese Art und Weise!

      Das wäre auch ein Zeichen an die Konkurrenz und die kommenden Gegner und nicht nur an Hoffenheim gewesen, so nach dem Motto: „Das wird für euch alle nicht einfach gegen uns und ein hartes Stück arbeit für euch. Zieht euch besser mal warm an!“

      Und eins war und ist schon immer klar: Wenn ich fussballerisch nicht mithalten kann, dann muss ich zumindest mehr laufen und mehr kämpfen als der Gegner.

      Aber wie gesagt, dafür fehlen uns leider die Typen im Kader, was sich (ich will es bis heute nicht hoffen) womöglich bitte rächt. Da hat der HSV teilweise andere Kaliber im Kader, auch wenn ich unseren Kader fussballerisch als besser erachte… aber von der Mentalität her? Bei unseren Spieler heit es nur: „Die Leiche hat an den Sarg geklopf“ und dann legt sie sich ganz gediegen und entspannt wieder hin.

      • OlliW says:

        Exakt. Es ist oft zu brav, nach wie vor. Gelegetlich, namentlich vor allem gegen Leverkusen, hat es gut ausgesehen. Stadion, Verein und das Auftreten der Spieler bildete eine Einheit. Ich will nichts anderes, gerade im Abstiegskampf als die Umsetzung der Grundhaltung:

        „OK Freunde, nichts für ungut. Aber ihr seid hier in Köln. Ihr seid hier im verdammten Müngersdorfer Stadion! Wir sind der gottverdammte 1. FC Köln! Und setzt wird Fußball gespielt und dann gute Reise nach Hause!“

        • Boom77 says:

          Genau so. Aber „Wir sind der 1. FC Köln. Jetzt wird Fussball nicht nur gespielt sondern gearbeitet. Das wird nicht leicht für euch!“ können die ruhig auch auswärts zeigen. Ob es dann für das ein oder andere Auswärtspümktchen reicht, ist dennoch offen. Aber zumindest die Attitüde sollte so sein. In jedem Spiel.

  4. Ali Perez says:

    Es ist sehr schade, dass es einer 0:6 Klatsche bedurfte, um den Kader eines Charaktertestes zu unterziehen. Es bestätigt mich in meinem Endruck der letzten Wochen, dass wir einen sehr guten und engagierten Coach haben, aber leider wenig abgezockt. Denn die Mannschaft hat die gesamte Rückrunde leichtfertig Punkte liegen lassen. Mich wundert, dass sich die Spieler nicht schon längst gegenseitig an die Gurgel gehen. Also ich hätte mit einigen Mitspielern mittlerweile ein echtes Problem. Allzu oft gingen bei Gegentoren immer wieder Fehler und Nachlässigkeiten von den selben Spielern voraus. Spieler, die uns schon in der letzten Saison beinahe die Europa-Quali gekostet hätten. Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass SR nun endlich den Charakter hinterfragt, wenn auch etwas spät. Umso gespannter bin ich jetzt, wer am Samstag auflaufen wird.

    • Boom77 says:

      Ja, ich bin auch gespannt, wer das von den „arrivierten Spielern“, die nicht voll mitziehen, in den Augen des Trainers ist. Ich hoffe, dass wir das dann auch am Kader/der Aufstellung sehen. Wenn ich als Trainer von einem Spieler den Eindruck hätte, dass er wirklich nicht den notwendigen Charakter hat, würde ich den Spieler gar nicht erst auf die Bank setzen. Ich würde ihn schon gar nicht in den Kader berufen.

      Was jetzt aber auf gar keinen Fall passieren darf, ist, dass wir den Kader (und noch viel schlimmer am Samstag die Aufstellung) sehen und keinen Unterschied zu Hoffenheim und den Spielen davor feststellen. Denn dann hat der Trainer ausgespielt. Seinen Worten muss der Trainer auch die Taten folgen lassen!

    • Boom77 says:

      Da fällt mir noch etwas ein. Ich habe hierzu den entsprechenden Artikel im GBK auch kommentiert. Da ging es um die Rückkehr von Terodde. Er sagte, man wolle gegen Mainz wieder eine „Euphorie“ entfachen. Wenn ich so etwas wieder lese, „da geht mir das Messer im Sack auf“! Als Trainer hätte ich mir den Terodde für dieses Interview auch vor die Brust genommen und ihm mal wieder den Kopf gerade gerückt und gesagt woraif es ankommt, nämlich, nicht auf „Euphorie“!

      Ich will dieses Wort „Euphorie“ von den Spielern nicht mehr hören/lesen. Wir haben gesehen, zu was deren „Euphorie“ immer wieder führt. Zu lethargischen, blutleeren und völlig unverständlichen Auftritten am nächsten Spieltag. Und das zuverlässig und regelmäßig. Ergo tut „Euphorie“ den Spielern gar nicht gut! Sie sollen nicht „euphorisch“ sein und sie haben dazu auch gar keinen Grund und hatten den auch vorher nicht. Egal wie das Spiel gegen Mainz ausgeht. Wir sind 17. und selbst bei einem Sieg gegen Mainz bleiben wir 17.! Das ist kein Grund für „Euphorie“.

      Vielleicht zeigt auch das, woran es unserer Mannschaft charakterlich/psychologisch mangelt. An einer gesunden Selbsteinschätzung, was sie können und was sie zu tun und zu leisten haben, um erfolgreich zu sein. Sie sind wohl viel zu leicht zu „Euphorisieren“ was dann dazu führt, dass sie meinen, sie können das nächste Spiel jetzt ja auch mit 20 % weniger Leistung erfolgreich gestalten, weil sie in der Vorwoche ja gezeigt haben, was sie zu leisten imstande sind. Das ist ein Trugschluss!

      Ergo: Die Jungs sollen und dürfen zu keinem Zeitpunkt mehr „euphorisch“ sein. Sie sollen konzentriert, fokussiert sein, die Aufgabe annehmen, rennen, kämpfen und dann auch noch (ein wenig) Fußball spielen. Nicht mehr, nicht weniger.

      • Ali Perez says:

        Ich glaube nicht, dass SR es auf sich beruhen lassen wird. Die Art und Weise wie die Mannschaft in Sinsheim verloren hat, war ein Schlag in die Fresse. Es war Verrat an der Sache; mal ganz martialisch ausgedrückt. Aber… Die jetztige Situation ist eine große Chance für uns. Wenn SR jetzt konsequent seine Schlüsse aus seinen Beobachtungen der letzten Tage zieht; unabhängig ob er die Klasse hält oder nicht; sollte man ihn mit den Profis weiterarbeiten lassen. Wir brauchen dann für die neue Saison keinen neuen Trainer, der wieder allen eine neue Chance gibt. Es muss endlich ausgesiebt werden; das ist längst überfällig.

        • Gerd Mrosk says:

          Vllt ists ja gar nicht so kompliziert und es liegt an der Zusammenstellung der Mannschaft.Ich war selbst vor Ort und das erste was mir auffiel war tatsächlich das es „zuging“ wie bei einem Freundschaftskick,wo das Ergebnis zur Nebensache verkommt.Kein Zweikampf,geschweige Foulspiele oder irgendwas was den Enthusiasmus oder die Euphorie des Gegners ins Wanken bringt.Von daher denke ich ,das ein Marco Höger allein (viel) zu wenig ist um mal dazwischen zu hauen.Nicht das ich meine,das SR prozentual viel Mitschuld an der Klatsche hatte,aber das war es wohl ,was er auch einräumte mit“eigenen Fehlern“.

          • Ali Perez says:

            Sorry, aber Höger gehört meiner Meinung aussortiert. Er kann weder führen noch haut er irgendwo dazwischen. Schon letzte Saison fiel er immer wieder mit Nachlässigkeiten auf, die zu unnötigen Gegentoren führten. Es war immer der besagte Schritt zu wenig, mit dem er mir negativ auffiel. Wenn er für seine Verhältnisse gut spielt, ist seine Leistung meist als solide anzusehen. Mal ganz davon abgesehen, dass ihn sein kaputtes Knie daran hindert, voll beweglich und Antrittsschnell zu sein. Wenn er faul spielt, hat er meist vorher den Ball. vertändelt und nicht, weil er so ein harter Hund ist.

          • Boom77 says:

            Wenn denn mal ein Marco Höger auf dem Platz gestanden hätte gegen Hoffenheim. Bei 38 % Zweikampfquote und einem Foul über 90 Minuten stand der eigentlich nicht auf dem Platz sondern daneben.

      • Gerd Mrosk says:

        Insgesamt bin ich sehr einverstanden mit Deinem Statement.Mir bleibt nur die Hoffnung ,das sich Simon in der Wortwahl vergriffen hat und so was wie Hoffnungsschimmer oder „Aufbruchsstimmung“ meinte.Das A und O ist ERST über den Kampf und die Einstellung „ins“ Spiel zu kommen,danach übers Spielerische.
        Allerdings muss der Trainer gebetsmühlenartig Konstanz in Form von Kratzen,Beissen,Gras fressen in die Truppe bekommen,das ist seine Baustelle.Schon morgen werden wir gegen eine nicht so spielstarke Mannschaft sehen,inwieweit die Spieler ihren inneren Schweinehund
        überwinden wollen und können.

  5. OlliW says:

    Völlig richtig. Vielleicht meinte Terodde ja die Euphorie, doie sie mit einem Sieg n der Stadt und im Umfeld und bei uns Fans entfachen wollen. Das mag ein hehres Ziel sein. Aber für Euphorie ist eigentlich frühestens bei PLatz 15 am Ende des 34. Spieltags Zeit, spätestens nach gewonnener Relegation, eventuell aber auch gar nicht. Auf keinen Fall davor. Denn: Entweder ist davor der Abstieg schon sicher oder er ist erst ganz am Ende abgewendet!

    Es heißt jetzt noch sechs lange Spiele lang bedingungslos und durchgängig: Kampf, Trotz, Teamgeist, Jeder für Jeden, Blut, Schweiß und Grasfressen! Das muss in die Köpfe, das muss jede Minute gelebt und im Training wie im Stadion gezeigt werden! Verdammt!!!

  6. Gerd Mrosk says:

    Natürlich lässt es sich drüber streiten welche Spieler dem FC helfen und welche eher nicht.
    Fakt ist das die Mischung zwischen spielerischen und kämpferischen Elementen sichtbar einfliesst.Da wurde(zumindest) in den letzten beiden Auswärtsspielen nicht genug entgegengesetzt

    • Ali Perez says:

      Spielerische und kämpferische Elemente schließen sich ja nicht aus. Letztes Wochenende waren aber weder die einen noch die anderen bei den meisten Spielern ausreichend vorhanden. Zumindest wirkte es so. SR erlag letzten Samstag meiner Meinung zum wiederholten Mal der Versuchung, mitspielen zu wollen. Er wollte wie zuvor gegen Kovac in Frankfurt oder gegen Hasenhüttl in Leipzig taktisch überraschen. Was bekanntlich nicht gelang. …okay… …in Leipzig rettete uns die fehlende Frische des Gegners in der 2. Halbzeit, aber… …sowohl in Frankfurt als auch in Leipzig wirkte der Auftritt der Mannschaft in der ersten Halbzeit blutleer. In Frankfurt, Leipzig und Hoffenheim hatte die Mannschaft von der ersten Minute an keinen Zugriff. Nicht nur weil die Einstellung nicht stimmte, sondern weil die Taktik nicht aufging. Gegen Frankfurt war ich darüber sehr wütend, weil uns Augsburg eine Woche vorher vorgemacht hatte, wie man gegen Frankfurt spielen muss. Darüber hinaus ist es für mich nicht einsehbar, warum man gegen spielstarke Mannschaften nicht versucht, erst mal deren Spiel zu zerstören und somit über den Kampf ins Spiel zu finden. Wir kämpfen gerade um unser Überleben in der Liga. Ich denke, dass die Mannschaft recht früh gemerkt hat, dass Hoffenheim den besseren Plan hatte. Man hätte nach 10 Minuten schon aussichtslos hinten liegen können. Das beeindruckt und dann ist Charakter gefragt. Ich bin wirklich auf morgen gespannt. Ich denke, dass sich morgen eine ganze Menge entscheiden wird. Der Charakter der Mannschaft, das Verhältnis der Mannschaft zum Trainer, aber auch die Fähigkeiten unseres Trainers stehen auf dem Prüfstand. Denn wir müssen endlich mal gegen einen schlagbaren Gegner überzeugen; das haben wir ja auch nicht allzu oft hingekriegt.

      • Gerd Mrosk says:

        Nun ja,deswegen hab ich ja auch SR ins Boot geholt.Die Leistungen Woche für Woche oder gar Halbzeit für Halbzeit gehen mir zuviel auseinander.Ich kann sicher nicht alles von einem Trainer verlangen zumal er die Mannschaft nicht zusammen gestellt hat,aber ich erhoffe mir zumindest eine gewisse Konstanz,zumal man ja von Anfang an in der neuen Konstellation(Trainer,Sportdirektor) im Abstiegskampf gesteckt hat und nicht erst im Laufe der Saison herein geriet

  7. Gerd Mrosk says:

    Personell bewegt sich meines Erachtens durch Krankheit(Maroh) und Verletzung(Risse) schon automatisch was in die richtige Richtung Ich denke Lehmann(60 Min.) und Salih sollten hinter Koziello beginnen,Terrodde soll sich euphorisieren(Scherz)und dann sollte gegen ein relativ harmloses,aber kämpferisches Mainz ein Sieg gelingen,ob mit oder ohne Schiedsrichter.

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