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Kommentar: Dieser FC ist nur noch auf Abschiedstournee

Der 1. FC Köln ist abgestiegen. Zwar steht der sechste Gang in die Zweitklassigkeit rein rechnerisch noch nicht fest, dennoch glaubt vier Spieltage vor dem Ende niemand mehr an die Rettung. Das bedeutet: Für die Spieler und den Verein geht es bis zum Saisonende noch darum, sich gebührend aus dem Oberhaus zu verabschieden und den Wettbewerb am Leben zu lassen. 

Köln – Während seine Kollegen mit gesenkten Köpfen in die Fankurve schlichen, marschierte Effzeh-Torhüter Timo Horn als Einziger direkt in die Katakomben des Berliner Olympiastadions. Ohne nach links und rechts zu blicken, ging der Keeper an den wartenden Journalisten vorbei ohne Umwege in die Kabine. Seine Körpersprache machte klar: Horn wollte nichts mehr sehen und nichts mehr hören. Zu sauer war der Kölner Schlussmann über die 90 Minuten, die den Abstieg endgültig besiegelten. Zu groß war der Frust, erneut eine Führung und damit die große Chance, noch einmal heranzurücken, verspielt zu haben.

Der FC gibt sich seinem Schicksal hin

Dabei gehört Timo Horn eigentlich zu den wenigen Spielern, die sich in dieser Saison noch nach jeder Niederlage gestellt haben. Der immer Rede und Antwort gestanden und den Kopf hingehalten hat, obwohl er an den 58 kassierten Gegentoren wohl die wenigste Schuld getragen hatte. Doch auch er, der immer wieder beteuert hatte, an das Wunder noch zu glauben, wird jetzt realisiert haben: Dieser FC wird den Absturz nicht mehr verhindern können. Schon gegen Hoffenheim, als sich der Effzeh kampflos seinem Schicksal ergeben hatte, aber auch gegen Mainz, hatte man selten das Gefühl, die Spieler glauben noch an sich oder an die große Chance, die ihnen geboten wurde.

Den Klassenerhalt zu realisieren wäre in dieser Rückrunde kein Wunder gewesen. Die Möglichkeiten waren zuhauf vorhanden. Nur die Spieler versagten in den entscheidenden Momenten. Als die Gegentore in Berlin fielen, schienen es die Profis fast emotionslos hinzunehmen. Es gab niemanden, der einmal verbal oder auch auf dem Rasen dazwischenhaute. Mit gesenkten Blicken holten die Spieler den Ball aus dem eigenen Tor und gingen zurück zum Anstoßpunkt. Ärger? Proteste? Wut? Fehlanzeige.

Das Kapitel FC ist für einige Spieler beendet

Auch wenn einige seiner Mannschaftskollegen seit Wochen das gleiche Mantra des rechnerisch Möglichen aufsagen – man nennt dies im Fachjargon „Durchhalteparolen“ -, sah Leonardo Bittencourt den Tatsachen am Samstag nach dem Spiel ins Gesicht. „Ganz ehrlich: Viel Hoffnung habe ich nicht mehr“, gab der Torschütze zum 1:0 zu und sagte dann das, wonach es schon die letzten Spiele nur noch aussah: „Die Mannschaft wird sich bis zum 34. Spieltag so reinhängen, dass es mit Ehre und Würde nach unten geht.“ Der FC will sich in den verbleibenden Spielen also nicht mehr, wie in Hoffenheim, blamieren. Es geht nur noch darum, gerade eben so gut spielen, wie es eben geht in einer Situation, die ausweglos und allen klar ist. Für die Kölner gilt es in den letzten vier Spielen nur noch darum, sich nicht völlig peinlich und charakterlos aus der Liga zu verabschieden. Das haben sie schon in der Hinrunde hinbekommen.

Der Verein wie auch die Spieler befinden sich also nur noch auf einer Abschiedstournee. Der Klub, der dringend den Weg zu jener Demut zurückfinden muss, die ihn nach dem letzten Abstieg wieder so stark gemacht hatte. Die Spieler, die trotz aller Liebesbekundungen an Köln teilweise eben doch nicht bleiben und das sinkende Schiff verlassen werden. Neben dem Spiel gegen den Meister aus München treffen die Kölner noch auf Schalke, Freiburg und Wolfsburg. Während die Königsblauen um den Einzug in die Champions League spielen, geht es für die anderen beiden noch um den Ligaverbleib. Die Geissböcke sollten sich nach dieser katastrophalen und historisch schlechten Saison nicht auch noch nachsagen lassen, am Ende auch noch den Wettbewerb durch Halbherzigkeit verzerrt zu haben.

38 Kommentare
  1. Paul der Troll
    Paul der Troll says:

    Es waren nicht die Spieler, die versagt haben, es war das Management und die Vereinsführung! Stöger war ausgebrannt, ohne die Konsequenzen zu ziehen, Schmadke hat schon lange nix Gescheites mehr auf die Kette bekommen und dazu noch unseren besten Spieler verkauft, Veh hat einen ungeeigneten Trainer verpflichtet und das Loch auf der rechtes Abwehrseite nicht gestopft und das fußballerisch ahnungslose Präsidium hat den ganzen Dreck abgenickt.

    Es ist unbegreiflich, dass die FC-Fans vom Präsidium keinen Rücktritt fordern, denn diese Pappnasen sind verantwortlich für den sage und schreibe sechsten Abstieg dieses großen Vereins, der mindestens 60 Mio. Euros, eher aber bis zu 100 Mio. Euros kosten wird, einen direkten Wiederaufstieg vorausgesetzt. Sie haben total versagt und sind dafür verantwortlich.

    Stattdessen werde ich angegriffen, weil ich ein Troll wäre oder langweilen würde. Soll ich jetzt darüber raisonieren, welchen Verteidiger Anfang mit aus Kiel bringt? Spinner hat versagt, und deshalb muss er zurücktreten. Wer danach kommt, dass wird man sehen, aber König Fehlentscheidung hat bewiesen, dass er es nicht kann. Da sind auch andere Fakten, die das belegen, z.B. der beklagenswerte Zustand der U21 (z.B. Helmes als Cheftrainer) oder das widerwärtige Mobbing von Jürgen Sieger, dem Aufsichtsratchef, der Spinner und seine Pappnasentruppe mehr kontrollieren wollte.

    Auch wenn der Kölner an sich für jeden Blödsinn zu begeistern ist, hat Spinner außerdem unseren Verein der Lächerlichkeit preisgegeben, indem er ihn zu einem Karnevalsverein gemacht hat. Damit bewegen wir uns auf dem Niveau von Leverkusen (Markenschutz auf Vizekusen), wo er seine großen beruflichen Erfolge gefeiert hat.

    Er hat es irgendwie geschafft, die Presse mundtot zu machen und die Fans zur ewigen Dankbarkeit zu verpflichten, weil er am Anfang seiner Amtszeit vieles richtig gemacht hat. Aber das ist lange vorbei, und er hat diese Erfolge mittlerweile eigenhändig wieder weitgehend ruiniert.

    Es gibt keinen echten Neuanfang mit diesem Versager-Präsidium, und deshalb bleibe ich dabei: PRÄSIDIUM RAUS!!!

    • Boom77
      Boom77 says:

      Also wenn ich die Gegentore der letzten Spiele sehe, muss ich sagen, die rechte Abwehrseite war nicht das Problem. Es war die linke Abwehrseite. Jonas Hector hat die letzten Wochen ganz schwache und schlechte Spiele gemacht. Gegen Hertha war er für mich der schlechteste Mann auf dem Platz.

      • OlliW
        OlliW says:

        Ja, mal ist es rechts, mal ist es links, mal das defensive Mittelfeld, mal Sörensen, mal Höger, mal Meré, mal Hector…dazu dann vorne die Chancen liegen lassen…dann steht man da unten.
        Schlimm ist halt, dass, wenn einer einen Fehler macht oder einen miesen Tag hat, dies nicht aufgefangen wird und sich sofort zu Gegentoren führt.

        Das muss jetzt alles auf Anfang gestellt werden ;-)

        • Boom77
          Boom77 says:

          Ich bin mittlerweile auch nicht böse, wenn allen von Ihrer Ausstiegsklausel gebrauch machen. Auch bei einem Jonas Hector nicht. Ganz im Gegenteil. Denn eins haben die vergangenen Spiele gezeigt. Uns fehlt es an der notwendigen Mentalität in der Mannschaft. Da ist fast keiner dabei (einzige Ausnahme Timo Horn), der sich aufbäumt, der versucht die anderen aufzurütteln, der mal vorangeht und die notwendige Korpersprache zeigt. Das fehlt einem Jonas Hector (und der ist unser Kapitän) genauso wie einem Marco Höger, einem Marcel Risse, einem Leo Bittencourt… da kann man jetzt nahezu den ganzen Kader aufzählen.

          Spielerisch haben wir ein paar, die es durchaus drauf haben. Aber die Mentalität, der Biss, der „letzte Einsatz“ fehlt denen alle…. Und das ist es, was wir in unserem Kader brauchen, drei bis vier Spieler, die dann auch in der Startelf stehen, die den nötigen Biss haben. Das müssen nicht die besten Fußballer auf dem Platz sein (klar müssen die auch Kicken können). Aber nehmen wir gerade das defensive Mittelfeld, welches als Position für einen solchen (neudeutsch) „Agressivleader“ prädestiniert ist. Da brauche ich einen der die nötige Mentalität hat, dass muss nicht der beste Kicker sein und zwar egal, ob ich ums „gesicherte Mittelfeld“, den Abstieg oder sogar um die Meisterschaft spiele (z.B. bei Bayern war dies früher der Effenberg und ist es heute der Vidal oder der Martinez – bei Eintracht Frankfurt ist das z.B. der Kevin Prince Boateng). Und daneben stelle ich dann eber einen auf, der gut kicken kann und das Spiel eröffnet (bei Bayern z.B. der Thiago oder der James – bei uns der Koziello). Aber wir haben so einen nicht. Von der Mentalität ist das bei uns vielleicht ein wenig der Lehmann, der aber mittlerweile zu schlecht ist für das Niveau der Bundesliga. Der Höger und der Özcan sind es aber defintitiv nicht. Von letzterem kann ich das aufgrund des Alters auch noch gar nicht erwarten. Der Höger ist das aber auch nicht. Der ist zwar tätowiert vom Scheitel bis zur Kimme, aber nur rein optisch dadurch ein „Bad Guy“. Vom Typ her ist er eher der Bubi/Schwiegermutters Liebling oder ganz böse ausgedrückt… ein Waschlappen. Zumal er auch viel zu langsam für die Bundelsiga ist. Bis der in die Situation kommt, dass er im Mittelfeld den Gegenspieler mal abgrätschen kann, ist der Gegenspieler schon alleine vor T.Horn und schiebt den Ball seelenruhig ein.

          • Paul der Troll
            Paul der Troll says:

            Stöger sprach selbst von einer Ministrantentruppe. Das ist sympathisch, hilft aber nicht im Abstiegskampf. Auch Ruthenbeck erscheint mir diesbezüglich als zu lieb. Letztendlich hat eine Harmoniesoße den ganzen Verein durchzogen. Als Schmadke Stöger feuern wollte, hat Spinner weiche Knie bekommen. Bei allen Fehlern, die Schmadke gemacht hat, wäre dies vielleicht die Rettung gewesen. Jetzt sind nur noch 4 von der alten Truppe da, und Wehrle hat wirklich einen guten Job gemacht. Was mit den anderen geschehen soll, habe ich oft genug gefordert, auf allgemeinen Wunsch hin lasse ich das jetzt!

  2. Paul der Troll
    Paul der Troll says:

    Nach meiner Meinung hat Ruthenbeck nicht das aus der Mannschaft herausgeholt, was in ihr gesteckt hat. Die Statistik lügt nicht, und nach der Statistik hat er noch keine Mannschaft so trainiert, dass eine Berufung in die Bundesliga berechtigt wäre. Der Mann hatte sich damit abgefunden, die U19 zu trainieren, das sagt ja wohl alles. So, wie sich mir die Sache darstellt, wollte der FC von Anfang an Anfang haben, und als sie ihn nicht loseisen konnten, haben sie Ruthenbeck im Amt belassen. Ich wundere mich, dass ich der Einzige zu sein scheine, der so etwas für einen schweren Managementfehler hält. Wer garantiert uns denn, dass es so nicht weitergeht? Wie soll man das denn verhindern, wenn Werner Spinner weiter im Amt bleibt. Er hat vom Fußball keine Ahnung, mischt sich aber offenkundig ins Tagesgeschäft ein. Was ist jetzt eigentlich mit dem Stadion-Neubau? Warum hört man davon nichts mehr? PRÄSIDIUM RAUS!!!

    • J B
      J B says:

      Ja was jetzt? War der Vorstand zu passiv oder mischt er sich ins Tagesgeschäft ein?
      Warum hört man nichts mehr vom Stadion-Neubau? Ja warum wohl. Das Thema ist in der Prioritätenliste doch ein wenig nach unten gewandert. Erstmal gucken ob wir die Bude nach dem 6. Abstieg noch voll kriegen wenn wir gegen Fürth, Sandhausen oder Heidenheim spielen.
      Welcher neue Manager ist so blöd und sägt einen erfolgreichen Interimscoach ab für eine Rettungsaktion die es in der Bundesligahistorie noch nie gegeben hat?

  3. walter berg
    walter berg says:

    stadion neubau? für spiele gegen sandhausen oder erzgebirge aue? blödsinn. sr ist bereits bei allen provinzvereinen vorher (vom TuS Mayen über SpVgg EGC Wirges bis aalen und fürth) gescheitert und jetzt beim fc auch. ich habe schon vor monaten einen anderen trainer gefordert peter neururer. er hat den fc schon einmal aus aussichtsloser situation gerettet. aber das scheinen die selbsternannten fussballexperten hier ja nicht mehr zu wissen. er hat den ruf als feuerwehrmann für abstiegsbedrohte vereine. unser unfähiger vorstand entschied sich für die lusche ruthenbeck. wie wäre es dem opa pizzarro noch einen weiteren hochdotierten 4jahres vertrag zu geben. unglaublich eine solche lusche (ebenso wie cordoba) zu verpflichten. voriges jahr eine mannschaft die europa spielt und jetzt schiessbude der liga. unfassbar. vorstand raus!

      • walter berg
        walter berg says:

        hallo paul ja hast recht es ist schlimm was sich hier alles so rumtreibt.
        und wenn ich diesen vorstand sehe wird mir übel.der schuhmacher ist ein schwaadlappen und sonst nix.den rest kann man auch in die tonne klopfen.

    • J B
      J B says:

      Und der Fussballexperte Nummer eins bezeichnet Ruthenbeck als Lusche, eckelhaft. Du denkst auch nur die letzten zwei Spieltage zurück, oder?
      Bitte erinnert euch in welchem Zustand und zu welchem Zeitpunkt Herr Ruthenbeck die Mannschaft übernommen hat. Direkt vor einem Endspiel um Europa. Danach ein Spiel gegen Freiburg in dem die Mannschaft körperlich nach 45 Minuten vollkommen am Ende war (wofür Ruthenbeck wirklich nichts konnte zu dieser Zeit) und das Spiel in der Nachspielzeit durch zwei Elfmeter verliert.
      Danach auswärts zu den Bayern (0:1, andere Mannschaften sahen da schon schlechter aus).
      Dann folgten in der Liga aber drei Siege am Stück, gefolgt von einem Unentschieden.

    • Boom77
      Boom77 says:

      Neururer! So ein Quatsch… also wenn dann bitte ein Mann mit Lebenserfahrung wie ein Heynckes sie mit zu den Bayern brachte. Deshalb habe ich schonmal für Ribbeck, Rehhagel oder Schlappner plädiert. Hat man wohl aber für ähnlich ernsthaft genommen, wie den Ruf nach Neururer… Nicht ganz zu Unrecht ;-)

  4. walter berg
    walter berg says:

    heynckes klar für den wäre ich auch-aber der kommt nicht zu einer gurkentruppe wie dem fc.
    neururer hätte vielleicht den abstieg noch verhindern können als feuerwehrmann. aber jetzt hat man die lusche ruthenbeck genommen und hat den salat. jetzt trennt man sich von ruthenbeck-die erkenntnis kommt leider zu spät. und die vorstellung einfach in der nächsten saison mal wieder schnell aufzusteigen-der fc wird sich da noch wundern wie schwer das ist.

    • Boom77
      Boom77 says:

      Die Ironie in meinem Kommentar wohl nicht bemerkt. Einfach mal eine Nachhilfestunde bei Herrn Schmitz buchen ;-)

      Aber wie man auf den Neururer kommen kann, das frage ich mich wirklich. Der gute Mann hat zueltzt vor knapp 4 Jahren einen Profiverein (den VfL Bochum) trainiert. Und den hat er ausnahmsweise mal vor dem Abstieg aus der 2. Bundesliga bewahrt. Ich weiß auch gar nicht, wo sein Nimbus als Feuerwehrmann her kommt? Ich finde ihn zwar sympathsich und lustig, aber als erfolgreich würde ich ihn nicht bezeichnen. Der hätte uns auch nicht gerettet.

      • Boom77
        Boom77 says:

        Und noch einen Nachtrag Zu Herrn Neururer: Wie ich sagte, weiß ich gar nicht, woher sein guter Ruf als „Feuerwehrmann“ für die 1. Liga kommt. Ich habe des jetzt mal recherchiert.

        Seine Station bei unserem 1. FC Köln mal ausgenommen, hat Herr Neururer sage und schreibe es ein Mal geschafft, einen Verein vor dem Abstieg aus der 1. Liga als „Feuerwehrmann“ zu bewahren. Das war Hannover 96 in der Saison 2005/2006.

        Und schauen wir uns mal seine Vita als Trainer in der 1. Liga an. So begann diese am 13.03.1991, also in der Saison 1991/1992. Da hat ihn die Hertha aus Berlin als „Feuerwehrmann“ geholt, um den Abstieg aus der 1. Liga zu vermeiden. Das Ergebnis war, dass die Hertha als Tabellenletzter abgestiegen ist. Wow! Das ist ja ein immens großer Unterschied zu unserem aktuellen Trainer!

        Sehen wir uns die weiteren Stationen zum Teil mal an. Mit dem 1. FC Saarbrücken ist er in der Saison 1991/1992 in die 1. Liga aufgestiegen und dann postwendend in der Saison 1992/1993 wieder in die 2. Liga abgestiegen.

        Dann kam zur Saison 1994/1995 Hannover 96 in der 2. Liga. Die hat er dort aber auch nicht vor dem Abstieg bewahrt. Er wurde nach dem 31. Spieltag freigestellt. Hannover wurde 12. der 2. Liga am Ende.

        Am 01.04.1999 verpflichtete ihn Fortuna Düsseldorf, um in der Saison 1998/1999 den Abstieg aus der 2. Liga zu vermeiden. Das Ergebnis war der Abstiegt der Fortuna. Sie wurde mit Peter Neururer am Ende 18. der 2. Liga und damit Tabellenletzter.

        In der Saison 1999/2000 versuchte Kickers Offenbach nochmal sein Glück mit Peter Neururer, um den Abstieg aus der 2. Liga zu verhindern. Er wurde am 25.10.1999 als Trainer verpflichtet. Das Ergebnis war wiederum der Abstieg der Offenbacher aus der 2. Liga.

        Und dem traut man wirklich zu, dass er den FC bei einem Punktestand von 3 Punkten übernimmt und den Nichtabstieg noch eintütet? Ist das wirklich Euer Ernst, Paul der Troll und Walter Berg? Also ehrlich… ich glaube das nie im Leben!

    • Stefan Schmitz
      Stefan Schmitz says:

      das ist 20(!) Jahre her. Der Mann ist aus einer ganz anderen Trainer-Generation. Eventuell wäre er noch ein guter Motivator, aber was das spielerische angeht macht der heute keinen Stich mehr. So sehr ich den tanzenden Peter auch mag, seine Zeit ist vorbei!

      • Boom77
        Boom77 says:

        Und er hat uns in der Saison 1997/1998 auch wieder in Abstiegsnöte gebracht und war somit an unserem ersten Bundesligaabstieg beteiligt. Zwar behauptet er, mit ihm wären wir damals nicht abgestiegen, aber das werden wir ja nicht erfahren und seine „Pechsträne“ danach bei anderen (Zweitliga-) Vereinen mit zwei direkt aufeinander folgenden Abstiegen aus der 2. Liga als „Feuerwehrmann“ (Fortuna Düsseldorf und Kickers Offenbach) lässt eher vermuten, dass wir auch mit ihm dmals abgestiegen wären als das Gegenteil. Da kann er noch lange was anderes erzählen.

        • Stefan Schmitz
          Stefan Schmitz says:

          Der Ruf als Feuerwehrmann hat nicht viel mit seiner Erfolgsquote zu tun. Er war vielmehr ein „Springer“, der mangels Alternativen immer wieder eine Chance bei Abstiegskandidaten bekommen hat. Heute würde man ihn warscheinlich einen Groundhopper nennen.

          • Stefan Schmitz
            Stefan Schmitz says:

            würde passen.
            Allerdings war bzw ist (er traininiert ja dezeitig wieder) Gutendorf ein internationaler Groundhopper – Neuruher war eher lokal.

            Außerdem war Gutendorf einer, der das Abenteuer gesucht hat – Neuruhrer wurde es auferzwungen.

    • Boom77
      Boom77 says:

      Das weiß ich wohl. So jung bin ich auch wieder nicht. Ich war damals auch schon volljährig ;-)

      Also hat er zwei Mal einen Verein vor dem Abstieg aus der 2. Liga gerettet. In seiner 1. Station als 1. Ligatrainer ist er abgestiegen und er konnte auch wiederholt den Abstieg einer Mannschaft aus der 2. Liga nicht verhindern (siehe meinen Kommentar von 17.44 Uhr).

      Hinzu kommt noch, dass er seit 4 Jahren keinen Verein mehr trainiert hat. Nicht mal einen unterklassigen Verein oder eine U-Mannschaft. Das wird seine Gründe haben und die liegen sicher nicht darin, dass er ein so begnadeter Trainer und/oder „Feuerwehrmann“ ist. Wahrscheinlich eher in einem veralteten Konzept und veralteten Trainigsmethoden.

      Den Namen Neururer kann man also genauso gut in den Ring werfen wie die Namen Ribbek, Rehhagel, Schlappner, Middendorp, Stielike oder ander Granden des deutschen Fußballs. Das ist kein Zeichen für Fußballsachverstand… sondern ein Zeichen für Hoffnung und Träumerei. Dann kann ich aber auch genauso gut mit Herrn Ruthenbeck träumen und hoffen. Ein Fehler war Ruthenbeck also nicht. Schon gar nicht, wenn die Alternative Neururer heißt.

  5. walter berg
    walter berg says:

    stimmt peter ist kein wunderheiler-aber ich denke er hätte es besser gemacht als ruthenbeck.peter ist ein motivator,der eine truppe heiss macht und antreibt. ruthenbeck und auch stöger waren doch nur schlafmützen am spielfeldrand. mit sicherheit kann ich es nicht sagen dass neururer es geschafft hätte. ist kaffeesatzleserei. und das die lusche ruthenbeck ein fehlgriff war sieht man daran dass der fc in gefeuert hat nach der saison. neururer ist jemand,der die mannschaft und auch das publikum mitreisst und putscht. und mit glück hätte er auch wieder getanzt :)

    • Boom77
      Boom77 says:

      Träumen darf ja erlaubt sein. Er hatte aber oft genug keinen Grund zum Tanzen. Und wenn ich einen als „Lusche“ bezeichne, dann doch jemanden, der mit Tradtitios-Clubs wie Offenbach und Düsseldorf (ja, auch die haben Tradition, auch wenn es mir schwer über die Lippen geht) aus der 2. Liga abgestoegen ist.

      Zwar ist auch Ruthenbeck aus der 2. Liga abgestiegen. Aber der VfR Aalen ist auch nicht gerade eine Fußballmacht. Selbst nicht in der 2. Liga.

    • Stefan Schmitz
      Stefan Schmitz says:

      „stimmt peter ist kein wunderheiler-aber ich denke er hätte es besser gemacht als ruthenbeck.peter ist ein motivator,der eine truppe heiss macht und antreibt.“

      Ja das konnte er. Aber das reicht nicht! Es hat schon damals selten gereicht.
      Ruthenbeck hat die 3 Siege am Stück zur Jahreswende auch hauptsächlich über die Motivation geschafft. Spielerisch hat er die Jungs nicht weiterbringen können. Aber er hatte einen Vorteil, er kannte sich im Jugendbereich des FC’s aus. Spieler wie Bisseck, Risa u Führich waren für ihn keine Nobodys. Das war ein klares Argument für ihn, er hat nur leider nichts draus gemacht.

      Ruthenbeck als Lusche zu bezeichnen und statt dessen einen Neuruhrer zu nennen ist nichts anderes als die Pest zu verteufeln und dann die Cholera zu fordern.

      Wir hatten bei Stögers Abgang 3 PUNKTE auf dem Konto. Wer tut sich sowas an? Wer geht in so einer Situation das Risiko ein seinen Namen nachhaltig zu beschädigen? Keine Sau! Ruthenbeck war bestimmt nicht die erste Wahl, aber so ziemlich die einzigste.

  6. OlliW
    OlliW says:

    Können wir uns dann bitte darauf einigen, dass die Fehler, die nun doch mal wieder zum Absturz geführt haben, vielfältig und multikausal sind? Es ist nicht an einzelnen Spielern festzumachen und schon gar nicht daran, dass Ruthenbeck ein Totalausfall gewesen wäre!
    Im August hatte keiner damit gerechnet, dass der FC wieder in der oberen Hälfte landet, in Europa die K.O.-Phase erreicht und 2018 noch im DFB-Pokal spielt. Ich jedenfalls nicht. Ich bin davon ausgegangen, dass es unter den damals gegebenen Umständen (ohne Modeste, kein Ersatz für ihn, auch keine Verstärkung in Sturm generell, im Mittelfeld oder den Außen, einem müde und schlapp wirkenden Stöger und einem selbstgefälligen Schmadtke, der EU-Belastung etc.) für mehr als Platz 12 bis 15 reicht. Mein Tipp war Platz 14. damals, ohnehin.
    Dann kamen die Verletzungen und das Pech und die VAR-Entscheidungen noch obendrauf, und so ging es eben noch weiter runter. Aus meiner miesen Erwartung ist noch was mieseres geworden. Mit Pizza, Rithenbeck und Veh wurde das beste im Herbst noch draus gemacht. Es kam zumindest etwas Neues rein, mehr Schwung und andere Ansprache. Leider ist es aus irgendwelchen Gründen wieder verpufft.
    Das einzig wirklich ärgerliche ist allerdings, dass es am Ende an zwei, drei Spielen gescheitert ist, die ohne Not verloren wurden und verdient hätten gewinnen werden können. 6 bis 9 verdammte Punkte in 34 Spielen mehr, und wir wären mit einem fetten blauen Auge drin geblieben.

    • OlliW
      OlliW says:

      Nachtrag:
      Ganz zu schweigen davon, dass zum schwach aufgestellten und angeschlagenen FC noch (im Gegensatz zur Vorsaison) sich die üblichen Verdächtigen wieder stärker präsentieren und sich dazu noch Teams auf „Augenhöhe“ wie Frankfurt, Werder, Hertha, Augsburg, H96, Stuttgart unerwartet stabil und stark zeigen und ihre „Hausaufgaben“ in Sachen Verstärkungen im Kader in Sachen BuLi-tauglichkeit offenbar allesamt gemacht haben.

    • Boom77
      Boom77 says:

      Ich bleibe dabei. Am Ende war es die Mannschaft. Sie stand auf dem Platz und mit Sicherheit hat Ihnen keiner gesagt, trefft das Tor nicht, lasst mal große Lücken in der Abwehr, lauft schön neben euren Gegenspielern her, lasst sie ruhig Flanken, steht ja im 16er nicht nah beim Angreifer und was ihr auf gar keinen Fall machen dürft, den Gegner im Mittelfeld attackieren… lasst den ruhig bis an die Grundlinie oder in den 16er laufen etc.

      Wir können jetzt viel diskutieren, was die Gründe waren, warum wir die Mannschaft so auf dem Platz sehen durften/mussten. Am Ende standen immer 11 Spieler auf dem Platz von denen hätte viel mehr kommen müssen, es aber leider nicht kam.

      • OlliW
        OlliW says:

        Ja, das ist so! Es wäre mehr drin gewesen, bei halbwegs normal gespielten Spielen mit normaler Grundeinstellung. Man konnte aber fast greifen, dass es nicht viel wird diese Saison. Siehe Thema Kader und diese komische Übermüdung und Übersättigung und Unfittness…

        Hach, zum Mäusemelken!!!

    • Stefan Schmitz
      Stefan Schmitz says:

      Wie auch immer. Wir müssen wohl langsam anfangen loszulassen.
      Gott sei Dank ist bald WM. Dann können wir uns endlich über andere Dinge aufregen u/o freuen. Danach werden wir sehen wie es weitergeht. Ich bin die Nachbewertung auch langsam leid. Wir können und müssen jetzt nach vorne sehen.

  7. NICK
    NICK says:

    Mit diesem Abstieg kann und darf man natürlich nicht zufrieden sein, jedoch irgendwie bin ich auch dankbar für die Saison. Zum einen hab ich meinen Effzeh endlich mal bewusst europäisch spielen sehen. Wir haben in London evt. den besten Auswärtssupport aller Zeiten hingelegt, die Tour nach Belgrad war auch ein Erlebnis…zum anderen hat diese Saison auch alle rosa Wölkchen zur Seite geschoben und offen gelegt, was unter der glänzenden Oberfläche nicht stimmt – evt. zerstrittenes Präsidium, ganz sicher zerstrittenes Verhältnis zwischen Sportdirektor und Trainer, zerstrittenes Trainerteam, Profimannschaft ohne Führungsspieler…usw. Jetzt sind wohl die meisten Probleme erkannt, noch nicht behoben, aber sie können angegangen werden…von daher muss jetzt das reinigende Gewitter über uns drüber gehen und dann kommt auch wieder Sonnenschein…dass das Wunder schwer zu schaffen ist, war ja klar, sonst wärs kein Wunder. Das es aber mehr als möglich war und trotzdem nicht am Schopf gepackt wurde ist trotzdem traurig…Die Leiche hat eben nur an den Deckel geklopft, sie hätte ihn durchschlagen müssen…

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