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Dank Schaub und Terodde: Harmloser FC gewinnt in Sandhausen


Der 1. FC Köln hat am sechsten Spieltag der Zweiten Liga den vierten Sieg eingefahren. In einer Partie ohne viele Höhepunkte setzte sich der Effzeh auch dank eines Traumtores von Louis Schaub mit 2:0 (1:0) beim SV Sandhausen durch und kletterte zumindest für eine Nacht zurück an die Tabellenspitze.

Aus Sandhausen berichtet Marc L. Merten

Es sollte ein gefühltes Heimspiel werden. Nach Sandhausen reisten über 4000 Fans des 1. FC Köln, um am Freitagabend bei ungemütlichem Wetter und ungemütlichem Gegner die Wiedergutmachung für die 3:5-Schlappe gegen den SC Paderborn zu sehen. Der Effzeh wollte beim Vorletzten der Zweiten Liga sofort wieder zurück in die Erfolgsspur finden und defensiv stabiler agieren als zuletzt. Dafür nahm Trainer Markus Anfang mehrere Änderungen vor.

Ausgangslage

Jonas Hector fehlte gesperrt. Der Nationalspieler musste wegen seiner Gelb-Roten Karte aus der Vorwoche zusehen. Ihn ersetzte Markus Anfang wie erwartet durch Jannes Horn auf der Position des Linksverteidigers. Bei dieser Änderung blieb es aber nicht. Während Serhou Guirassy Horns Position im linken Mittelfeld übernahm, brachte der FC-Coach zwei neue Verteidiger. Der zuletzt angeschlagene Marcel Risse ersetzte Matthias Bader als Rechtsverteidiger, der gegen den SC Paderborn ein nervöses Pflichtspieldebüt gezeigt hatte. Auch Lasse Sobiech stand in der Startelf. Dafür musste Jorge Meré auf der Bank Platz nehmen.

Moment des Spiels

Es lief die 45. Spielminute. Schiedsrichter Patrick Ittrich sah schon auf seine Uhr, als Louis Schaub mit einem Traumtor die an Höhepunkten ansonsten arme erste Halbzeit vergessen machte. Serhou Guirassy hatte einen Zweikampf gewonnen, verschaffte sich mit einem Übersteiger Platz und brachte eine punktgenaue Flanke auf Schaub. Der Österreicher nahm den Ball mit der Brust an und vollendete mit einem Schienbein-Seitfallzieher in den rechten Torwinkel. Sein erstes Ligator für den Effzeh war nicht nur besonders schön, er brachte den ansonsten ideenlosen FC auch auf die Siegerstraße.

Die wichtigsten Szenen

In der ersten Hälfte bot die Partie das immer gleiche Bild: Köln kontrollierte das Spiel zwar halbwegs, fand gegen gut organisierte Gastgeber aber überhaupt kein Mittel. Sandhausen lauerte auf Ballverluste des Effzeh, um im eigenen Stadion zu kontern. Für Stimmung sorgten lediglich die mitgereisten FC-Fans, die ihre Mannschaft lautstark anfeuerten. Nennenswerte Torchancen konnte sich aber keines der Teams herausspielen. Bis zur 45. Minute. Marco Höger gewann im Zentrum einen Zweikampf, nahm den Kopf hoch und suchte Guirassy auf die linke Seite. Dessen Pass konnte Sandhausens Philipp Klingmann zwar abfangen, doch Guirassy setzte nach und gewann den Ball zurück. Der Franzose verschaffte sich mit einem Übersteiger etwas Platz und flankte ins Zentrum. Dort hatte sich Schaub von seinen Bewachern gelöst, nahm den Ball mit der Brust an, um ihm noch in der Luft mit dem zweiten Kontakt im rechten Winkel unterzubringen.

Auch im zweiten Durchgang änderte sich nur wenig am Spielgeschehen. Der FC nun aber etwas sicherer im Spielaufbau und so mit weniger Angriffsfläche in der Defensive. In der 55. Minute griff Köln sehenswert an und Simon Terodde bekam seine ersten Torchance, doch der Schuss wurde zur Ecke abgewehrt. Ein Eckball mit Folgen, denn Schaub brachte den Ball zielgenau an den ersten Pfosten, wo sich Terodde am höchsten schraubte und am vorbeifliegenden Sandhausen-Keeper Niklas Lomb zum 2:0 einköpfte. Mit seinem achten Liga-Tor sorgte der Angreifer für die Vorentscheidung. In der Folge stemmte sich Sandhausen zwar gegen die drohende Niederlage, Torchancen konnten sich die Gastgeber aber nicht mehr herausspielen.

Fazit

Zum Freuen: Defensiv stand Köln deutlich besser und spielte zum zweiten Mal in der Liga zu Null.

Zum Ärgern: Im Angriff präsentierte sich der Effzeh ohne Kreativität und fehlerhaft.

Mann des Tages: Louis Schaub. Per Traumtor brachte er seine Mannschaft auf die Siegerstraße.

Aufstellung

Horn – Risse, Sobiech, Czichos, Horn – Höger, Clemens (70. Özcan), Schaub, Drexler (88. Koziello), Guirassy – Terodde (80. Cordoba)

Tore

0:1 Schaub (45.)
0:2 Terodde (55.)

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