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Fithalten bei der U21: Modeste trainiert beim FC!

Überraschung am Geißbockheim: Anthony Modeste hat am Mittwoch das Training beim 1. FC Köln aufgenommen – allerdings bei der U21. Der ehemalige Stürmer der Geissböcke hält sich bei den Jung-Geissböcken fit, bis seine Vertragssituation in China geklärt ist.

Köln – In langer Unterhose und gelben Schuhen betrat Anthony Modeste am Mittwoch den Trainingsplatz am Geißbockheim. Doch nicht Platz eins, wo er zwei Jahre lang mit den Profis trainiert hatte, sondern im Nachwuchsbereich, wo die U21 von Trainer Markus Daun trainiert.

Wie der FC am Mittwoch bestätigte, „trainiert Anthony Modeste ab heute mit der FC-U21“. Sportchef Armin Veh erklärte dies mit den Worten: „Anthony ist ein verdienter Spieler hier beim FC. Er hat uns gefragt, ob er sich bei uns fit halten darf, da er mit seiner Familie in Köln lebt. Das machen wir natürlich.“

Ist das der erste Schritt zurück zum FC? Wohl (noch) nicht. Modeste hat seinen Vertrag beim chinesischen Klub Tianjin Quanjian gekündigt, weil er der Überzeugung ist, die Chinesen hätten ihn nicht vollständig bezahlt. Die Vertragssituation ist aber unklar. Die FIFA soll sich dem Fall des Franzosen nun annehmen. Bis dahin will Modeste aber nicht nach China zurückkehren, sondern bei seiner Familie in Köln weilen. Nun trainiert er zunächst beim FC mit. Für wie lange, ist nicht bekannt.

16 Kommentare
  1. Karl Heinz Lenz says:

    Das ist eine richtige Kölner Seifenoper, wie sie auch im Hänneschen-Theater mit allem drum und dran aufgeführt werden könnte: Der Held verlässt, von den Chefs der Domstadt unverstanden und schlecht behandelt, die eigentliche Heimat, um im Land des Lächelns zur Ruhe zu kommen und die Liebe zu finden. Aber das Herz ist stärker und führt ihn die lieblichen Grünanlagen zurück, in denen er früher für seine Kunst Tag für Tag fleißig übte. Aber immer noch nicht recht anerkannt darf er sich nur auf den Plätzen abseits der eigentlichen Bühne aufhalten. Die Wende kommt, als ein vierbeiniges Tier mit zwei Hörner ihn in seinem Abseits erblickt und sich dem Helden als gute Fee offenbart. Die Chefs der Heimat unseres Helden werden durch einen Zauber der Fee ruhiggestellt und der Nachfolger unseres Helden, ein gewisser Zertrottel, der dem Volk zu langweilig ist, muss gehen und ins kalte Russland weichen. Die Zwerglein, die täglich um jene Übungsplätze herumstehen, flüstern der Fee ein, auch noch den Prinzen Lukas und den Bauer Nova dazu zu holen. Über diese Drei freut sich das Volk sehr. Endlich Schluss mit der Langeweile! Da aber entbrennt unter den Dreien ein Streit, wer denn nun wirklich der Prinz sein soll. Und wieder muss einer von ihnen weichen, diesesmal in ein Land, in dem ein gewisser Prump herrscht. Aber auch dort wird unser nun neuer Held nicht glücklich und Zwerglein, Fee und Volk finden sowieso …

      • NICK says:

        Du solltest lieber bei der sachlichen Schreibweise bleiben…was ist den jetzt der Sinn der Geschichte, die Deine Sicht wieder spiegelt? „Rückholaktionen sind meist zum Scheitern verurteilt“ – dem schließe ich mich an. Für das Geld was Modeste als Jahres-Gehalt fordert, können wir einen Spieler kaufen und den noch 2 Jahre bezahlen…Auch für die Entwicklung einer neuen Mannschaft wäre diese Rückholaktion nicht förderlich. Poldi sollte man nach Japan aber noch ein Jahr schenken.

        • Karl Heinz Lenz says:

          Das kleine Märchen sollte nur ein Spaß sein. Ich mag Märchen gern.

          Wobei es uns Kölnern ja schon wichtig ist, gut unterhalten zu werden. Armin Veh hat es sicherlich auch deshalb in Köln nicht immer leicht, weil ihm das Charming zum Beispiel des Wieners Stöger und des Rheinländers Schmadtke fehlt. Stöger und Schmadtke hatten zwar auch ihre Schattenseiten, aber langweilig waren beide nicht, Armin Veh eher schon. Ähnlich bei Lukas, dessen spielerische Entwicklung irgendwann einmal stehengeblieben ist und der auch nach seiner Rückkehr aus München für den FC sportlich nichts wirklich Wichtiges mehr geleistet hat, der wegen seiner Persönlichkeit und seiner Ausstrahlung aber (zurecht) geliebt wird. Der ehrliche Arbeiter Terodde schießt die Kugel zwar immer ins Viereckige, tut aber als braver und höflicher Mensch ansonsten für unsere Unterhaltung wenig und langweilt uns deshalb. Modeste hatte eben beides. Er war beim FC ein großartiger Fußballer, auch sehr mannschaftsdienlich, und dazu noch ein wirklicher Entertainer. Und das ist für uns Kölner sehr wichtig. Wir Kölner hätten Stöger wegen seiner Beliebtheit auch noch bis zum Ende der letzten Saison ertragen, wenn der Vorstand – der dafür von fast allen verdammt worden ist – ihn nicht (zu spät) entlassen hätte.

          Wenn also in diesem kleinen Märchen ein Sinn stecken sollte, dann dieser.

          Mit all dem anderen, was du schreibst, bin ich voll einverstanden.

  2. Huey L. says:

    Ich sehe das ganze etwas pragmatischer. Sollte er tatsächlich wieder Spieler des 1. FC Köln werde -was ich nicht glaube- hätten wir auf alle Fälle jemanden im Kader, der seine Erstligatauglichkeit schon nachgewiesen hat und der auch noch 2-3 Jahre in der ersten Liga spielen kann -orientieren wir uns an Pizarro, dem ich zu seinem heutigen 40. Geburtstag gratuliere, sogar noch 10 Jahre ;-).
    Diese Erstligatauglichkeit müssen viele in unserem derzeitigen Kader erst noch erbringen. Wir haben einen sehr guten Kader für die 2. Liga, der den Aufstieg schaffen kann/wird. Allerdings haben wir auch einen unter anderem sehr langsamen und in einigen Mannschaftsteilen sehr unausgeglichenen Kader. Die Innenverteidiger der 1. Liga werden unsere Stürmer nicht so oft treffen lassen, unsere Defizite/Fehler in der Abwehr werden deutlich konsequenter bestraft werden. Ich befürchte, dass wir uns nicht lange mit dem derzeitigen Kader in der 1. Liga halten werden und die Murmeltierjahre erneut beginnen, sollte es im Sommer nicht deutliche Verbesserungen geben.
    Wenn Modeste zudem „ablösefrei“ anheuert, hat der FC ein super Geschäft gemacht. 35 Millionen, mit denen Schmadke, Stöger, Bade, Kugel… abgefunden wurden, der Rest fließt dann in Modestes Gehalt, der sich somit selbst finanziert hätte;-)
    Dritter Nebeneffekt: Endlich hätte mal wieder jemand aus der U21 den Sprung in die erste Mannschaft geschafft… ;-), denn leider wird die 2. Liga auch nicht ausreichend genug als Möglichkeit genutzt, Talente zu testen, bzw. ihnen die dringend notwendige Spielpraxis zu geben, um sie zu fördern/aufzubauen.

  3. Ulrich Treimer says:

    Wenn Modeste tatsächlich ablösefrei zu haben sein wird, dann wird er mit Sicherheit wieder bei uns spielen. Wo denn sonst? Für TOP-Vereine ist er zu alt, sein Herz hängt an Köln und normal bezahlen können wir ihn auch.

  4. Karl Heinz Lenz says:

    Ich würde nicht sagen, dass Rückholaktionen immer und grundsätzlich falsch sind. Es gibt ja neben den bekannten Beispielen, wo das nicht oder nicht so richtig geklappt hat (so beim BVB mit Götze, Kagawa und Sahin) auch andere Fälle, wo es gut ging (zum Beispiel beim FC mit Simon Terodde). Angenommen, eine Rückkehr zum FC würde für Anthony Modeste in Betracht kommen, dann müssten die FC-Verantwortlichen sehr kritisch prüfen ob das Sinn macht. Wie ist der gesundheitliche und Fitnesszustand von Anthony? Wir wissen nicht, was in China mit ihm los war. Macht er den Eindruck, sich in der Mannschaft integrieren zu wollen oder beansprucht er eine King-Rolle ? Will er in Köln leistungsmäßig sich wieder voll reinhängen oder sieht er seine Wiederkehr als Möglichkeit, die Karriere ruhig ausklingen zu lassen und das Ganze auf einer Pobacke abzusitzen? Würde sein Vertrag das ganze Gehaltsgefüge der Mannschaft sprengen und somit den Zusammenhalt gefährden? All das können nur Veh und Anfang im direkten Kontakt herauskriegen. Früher war es einmal so, dass der FC gerne „große Namen“, die schon ein wenig angegilbt waren, überteuert eingekauft hat. Das sollte sich heute nicht mehr wiederholen. Wenn Anthony aber bei diesem kritischen Check durch Veh und Anfang positiv abschneiden würde, hätte ich absolut nichts gegen eine Verpflichtung von Anthony – wenn das denn rechtlich überhaupt geht. Auch müsste der FC sich darüber klar sein, dass die Medien bei einer Verpflichtung von Anthony nur ein Thema kennen: Anthony Modeste, von montags bis sonntags, das ganze Jahr lang. Das kann für eine Mannschaft schwierig werden. Zumal denn, wenn Antony mal oder häufiger auf der Bank (oder gar der Tribüne) sitzen sollte. Das wird ein Dauerfressen für die Medien geben und Markus Anfang und Armin Veh werden dann seitens der Medien nur noch die Frage hören: Was ist los mit Modeste? Gibt es da Schwierigkeiten? Interne Zerwürfnisse? Hat Anfang ein Problem mit ihm? Auch von der Tribüne im Müngersdorfer Stadion wird es in einem solchen Fall dazu ein Echo geben. Also: Die Sache muss beim FC sorgfältig überlegt werden.
    Dass die Mannschaft ganz generell nach einem eventuellen Aufstieg verstärkt werden sollte, das sehe ich auch, Huey. Ich finde unsere jetzigen Jungs zwar klasse, aber wir sollten mit einem absolut konkurrenzfähigen Team in die erste Liga gehen – wenn wir denn überhaupt aufsteigen sollten.
    Von einer Rückholaktion von Lukas Podolski halte ich gar nichts. Sportlich stagniert er seit vielen Jahren. Und er ist kein Führungsspieler, der in der Not der Mannschaft eine Stütze sein kann. Seine Liebe für Köln und den FC in allen Ehren – die ist echt. Aber sportlich wäre er für den FC meinem Gefühl nach eine Belastung. Anthony Modeste ist da von seinem Potential her ein ganz anderes Kaliber. Zumindest war er das in seinen Jahren beim FC.

    • Huey L. says:

      Das mit Podolski sehe ich ähnlich wie sie, obwohl er natürlich von der von Ihnen befürchteten „Modeste Konzertration“ der Medien ablenken würde.
      Poldi würde nur dann Sinn machen, wenn er -wie von Ihnen bei Modeste schon angesprochen- in entsprechender Verfassung wäre. Dies ließe sich hervorragend herausfinden, wenn er am Saisonende, das zufälligerweise fast mit unserem Rückrundenstart zusammenfällt, getestet wird. Allein der Trikotverkauf dürfte sein Jahressalär zumindest in großen Teilen refinanzieren. Entweder übernimmt er dann am Saisonende als erneuter Aufstiegsheld einen Posten beim FC oder er hat sich als Spieler so nachhaltig empfohlen, dass er sich für diese Funktion noch etwas Zeit lässt und den FC zunächst noch in der 1. Liga verstärkt.
      Bei beiden -natürlich rein hypothetischen- Verpflichtungen ist aber das von Ihnen zurecht angesprochene Einwirken auf Mannschaftsstruktur und Gehaltsgefüge nicht unerheblich. Dies richtig abzuwägen und einzuschätzen bleibt aber Aufgabe der „Profis“ in der Geschäftsführung und nicht der Fans.

  5. Susanne Lex says:

    Wie kann man so einen Müll schreiben. Belastung für den FC, zu alt ( wie dumm). Da werden paralen gezogen zu anderen Vereinen. Der junge hat über 40 Tore in zwei Jahren gemacht. Das ist eine „Maschine“ der Mann. Da kommt bei den Kommentaren wieder der Mist von kluengel kein Mut usw auf. Da hat der FC damals den Pizarro geholt und immer 5mi spielen lassen. Heute im Bremen lachen die Leute sich kaputt über den FC. Haben lieber auf Versager gesetzt und abgestiegen. Jetzt können sie, EVENTUELL, einen top torjaeger bekommen, was ich mit 50-50 Chancen bezeichnen würde und der Typ schreibt ne blöde Geschichte. Was ein weichei. Und, keine Ahnung vom Fussballgeschaeft. Ihr männer………

    • Boom77 says:

      Hier wird immer so getan, als wäre Modeste eine große Nummer im Weltfußball. Zumindest werde ich den Eindruck nicht los, wenn ich hier so manche Kommentare über ihn lese oder gelesen habe (z.B. von Frau / Herr Lex, Paul, mal im Ernst und Konsorten).

      Sicherlich war er für unsere Verhältnisse in den letzten zwei Jahren eine große Nummer. 40 Tore in zwei Jahren, das kann man nicht unbeachtet lassen und war eine erstklassige Leistung.

      ABER: Dieser Leistung hat er auch erst gebracht, nachdem er seinen 28. Geburtstag feierte und schon einige Jahre im Profifußball hinter sich hatte. Was war zuvor? Wieviele Titel hat Modeste gewonnen? Wieviele Spiele in der Nationalmannschaft hat er absolviert? Wie war sein Standing in Vereinen vor dem FC (z.B. Hoffenheim). Und bitte fragt euch mal ernsthaft, kannte einer von euch Modeste bevor er zu Hoffenheim und damit in die Bundeslliga wechselte?…. Wenn wir ehrlich sind, kannten 80 % der Leute hier Modeste nicht einmal in dem Zeitpunkt, als ihn der FC von Hoffenheim verpflichtet hat.

      Also keine Frage…. Modeste war bei uns ein super Spieler, der uns viel gegeben und gebracht hat. Aber DIE große Nummer, die den Verein perspektivisch weiter bringt, ist er auch nicht. Man könnte glatt meinen, er wäre in einem Atemzug mit Pele, Cruyff, Maradona, Ronaldinho, Iniesta, Cristiano Ronaldo, Messi etc. zu nennen, wenn man manche Kommentare hier liest…. Das ist er sicher nicht.

      • Karl Heinz Lenz says:

        Ja, bei Modeste gibt es natürlich auch Fragezeichen, was sein Verhalten zu seinen jeweiligen Vereinen angeht. Beim FC hat er zweimal am Saison-Ende eine „Show“ abgezogen, um finanziell angehoben zu werden. Nach seinem Wechsel nach China hat man gehört, dass es mit ihm zuvor in Hoffenheim ähnliche Probleme gab. In China liegt er ebenfalls im seinem Verein im Clinch und sitzt nun trotz oder ohne Vertrag – wer weiß es? – in Köln bei seiner Frau die Zeit ab. In dieser Hinsicht ist er schon ein Problemspieler. Von daher bleibt eine eventuelle Verpflichtung trotz aller sportlichen Klasse ein Risiko.

        • Boom77 says:

          Sein Verhalten beim FC war, was sein Gehalt angeht, sicherlich auch nicht astrein und zeigte, dass er den Geißbock nicht wirklich im Herzen trägt, sondern es ihm ausschließlich um sich selbst geht. Das nehme ich ihm aber gar nicht übel. Denn er ist Franzose, nicht in Deutschland oder gar in Köln geboren oder aufgewachsen. Da mag ich ihm nachsehen, dass er den FC hauptsächlich als Verdienstmöglichkeit ansieht. Ob man sich dieses Verhalten als Verein dauerhaft gefallen lassen muss und jetzt so einfach darüber hinweg sehen kann, steht auf einem anderen Blatt.

          Mir ging es aber auch mehr um seine Leistungen. Zweifellos hatte er in seinen zwei Jahren bei uns herausragende Leistungen gezeigt. Aber das waren die Jahre seines Sportlerlebens. Davor lief er unter ferner liefen. Keiner oder kaum jemand kannte ihn. Er ist in seinen Vereinen zuvor jetzt nicht gerade als der „Topstürmer“ aufgefallen. Auch in Hoffenheim nicht. Sonst hätte er sich da durchgesetzt und wäre gar nicht erst zu uns gekommen. Vor diesem Hintergrund gibt es auch keine Garantie, dass sein Lauf – wäre er geblieben – bei uns angehalten hätte oder er jetzt wieder mit 15 + bei uns einschlagen würde. Sieht man sich die Karriere von Modeste insgesamt – und nicht nur seine beiden Jahre bei uns isoliert – an, ist er ein ordentlicher oder auch „normaler“ Profistürmer, der hin und wieder Micke Mouse-Shorts trägt. Mehr aber auch nicht. Keinesfalls herausragend. Das meinte ich. Die Leute sollen jetzt mal nicht so tun, als wäre er einer der besten Stürmer auf Gottes Erden.

  6. Ostfriesenhennes says:

    Zoller und Sörensen werden den Verein im Winter verlassen, gehe ich mal von aus! Modeste, falls er für lau zu haben ist, sofort nehmen, wäre ein Vorgriff auf den Sommer, denn eins ist klar, für Liga 1 muß dann für vorne noch nachgelegt werden und wohl nicht nur da, ist aber ein anderes Thema! Erstmal aufsteigen!

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