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Pokal-Elf: Bringt Anfang diesmal Cordoba für Terodde?

Der 1. FC Köln erwartet den FC Schalke 04 zur Zweitrunden-Partie im DFB-Pokal. Die Geissböcke wollen gegen die in der Bundesliga schwächelnden Königsblauen die Überraschung schaffen. Markus Anfang stehen bis auf die länger verletzten Spieler alle FC-Profis zur Verfügung. Dreht er in der Sturmspitze den Spieß im Vergleich zur Erstrunden-Partie um?

Köln – Keine Rotation, so viel dürfte mit Blick auf die Startformation des 1. FC Köln klar sein. Erstens, weil die Geissböcke durcheinander gewürfelt weniger Sicherheit hätten. Zweitens, weil das folgende Duell beim Hamburger SV am kommenden Montag weit genug weg ist, um keine Kräfte für die Liga schonen zu müssen. Anfang wird also jene Formation aufbieten, die er gegen Schalke für die stärkste hält.

Cordoba für Terodde?

Einzig in der Sturmspitze könnte er, wie schon in der ersten Runde in Berlin, einen Wechsel vornehmen. Jhon Cordoba trainierte zuletzt gut, bot sich mit engagierten Leistungen als Joker an. Simon Terodde dagegen hatte zwar von der ersten Pokalrunde immens profitiert, vier Tore erzielt und seinen großen Lauf begonnen. Dieser war zuletzt (abgesehen vom Elfmeter-Tor in Kiel) aber gerissen. Drei Partien ohne Tor aus dem Spiel heraus für Terodde, Cordoba dagegen spielte zwar in den letzten sieben Spielen nie mehr als eine Viertelstunde, konnte aber immerhin zweimal treffen und sich jeweils in den Testspielen in den Länderspielpausen in die Torschützenliste eintragen. Der Kolumbianer könnte also gegen Schalke die Chance bekommen, sich von Beginn an zu zeigen.

Darüber hinaus stehen Anfang auf einigen Positionen mehrere Alternativen zur Verfügung. Es wird darauf ankommen, wie der FC sein Spiel ausrichten will. Serhou Guirassy, Dominick Drexler oder Jannes Horn auf der linken Außenbahn? Marcel Risse oder Louis Schaub auf rechts? Jonas Hector hinter links oder zusätzlich zu Marco Höger im zentralen Mittelfeld? Salih Özcan, der nach seiner Verletzung gegen Heidenheim wieder fit ist, wäre auch eine Option. Dagegen dürften Benno Schmitz, Jorge Meré und Rafael Czichos in der Abwehr gesetzt sein.

Anfang verwies am Tag vor der Partie auf die hohe Qualität in der Schalker Offensive, sodass ein zweiter, etwas defensiver denkender zentraler Mittelfeldspieler (Hector oder Özcan) wahrscheinlich ist. Allerdings hat sich Schalke mit gerade einmal fünf erzielten Toren in neun Bundesliga-Spielen bislang noch nicht als die gefährliche Mannschaft herausgestellt, die sie in der Vorsaison war. Und so könnte der FC auch dazu verleitet sein, sein Glück selbst in der Offensive zu suchen.

So könnte der FC spielen: T. Horn – Schmitz, Meré, Czichos, Hector – Höger – Risse, Schaub, Drexler, Guirassy – Cordoba

9 Kommentare
  1. Jhen says:

    Eben, dass diese 3 in der Viererkette gesetzt sein sollen verstehe ich nicht. Auch dass über „the lame duck“ Höger überhaupt noch diskutiert wird, ich bin mal gespannt wie lange es dauert bis er dieses mal die gelbe Karte erhält, danach wird von ihm wieder nichts mehr zu sehen sein.

  2. Ottla says:

    Tatsächlich muss der FC im Winter bzw. spätestens im Sommer auf der 6 einen für sein Niveau-Level überragenden Transfer machen, der direkt sitzt. So wie der Transfer von Schaub, der direkt gesessen hat! Die 6 ist DIE elementare Schwachstelle (neben dem offensiven LV – beim RV sollten wir jetzt Schmitz Zeit geben). Dass der Höger diese im modernen (Anfang)-Fussball immer anspruchsvoller werdende Position vom Kopf und der Dynamik nicht zur vollen Zufriedenheit abdecken kann, habe ich hier schon weit vor der Saison immer wieder gesagt. Dass der Nartey soweit weg ist von der ersten Elf, ist schade – wir müssen uns beim ihm wohl davon verabschieden, dass das nochmal was wird…

  3. Karl Heinz Lenz says:

    Es ist nicht gut, Terodde jetzt die Minuten vorzurechnen, in denen er „nur“ ein Elfmetertor, aber keines aus dem Spiel heraus geschossen hat. So kann man einen Torjäger auch kapputreden. Ein Torjäger muss spielen, spielen, spielen und dazu die Rückendeckung des Trainers deutlich spüren – und der Fans. Auf einem anderen Blatt steht die Frage, ob mit Guirassy oder Cordoba noch ein zweiter Stürmer rein sollte. Ansonsten: Finger weg von Terodde. Lasst den Jungen in Ruhe. Die dauernde Meckerei, er sei für einen Weltklub wie den FC nicht gut genug, reicht langsam, finde ich. Auch wenn der Vorsitzende unseres Mitgliederrates es anders sieht.

  4. Georgios Piperopoulos says:

    Der soll einfach eine zweite Spitze rein tun neben Terrode man man auch auf seine System was ändern …wenn das in der zweite Liga nicht funktioniert dann bestimmt nicht gegen Schalke…wenn ein System nicht klappt sollten man Gedanken machen was zu ändern…der Anfang erinnert mich an sollbacken der hatt auch fest an seine Spiel System gehalten und ist komplett in die Hose gegangen…also mit den Trainer werden wir in erste Liga nicht lange bleiben..

  5. OlliW says:

    Von den Vorzeichen und der jahrelangen Erfahrung her müsste eigentlich klar sein, dass es völlig egal ist, wer aufläuft. Der FC wird sich in jeder Konstellation die Zähne an der Defensiv-Mauer von S04 ausbeißen und entweder durch einen Standard oder einen gut ausgespielten/schlecht verteidigten Konter mit 0:1 verlieren. Zum Bild würde auch passen, dass Mark „der FC ist mein Herzensclub“-Uth diesen entscheidenden Treffer besorgt.
    Ich bin zufrieden, wenn man dem FC am Ende in Sachen Kampf und Versuchen am Ende nichts vorwerfen kann.
    (Was nicht heißt, dass es hier trotzdem keine Kritik hageln wird, weil Anfang es angeblich nicht kann und einen Punkte-Garant wie Sörensen nicht aufgestellt hat ;-))

  6. Joss says:

    So ein Unfug! Ohne dabei die Leistungen von Cordoba zu schmälern oder zu kritisieren: Es geht hierbei um das Thema der Doppelspitze. Egal in welcher Konstellation auch immer – alle Stürmer beim FC harmonieren zusammen im Zentrum gut – und ich spreche hier von Cordoba, Terodde und Guirassy. Zoller lasse ich bewusst außen vor weil der mich sportlich gesehen absolut nicht überzeugt. Eine Doppelspitze wäre mit Sicherheit langfristig sehr durchschlagskräftig und erfolgreich.

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