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Kommentar: Armin Veh wird immer ein Trainer bleiben

Als der 1. FC Köln im Herbst 2017 einen neuen Geschäftsführer suchte, suchte er parallel auch einen neuen Trainer. Man entschied sich für Armin Veh – aber nicht als Trainer, sondern als Sportchef. Damit holten die Verantwortlichen ganz bewusst einen Mann, der auch als Manager wie ein Trainer denken würde. Das wird dieser Tage wieder deutlich.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Als der 1. FC Köln erstmals bei Armin Veh anrief, um über ein mögliches Engagement zu sprechen, fragten die Geissböcke nicht sofort mit der Intention an, den 57-Jährigen als neuen Manager und Nachfolger für Jörg Schmadtke zu verpflichten. Veh galt zunächst als Kandidat für den Trainerposten. Bestätigt hat Veh dies bis heute ganz bewusst nie, darauf angesprochen, bezeichnete er die Frage lediglich lächelnd als „klug“ – und umging sie mit dem Hinweis, nie mehr Trainer sein zu wollen.

Nun sitzt im Büro des Geschäftsführers Sport beim 1. FC Köln ein Mann, der zwar nie wieder Trainer sein will, der aber über so viel Trainererfahrung verfügt wie kaum ein anderer aktiver Verantwortlicher im deutschen Profi-Fußball. Ob diese Erfahrung ihn auch zu einem guten Manager macht, wird sich beim Effzeh erst herausstellen müssen. Aktuell kristallisiert sich lediglich heraus, dass Veh tatsächlich noch immer wie ein Trainer denkt.

Der Kader gibt das System vor – nicht umgekehrt

Schon in der vergangenen Rückrunde hatte sich dies gezeigt, als Veh zunächst auf der Tribüne Platz nahm, dann aber doch zu Stefan Ruthenbeck auf die Bank zog. Aussagen auf Pressekonferenzen wie jene, Veh hätte selbst stets anders aufgestellt als Ruthenbeck, trugen nicht gerade dazu bei, den Interimscoach in dessen Autorität zu stützen. Zur neuen Saison überließ Veh dann die Bank dem neuen Trainerteam um Markus Anfang. Ganz nach dem Motto: Wer nicht mehr Trainer, sondern Geschäftsführer Sport sein will, muss sich dort aufhalten, wo man ihn erwartet: auf der Tribüne. Den Platz auf der Bank hat er Frank Aehlig überlassen.

Von der Tribüne aus sieht Veh nun seit Wochen einer Kölner Mannschaft zu, die er inzwischen als die seine bezeichnet und nach seinen Vorstellungen umgebaut hat. Nur bedingt nach Anfangs Vorstellungen, wohlgemerkt, sonst hätte der FC im Sommer einen echten Linksaußen verpflichtet, der zum geplanten 4-1-4-1 gepasst hätte. Und dass zuletzt auch noch Anthony Modeste statt des Linksaußen hinzu kam, machte deutlich: Veh gibt vor, wie der Kader auszusehen hat. Das ist sein Recht und seine Aufgabe als Geschäftsführer Sport, als Sportchef, als Manager, als jener, der letztlich gesamtverantwortlich für den sportlichen Gang des FC ist. Es bedeutet aber auch, dass Anfang seine Spielidee dem Kader anpassen muss – nicht umgekehrt. So geschehen mit der Umstellung auf das 3-5-2.

Anfang wird sich letztlich fügen müssen

Der Hinweis Vehs nach dem Spiel in Darmstadt, er als Trainer hätte sich über Anthony Modeste gefreut und damit auch keinen weiteren Wunsch mehr zu Weihnachten, klang zudem wie ein Hinweis, dass der 1. FC Köln keine weiteren Transfers mehr im Winter tätigen werde, auch nicht, um doch noch den Linksaußen zu holen, den sich Anfang für sein 4-1-4-1 gewünscht hätte. Das System, mit dem Anfang beim FC angetreten war, ist damit praktisch ad acta gelegt. In Ausnahmefällen bleibt es freilich immer noch eine Option, doch in der Regel wird der FC künftig anders aussehen. Und zwar eher so, wie sich der Trainer Armin Veh das vorgestellt hätte. Der Trainer Veh, der natürlich kein Trainer mehr ist, nicht mehr sein will, und doch in seinem Denken immer einer bleiben wird. Anfang wird sich dem fügen müssen.

38 Kommentare
  1. udo schmidt says:

    Grundsätzlich ist es richtig und gut,daß der Kader das System vorgibt und nicht ein einzelner Trainer.Ich erinnere mich noch gut an Zeiten,als immer wieder neue Trainer kamen und gingen,die immer neue Wunschspieler mitbrachten und forderten.Da war der Kader der reinste „Durchlauferhitzer“ und erst mit der Verpflichtung von Jörg Jakobs und Schmadtke wurde dem ganzen Trubel ein Ende bereitet.Ein Kader sollte immer vom sportlichen Leiter zusammengestellt werden.
    So weit so gut.
    Nun passiert aber gerne der zweite Fehler ,daß man nämlich dem sportlichen Leiter zu viel Macht gibt und vergisst ,ihn zu kontrollieren.Hier ist fußballerischer und wirtschaftlicher Sachverstand gefordert,und wer hat den beim FC?
    Wehrle? ja,wirtschaftlich.
    Spinner?ja,wirtschaftlich.
    Schumacher? wirtschaftlich : nein,sportlich : ein klein wenig
    Ritterbach? ????????
    Mitgliederausschuß: ??????

    Wenn Veh irgendwann wieder mal hinschmeißt weil er sich jegliche Einmischung (= Kontrolle) verbittet stehen wir wieder blank da.

    Borussia Dortmund zeigt gerade wie es gehen muß heutzutage.Keine One Man Show in der Führung eines Vereins sondern ein Team von fachkundigen Beratern hinter Trainer und Mannschaft.Dabei nicht nur Ja Sager und Abnicker sondern auch Querdenker (Sammer). So geht Fußball heute und da hat unser FC noch mächtig Nachholbedürfnis.

  2. Ottla says:

    EXAKT! Das hat meine bescheidene Wenigkeit hier schon mehrmals und ganz deutlich nach der letzten gemeinsamen PK von Veh und Anfang angemerkt – diese PK wurde gerade bei den Dumont-Blättern aber auch hier im GBK lustigerweise als Zeichen der Harmonie verkauft, was Quatsch war. Da fragt man sich wirklich manchmal, was die Schreiber beim KSTA mehr qualifiziert als gute (oder gar bessere) Beobachter, Analysten oder self-made „Fussballtatktiker“ (gut, wahrscheinlich sind sie genau deshalb bei Dumont und nicht bei Spiegel, FAZ oder SZ…) – wirklich KEINER, auch nicht das GBK, hat diese offensichtliche Unwucht zwischen Sportdirektor und Coach schon vor Wochen erkannt, als Ersterer Letzterem in sein System rein-funkte (nach den Paderborn- und Pauli-Spielen), weil alle sofort unruhig wurden; ein bisschen schwach finde ich das, denn immerhin verdienen damit die Genannten ihr tägliches Brot… ich habe schon damals darauf hingewiesen, auch wenn ich natürlich nur ein kleines anonymes Licht in den Kommentarspalten bin, der manchmal aus Leidenschaft was zum FC loswerden muss. Ich finde, dass Veh noch wie ein Trainer denkt, ist ein sehr großes Problem! Ich würde mich nicht wundern, wenn Anfang nach getaner Mission bspw. bei der TSG Hoffenheim anheuert, die seinen Fussballansatz ja schon lange als Ganzes lebt, und nach Nagelsmann jemand passendes braucht. Dort hätte Anfang dann auch ein entsprechendes Umfeld (wie in Kiel), in dem nicht gleich Zeter und Mordio ausbricht, wenn mal 1-2 Spiele etwas schräg laufen (trotz punktemäßig okayer Ausbeute, denn Pauli wurde ja gewonnen und der Punkteschnitt war eigentlich immer okay). Auch das habe ich hier schon oft gesagt: gerade der krasse Unterschied, wie Stöger trotz zukunftslosem Anti-Fussball abgefeiert wurde, nur weil er es der Presse und den Fans mit seiner Art leicht gemacht hat (er hat die Kölner (Presse) durchschaut und wusste, was sie hören wollten), und wie nun Anfang, der wirklich eine Spielidee hat(te), der man Zeit geben müsste, hier gleich weggedisst wird, auch weil er den unfassbar anhnungslosen Presse-Vögeln nicht das Stöger-Wohlfühlprogramm gibt, sondern ihnen immer wieder aufzeigt, dass sie alles immer nur schrecklich vereinfachen, ist ein großes großes Problem! Stichwort: Umfeld! – da hat es dann auch ein Veh leichter, gleich einzugreifen, als wenn das alles mal etwas seriöser betrachtet würde. Diese „Struktur“ befeuert Unruhe von allen Seiten. Meine Konsequenz daraus ist tatsächlich: dem FC würde es mit seinen Möglichkeiten super gut tun, wenn er geführt würde wie ein englischer Großverein, der vieles, was jetzt noch „frei schwingt“ und dabei Chaos bringt, in eigenen Kanälen und Bahnen steuern würde – dann hätten wir langfristigen Erfolg! Die Tatsache, dass sich beim FC immer ALLE wiederfinden und mitreden wollen, wie bei einem Kleingartenverein, ist tatsächlich kontraproduktiv, denn die Presse springt da verständlicherweise auf alle diese gegensätzlichen Strömungen auf, je nachdem mal so mal so, natürlich zwecks Auflage/Klicks. Da wird schon längst mithilfe dieser unsäglichen Online-Abstimmungsbarometern gecheckt, welche Kuh gerade lohnend durchs Dorf getrieben werden kann; es wird also dem Pöbel schmalos nach dem Maul geschrieben, weshalb ich hier fast die Bayern-Kritik an der Presse verstehen kann, denn das ist dann oftmals nicht mehr der „Aufklärung“ verpflichtet sondern ganz im Gegenteil dem Markt angepasster Journalismus. Ja, das gehört in der Analyse alles hierher! – wenn man da mal anfängt richtig drüber nachzudenken. Kurz: die Dummheit der Masse potenziert sich derart und das feuert auf den FC auch strategisch ab, denn das sickert ins Innere des Klubs und beeinflusst sein Handeln. Die Masse ist einfach zu blöd, das muss doch jeder, der Verstand hat, spätestens seit der konzertierten Hoodie-Aktion, mit der der Vorstand aber auch die Ultras (die die Hoodie-Ausgabe ja während der Versammlung als Fake verfrüht ausriefen), die Masse beeinflussen wollten bzw. beeinflusst haben, erkennen! Ich bin für die absolute Vollprofessionalisierung der Strukturen! Isch abe fertig!

    • guido says:

      Ottla,

      ich stimme dir in vielem zu.
      Bei uns fehlen die professionellen Strukturen, das meckere ich ebenfalls schon ewig an.
      Die Problematik Anfang sehe ich aber etwas anders.
      Anfangs Spielidee mag grundsätzlich sogar funktionieren wenn er diese Spielidee auch nach Rückschlägen (die zu erwarten sind) weiterführen darf.
      Aber dafür ist Anfang im falschen Verein.
      Der Effzeh musste schnellstmöglich einen Aufstiegkader zusammen stellen. Und man war nicht bereit Anfang einen Kader mit den passenden Spielertypen, der aber vielleicht erst in 2 Jahren soweit ist, zur Verfügung zu stellen.
      Also wurden erfahrene, für die 2.Liga hochwertige Spieler verpflichtet, die aber nicht zur Spielidee passen.
      Dazu noch 2 Buddy’s von Anfang, fertig!
      Das passt nicht zu Anfangs Fußball, wird aber zum Aufstieg reichen. Veh konnte und wollte (?) nicht 5-6 hochwertige Spieler verpflichten, welche die Qualität für einen Aufstieg hätten und auch in Anfangs Korsett passen z.b.:
      2x sehr Schnelle, Technisch starke IV.
      1x sehr Schneller, Technisch starker RV.
      1x extrem Schneller, Technisch starker DM.
      2x Schnell, Technisch starke Außenspieler.
      Das währen mind. 40-50 Millionen Transferausgaben gewesen. Das war nicht darstellbar darum wurde geflickschustert und ein zwar hochwertiger (Aufstiegs)Kader, der aber nicht zum System passt (und unausgewogen ist), zusammen gestellt.
      Darum passt auch Anfang nicht zum Effzeh.
      Mit eben diesen Spieler typen in Jung, Talentiert (20 Millionen invest plus Nartey, Bissek, ..) wäre ein Aufstieg nicht zwingend Wahrscheinlich (zumindest nicht direkt).

      • guido says:

        Nicht falsch verstehen.
        Tausche Drexler, Czichos, Schmitz, Sobiech, Hauptmann (weil zu teuer und falsche Position) gegen gute LA, RA, RV (plus 5-10 Millionen, wenn überhaupt, Thema Scouting).
        Und der Kader wäre Top und Ausgewogen für ein 4-4-2. Beim Aufstieg noch ein DM (5-10 Millionen) alles gut!

    • Boom77 says:

      Auch ich finde, dass in Ihrem Kommentar viel Wahrheit steckt. Lediglich zu Markus Anfang muss ich da eine andere Meinung vertreten. Auch ich bin der Ansicht, dass der Verein vorgeben sollte, was man für eine Spielidee haben und für was man stehen will. Nicht der Trainer. Der FC Barcelona oder Ajax Amsterdamm sind ein gutes Besipiel dafür. Da wird das seit Jahrzehnter erfolgreich vorgelebt. Variationen sind erlaubt (beim FC Barcelona haben diese mit Luis Enrique Einzug gehalten und sind unter Ernesto Valverde sogar noch stärker zu sehen), aber das Grundkonzept und die grundlgenede Idee des Vereins muss beibehalten werden. Im Übrigen ist das ja sogar bei der von Ihnen angesprochenen TSG aus Hoffenheim der Fall. Sprich, nicht nur die großen und ruhmreichen FC Barcelona und Ajax stehen für diese Devise sondern viele – auch kleiner und nicht so prominente – Vereine. Bei Hoffenheim kommt dann nur der „Zufall“ hinzu, dass die Spielidee von Markus Anfang da zur Spielidee des Vereins passen mag wie die Faust aufs Auge.

      Deshalb muss Markus Anfang eben schauen, wie er mit dem Kader, den er zur Verfügung hat, die Spielidee, die dem FC damit vorschwebt umsetzt und nicht umgekehrt. Ich mag ihm ja zugestehen, dass er zuerst versucht, ob mit diesem Kader nicht auch seine eigene Idee umgesetzt werden kann, um so den Verein vielleicht davon zu überzeugen. Aber wirklich gelungen ist das nicht. Da muss ich den Kritikern (darunter zählen z.B. mal im Ernst, Paul und auch Susanne Lex) schlicht Recht geben. Mag ich nicht all deren Kritik teilen und vieles von dem, was die hier schreiben auch nicht als Krtitik sondern als nervige Verunglimpfung und Rumtrollen erachten, in diesem Punkt haben sie Recht. Die Spielidee von Markus Anfang hat nie bei uns gezündet. Das passte und passt einfach nicht. Und dafür hat er viel zu lange daran festgehalten und erst recht spät (nach meiner Ansicht viel zu spät) umgestellt auf das, was der Kader tatsächlich erfolgreich spielen kann.

      Hierin steckt aber auch eine Kritik an Armin Veh. Denn ein Geschäftsführer Sport, der einen neuen Trainer sucht, muss bitteschön im Rahmen der Gespräche vor der Verpflichtung merken, was für eine Art Trainer er da vor sich hat. Gerade, wenn es so ist, das Veh immer noch (und vielleicht immer) wie ein Trainer denkt. Dann kennt er „seine Mischpoke“ doch ganz genau und muss merken, habe ich hier einen Trainer vor mir, der stur an seinem Konzept festhält und wenig (ggfs. nur mit Nachdruck) dazu bereit ist, seine Spielidee an den ihm zur Verfügung stehenden Kader anzupassen oder habe ich da einen Trainer, der da die notwendige Felxibilität mit sich bringt und sich dem Verein „unterordnet“. Ist ersteres der Fall, muss man seinem Präsidium auch mal sagen: „Sorry… Ihr/wir wolltet den Anfang ursprünglich ja unbedingt. Aber nach den Gesprächen mit ihm, bin ich der Überzeugung, er ist nicht der richtige Trainer für uns.“ Und dann hätte man halt einen anderen Trainer verpflichten müssen. Das jetzt so zu handhaben, ist kein gutes Bild.

      • Ottla says:

        @Boom77

        Zu Ihrem Zitat:

        „ich bin der Ansicht, dass der Verein vorgeben sollte, was man für eine Spielidee haben und für was man stehen will. Nicht der Trainer. “

        Das sehe ich auf lange Sicht auch so, nur wurde Anfang ja explizit wegen seiner Spielidee verpflichtet, die auch die der Gesamtausrichtung sein sollte… (das sollte im Übrigen immer passen, sonst passt es eben nicht) – das wurde ja auch ganz offensiv so kommuniziert… ich hoffe einfach, dass die Zahlenspielereien – also 4-1-4-1 vs. 3-5-2 oder was auch immer – am Ende die Grundidee des modernen Spiels, das Anfang möchte, gar nicht sooo groß ändern bzw. dass es bei Vehs und Anfangs Auffassung nur um Nuancen geht – hoffen wir es… denn ein Trainer mit einer solchen Akribie ist selten! – das sollte man bei diesem privilegerten Job zwar nicht meinen, ist aber so! – wir können froh sein, einen solchen Maniac (im positiven Sinne) des aktiven (ich vermeide das Wort schönen) Fussballs zu haben! Neue und unverbrauchte Trainer dieser Art sind selten… ich habe keine Lust, dass wir hier schon bald einen Jens Keller oder so stehen haben…

  3. Paul says:

    Es ist normal, dass der Kader vom Sportchef zusammengestellt wird. Es mag ja sein, dass Anfang eine Spielidee hat, aber die muss er dann so anpassen, dass er sie mit den vorhandenen Spielern umsetzen kann. Trainer müssen damit leben, dass sie nicht viel Zeit haben, um ihr System zu verwirklichen. Unter Stöger hat der FC große Erfolge damit erzielt, aus einer stabilen Deckung heraus das Spiel zu bestreiten, und dieses Element hat Anfang anfangs nicht ausreichend berücksichtigt. Jetzt scheint die Mischung besser zu werden, und mit Modeste bekommt er einen Stürmer, die wieder viele neue Möglichkeiten eröffnet. Jetzt muss er zeigen, ob er ihn erfolgreich integrieren kann. Wenn die Chance besteht, einen solchen Stürmer zu verpflichten, dann muss man natürlich zugreifen, auch wenn erst einmal kein unmittelbarer Bedarf da ist. Falls Terodde sich verletzt, kann das von heute auf morgen ganz anders aussehen. Die jüngere Vergangenheit hat gezeigt, dass der Kader Verletzungen oft nicht auffangen konnte.

  4. Holger says:

    Spielidee….System….Wer darf was und wer entscheidet…..
    Das ist doch wurst, letztlich gibt es so viele unterschiedliche Meinungen wie es Fans gibt, Gott sei Dank :-)
    Wer hat Koziello und Terrode geholt? Veh
    Wer wollte czichos und Drexler?
    Anfang
    Dafür ging ein Kämpfer vor dem Herren!
    Man weiß ja nun das Heinzi bleiben wollte!!!
    Die Spieler sind nun da und somit muss man genau mit diesem Material möglichst erfolgreich spielen und aufsteigen.
    Wenn nicht geht Anfang….dann aber bestimmt nicht nach Hoffe.
    Und egal welches System auch gespielt werden soll, der FC braucht einen für die linke offensiv Seite und da wird sich garantiert im Winter auch was tun.
    Genauso wie der eine oder andere Stürmer noch gehen muss, gezwungenermaßen!
    Wie soll das sonst gut gehen?
    Ich wüsste keinen einzigen vernünftigen Grund warum ein Modest (zuletzt in der chinesischen Spitzenliga) einen Terodde oder einen Cordoba verdrängen sollte???
    Hey, die harmonieren und haben Erfolg!!!
    Ausser einer der beiden verletzt sich oder wird dazu gezwungen ;-)
    Modeste ist eine Investition in die Zukunft Und dafür müssen andere weichen.
    Nur zum Nachdenken…..welcher Rückkehrer war nur annähernd so erfolgreich wie vor seinem Abgang vom FC???
    Die Ausnahme bestätigt die Regel, LITTI :-)

    • Geissbock60 says:

      Da hat Córdoba mal 2-3 Spiele einigermaßen vernünftig gespielt und wird hier als Heilsbringer gefeiert?!
      Wie lange mußten wir darauf warten???
      Sicherlich ist er auf einem guten und richtigen Weg, ich
      gönne es ihm auch. Aber Modeste hat sich 2 Jahre in der
      1!!! Bundesliga bewährt.
      Alles andere ihn nicht ABLÖSEFREI zu holen wäre fahrlässig gewesen und die Kommentare dazu, wenn er
      auf Schalke oder in Stuttgart angeheuert hätte, möchte ich lieber nicht lesen….

        • Anti Raute says:

          Was wollen Sie mit dieser Aussage bewirken? Stöger ist der Hauptverantwortliche für den Abstieg, denn er hat seine Arbeit nicht so gemacht, wie er es bis zur Abstiegssaison gemacht hat. Modeste hingegen hat den Effzeh nach Europa geschossen und ist dann dem Ruf des Geldes gefolgt, hat aber schnell festgestellt, dass dies ein Fehler war. Der Effzeh hat mit der Ruckholaktion aber auch alles richtig gemacht. Sollte die Spielgenehmigung erteilt werden, dann hat der Effzeh in knapp 2 Jahren ca. 30 Mio Euro verdient mit der Kausa Modeste. Andere Manager, Sportdirektoren oder sonstige Verantwortliche würden dafür abgefeiert. Aber nicht nur der FC sondern auch deren Fans sind Spürbar anders.

          • Holger says:

            Natürlich war es Ironie….Wer will schon Stöger zurück??
            Dennoch, ein Modeste ist weder in Form noch besteht zur Zeit bedarf!
            Klar kann man mit ihm Kohle machen, er kann aber im manschaftsgefüge viel kaputt machen, alleine sein Gehalt

      • Boom77 says:

        Sehe ich auch so. Der Cordoba hat jetzt in ein paar Spielen in der 2. Liga mal ein paar Tore gemacht. Übrigens ist er immer noch nicht auf seiner grundelgenden Torquote von 5 Toren pro Saison. Ich meine, da fehlt ihm noch ein Törchen. Warten wir erstmal, ob und wann er diese Marke erreicht. Dann sehen wir, ob er sie endlich mal übertrifft, denn 5 Tore in einer Spielzeit ist doch recht arm für einen Stürmer. Und dann muss er noch beweisen, dass er das auch in der 1. Liga kann. So viel zum „Heilsbringer Cordoba“… Nicht falsch verstehen, ich wünsche ihm – nicht zuletzt für unseren FC -, dasss er ab jetzt jede Saison in jeder Liga 30 Tore schießt. Ich habe da gar nichts dagegen. Nur bis jetzt fehlt mir da nach wie vor der Glaube daran, dass er ein guter Stürmer ist/wird. Ich warte da noch ab.

        Zum zweiten „Heilsbringer“ Guirassy, der hier auch oft genannt wird, sage ich jetzt mal nicht viel… dazu habe ich schon etwas gesagt. Vielleicht sollte der Junge erstmal schauen, ob er es hinbekommt, nicht öfter beim Arzt und in der medizinischen Abteilung als auf dem Fußballplatz zu sein. Und dann reden wir über seine fußballerischen/spielerischen Qualitäten… Da kann er nämlich auch noch ordentlich was zulegen.

        Modeste hingegen hat bewiesen, dass er in der 1. Liga Tore schießen kann und zwar nicht zu knapp. Das wird er auch in der 2. Liga hinbekommen, wenn er denn fit ist und ins System gut integriert wird.

  5. Ulrich Treimer says:

    Armin Veh hat diese Saison zweimal richtig und entscheidend eingegriffen in das System Anfang. Das erste Mal nach unseren Spielen ohne Abwehr (Paderborn, St. Pauli) und das zweite Mal nach der Minusleistung beim HSV.
    M. Anfang ist ein guter junger Trainer, der zum FC paßt. Aber er muß auch noch dazulernen. Und er nimmt auch Hinweise von Veh an, ohne dass er dabei sein Gesicht verliert. Wenn sich beide weiter respektieren, kann dabei etwas Positives sich entwickeln.

    • Anti Raute says:

      Sehr richtig. Auch ein Stöger hat Fehler gemacht, auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen und ihn am liebsten zurück holen möchten. Das wäre ein Schritt zurück für den FC.

      Das Problem Anfang ist eigentlich gar keines, aber es wird zu einem gemacht, weil die Erwartungen einiger Fans deutlich zu hoch sind. Viele erwarten nicht nur Siege, sondern Dazu auch die entsprechende B Note. Das kann der FC nun mal nicht, auch deshalb schon nicht, weil sich einiges von Grund auf geändert hat. Das braucht Zeit, aber das ist jedem Verein so, der nicht in der Lage ist, ausschließlich ins erste Regal greifen zu können. Für die Regale darunter gilt: Garantien gibt es keine und ohne Glück geht es nicht.

      Der FC ist auf einem richtig guten Weg, finanziell stehen wir so gut da, wie zu Ende der Achtziger Jahre. Sportlich müssen wir aufgrund vieler Fehler seit über 30 Jahren immer noch Tribut zollen, da andere Vereine dem FC sehr weit voraus sind und es auch bleiben werden. Diese Lücke kann man normalerweise nie mehr schließen, es sei denn man verkauft sich an einen Scheich oder anderen Milliardär.

      Fazit: Wir freuen uns alle paar Jahre über einen Aufstieg in die 1. Liga und ärgern uns über vorangegangene Anstiege, aber solange wir überhaupt noch aufsteigen, verlieren wir die 1. Liga nicht ganz aus den Augen.

      Die älteren FC Fans sind noch in den Genuss gekommen, eine oder mehrere Meisterschaften feiern zu können, die heute jungen FC Fans werden so etwas ein Leben lang nicht erleben. Irgendwann sind wir alten Fans weg und dann entspannt sich auch die Lage bei den Fans, denn was niemand kennt und miterlebt hat, vermisst auch keiner.

      • Karl Heinz Lenz says:

        Ja, das ist mir auch aufgefallen. Ich erinnere mich an die Situation bis kurz vor dem Dresden-Spiel, als Markus Anfang von vielen von uns zum Teufel gewünscht wurde. Jetzt, nach den Spielen gegen Dresden und Darmstadt, machen sich viele Sorgen um den Trainer und verteidigen ihn gegen Armin Veh. Weil der offenbar (oder angeblich) dem Trainer hineingeredet und Änderungen bewirkt hat, zum Beispiel das Spielen mit zwei Stürmern. Das haben viele von uns eigentlich schon seit langem gefordert. Jetzt aber, wo vermutlich durch Veh diese Systemänderung auf den Weg gebracht wurde, machen sich viele von uns Sorgen um Markus Anfang, weil der angeblich (oder tatsächlich) „von oben“ Tipps oder Anweisungen bekam und so angeblich durch Veh geschwächt wird.

        So auch mit Cordoba. Der hat jetzt zwei oder drei Mal vernünftig gespielt und wird jetzt gefeiert. Wenn er demnächst zwei oder drei Mal das Tor verfehlt, dann ist es wieder wie vorher: Auspfeifen beim Ein- und Auswechseln.

        Ich wiederhole mich: Markus Anfang ist ein im Profifußball relativ unerfahrener junger Trainer. Das weiß auch jeder der Spieler in unserem Kader. Natürlich muss da Armin Veh mit ihm zusammen die sportlichen Dinge besprechen und ihn auch auf Fehler oder Fehleinschätzungen hinweisen. Wenn Veh das nicht machen würde, wäre er auch fehl am Platz. Dann brauchen wir keinen Sportgeschäftsführer. Gerade nach dem HSV-Spiel haben wir gesehen, wie wichtig Veh ist. Er war es, der die Mannschaft in den Senkel gestellt hat. Nicht der Trainer. Das gehört eben mit zur Arbeitsteilung zwischen Sportgeschäftsführer und Trainer. Der Chef übernimmt, wenn es sein muss, die Rolle des bad guy, und nicht der Trainer, der sich dadurch nur das Leben mit seinen Spielern schwer machen würde. Wie man es verkehrt machen kann, erleben wir ja gerade bei den Bayern, wo es umgekehrt läuft und der Trainer dann der Leidtragende ist.

        Bei den Vereinen, in denen es über lange Jahre gut läuft, gibt es in der Leitung lange dort tätige Leute, die – was den Fußball angeht – fachlich kompetent sind, die Philosophie des Vereins bestimmen und danach die Zusammensetzung des Kaders festsetzen. Und die Trainer, die dann geholt werden, müssen zum Verein und zur Mannschaft passen. Beim FC stellen sich viele das anscheinend so vor, dass es die Trainer sind, die das Sportliche bestimmen und nach denen sich der Verein richten muss. Ich sage es nochmal: So geht es aber nicht. Die Vereine, die es aber dennoch so machen und bei denen der Trainer der wichtigste Mann sein soll, bei denen läuft es auch sportlich nicht gut.

  6. Gerd Mrosk says:

    Sehr gut Paul Auch die teils längeren Kommentare sind wirklich sehr bedacht vorgetragen worden Ich möcht fast sagen….alle haben irgendwo Recht Meine einzigste Sorge ist..was passiert denn wenn der Trainer nicht mehr alles abnickt?Wieder neue Suche,wieder neues Konzept?Ich denke auch das die absolute Fachkompetenz vom Kopf (sprich Präsidium und Vorstand )im idealfall kommen müsste

  7. Gerd Mrosk says:

    Und selbst Litti hat ne völlig andere Rolle gespielt Holger Ich war froh das Mo für das Geld weg war und bin jetzt zufrieden das er eine weitere Option ist ,nicht mehr nicht weniger Ich vermute,ihr werdet lachen,der FC wäre auch mit Modeste abgestiegen

    • Anti Raute says:

      Mit Modeste hätte die Saison einen anderen Verlauf genommen. Vermutlich hätte es gereicht, wenn wir nur 1x von dem letzten Platz weg gekommen wären. Es fehlte am Ende der Glaube an den Klassenerhalt, aber 3 Punkte nach 16 Spielen MIT Modeste kann man eigentlich komplett ausschließen.

  8. Adam Klöppel says:

    Qualitativ hochwertiger Chat.
    Ich möchte noch folgende Punkte einwerfen, da es zum Teil auch um die Problmatik des Flügelspielers auf der linken Bahn geht (und der damit verbundenen Diskussion des 4-1-4-1 vs. 3-5-2.
    Kainz war im Gespräch aber ich möchte darufhinweisen, dass ein Handwerker verliehen ist und im Sommer wiederkommt. Auch ein Hartel ist ausgeliehen. Ich kenne die Verträge nicht aber als Kaderverantwortlicher muss ich aufpassen wen ich verpflichte im Winter. Denn wenn ich mit beiden oder mindestens einem für den Sommer rechne, kann ich im Winter nicht dort nachbessern.
    So zumindest meine Einschätzung.

    • Huey L. says:

      Richtig, gerade Handwerker vermisse ich im derzeitigen Kader sehr. Die 2. Liga ist eigentlich DIE Gelegenheit/Chance, um junge Talente einzubauen. Damit kann man aber nicht erst 3 Spieltage vor Schluss anfangen, wenn der Aufstieg entweder durch oder abgehakt ist. Die jungen Spieler müssen sich Selbstvertrauen durch viel und regelmäßige Spielpraxis holen. Ich will ja nicht den kompletten Kader durcheinander wirbeln, aber mimdestens einen Handwerker (leider verliehen) oder einen Nartey (spätestens jetzt nach seiner Genesung) oder einen Özcan (der auch nicht regelmäßig genug spielt) muss oder musste (Handwerker) man einfach ein- und aufbauen. Ich red jetzt nicht von Führich („den geb ich nicht mehr her“) oder Bissek, die in einer falsch zusammengesparten U21 sich selbst überlassen sind und da nicht die Bäume ausreißen, die sie auf Grund der dortigen Gegebenheiten auch gar nicht ausreißen können.
      Ansonsten kann ich Karl Heinz Lenz mit seiner Aussage „Bei den Vereinen, in denen es über lange Jahre gut läuft, gibt es in der Leitung lange dort tätige Leute, die – was den Fußball angeht – fachlich kompetent sind, die Philosophie des Vereins bestimmen und danach die Zusammensetzung des Kaders festsetzen. Und die Trainer, die dann geholt werden, müssen zum Verein und zur Mannschaft passen“ wieder einmal nur beipflichten. Genau dies habe ich schon an anderer Stelle im Geißblog ähnlich angemerkt.

  9. Gerd Mrosk says:

    Grundsätzlich sollte man den Mut besitzen,auch als neuer Trainer,1-2 Talente von Anfang an im 18er Kader(sag ich jetzt mal) mitzuziehen Handwerker fand ich auch schade,aber da sind wir wohl nicht nah genug dran das leistungstechnisch zu bewerten.Özcan bin ich eh der grösste Fan von,Gott sei Dank ist er nicht in die Türkei oder so.Auch im Unterfangen Wiederaufstieg müsste das möglich sein

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