„Haarsträubende Fehler!“ FC verschläft den Vereinsrekord


Der 1. FC Köln hat sich am Freitagabend gegen den VfL Bochum selbst besiegt. Drei kapitale Fehler luden die Gäste am 18. Spieltag zum Toreschießen ein. Das 2:3 (1:1) gegen das Team von Robin Dutt bedeutete für den Effzeh die erste Pleite nach fünf Siegen. Ein sechster Erfolg hätte den Vereinsrekord des FC in Liga zwei aus der Saison 2002/o3 eingestellt.

Köln – Es sollte der sechste Sieg in Folge werden für den 1. FC Köln. Doch für einen gelungenen Rückrundenauftakt gegen den VfL Bochum machten die Geißböcke drei Tage vor Weihnachten zu viele individuelle Fehler. Somit mussten sich die Effzeh-Profis mit einer Niederlage zum Jahresabschluss von ihren Fans verabschieden. Die Stimmen zum Spiel.

Timo Horn: „Normal dürfen wir dieses Spiel nie verlieren. Wir haben aber drei haarsträubende Fehler hinten gemacht. Das fängt in der ersten Minute an, als wir nicht ganz wach sind. Nach dem Freistoß weiß ich nicht, ob es Abseits war, aber trotzdem sind wir da nicht wach, lassen kurz anspielen und den Stürmer im Zentrum ganz allein. Und zum dritten Tor muss ich gar nichts sagen. In der Summe sind das drei individuelle Fehler, an denen man sieht, dass der Aufstieg kein Selbstläufer wird. Ein solcher Dämpfer vor Weihnachten ist nicht schön. Das zeigt uns aber, dass wir uns sehr gut auf das nächste Jahr vorbereiten müssen. Deswegen kommt die Niederlage für mich sogar zum richtigen Zeitpunkt. Es war ein brutal emotionales Jahr, negativ wie positiv. Das erste halbe Jahr war für niemanden schön, hat an den Nerven genagt und in der Seele weh getan. In der Zweiten Liga hatten wir auch eine Phase, die nicht so leicht war. Da haben wir uns aber überragend herausgekämpft und eine sehr gute Hinrunde gespielt. Jetzt ist uns der Start in die Rückrunde nicht gelungen, aber am Ende wird zählen, dass wir da stehen werden, wo wir hinwollen. Dafür müssen wir alles geben.“

Simon Terodde: „Bochum hat guten Fußball gespielt. So haben wir sie auch erwartet. Wir kommen dann gut wieder zurück und in der zweiten Halbzeit läuft das Spiel komplett in unsere Richtung. So haben wir uns das vorgestellt, uns druckvoll Chancen zu erspielen. Durch einen Standard gehen wir wieder in Rückstand, wo ich meinen Mann leider laufen lasse. Dann fällt schnell das 1:3 und so wird es natürlich schwer. Bochum ist in der Lage, das zu verteidigen. Ich kann mir heute nichts von meinem Treffer kaufen. Wenn wir gewinnen, nehme ich die Tore gerne mit. Heute hätte ich das Tor gerne gegen einen Sieg eingetauscht. Man sieht, dass wir nichts geschenkt bekommen. Ab morgen können wir durch schnaufen und das Jahr reflektieren. Ich bin zuversichtlich, dass wir den Aufstieg nächstes Jahr schaffen.“

Markus Anfang: „Ich glaube, wir haben dem Gegner heute einige Geschenke gemacht. Das Spiel fängt an und wir liegen schon 0:1 hinten. Dann sind wir besser ins Spiel gekommen und haben die Zweikämpfe mehr angenommen. In der zweiten Hälfte schlafen wir bei der Standardsituation und spielen den Ball beim 1:3 dem Gegner in die Füße. Wir haben dann noch einmal alles probiert und hätten den Ausgleich vielleicht verdient gehabt. Aber am Ende hat uns auch das Quäntchen Glück gefehlt. Es ist schade, weil wir zuletzt gute Ergebnisse erzielt haben. Aber heute haben wir uns ein Stück weit selbst geschlagen. Leider haben wir es nicht geschafft, mit den Fans einen schönen Abschluss zu schaffen. Die Spieler sitzen auch gerade sehr enttäuscht in der Kabine. Jeder einzelne hätte den Sieg gerne in die Weihnachtszeit mitgenommen.“

Robin Dutt: „Wir sind natürlich sehr zufrieden. Wir sind gut in dieses Spiel hereingekommen und konnten früh von einem Fehler von Köln profitieren. Wir sind dann in einem offensiven Pressing geblieben und haben relativ wenig zugelassen. Im zweiten Durchgang kam Köln natürlich auf und hat viel Druck gemacht. Von der Dramaturgie läuft das Spiel dann wie es für uns laufen muss. Am Ende haben wir auch ein bisschen Matchglück gebraucht und das hatten wir. Deswegen sind wir froh, dieses Spiel gewonnen zu haben. Das tut uns sehr gut und wir gehen zufrieden in die Winterpause.“

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar