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Macht der Vorstand weiter? „Natürlich denken wir darüber nach“

Der Vorstand des 1. FC Köln hat sich in seinem jährlichen Brief zum Jahreswechsel an die Mitglieder und Fans der Geissböcke gewandt. Die FC-Bosse deuteten darin an, auch für eine weitere Amtszeit als Präsidium zur Verfügung zu stehen – dass dies aber zunächst nicht in der eigenen Hand liege. 

Köln – In dem Schreiben, das auf der Vereinshomepage veröffentlicht wurde, betonte der Vorstand zunächst, dass ohne sportlichen Erfolg im Jahr 2019 aller Ausblick auf das nächste Jahr schwierig sei. Die Tabelle habe im Sommer 2018 nicht gelogen, als der FC abgestiegen war – „die Tabelle zeigt uns im Dezember 2018 ebenso, dass der Neustart in der zweiten Jahreshälfte bisher gelungen ist“.

Doch als Vorstand geht es für Werner Spinner, Toni Schumacher und Markus Ritterbach freilich um andere Dinge. Die sportliche Entwicklung liegt in den Händen von Sportchef Armin Veh und dem Trainerteam um Markus Anfang. Für das Präsidium hingegen geht es um die großen Baustellen abseits des Rasens, allen voran um den Konflikt mit der aktiven Fanszene, um den Graben zwischen Führungsetage und Mitgliederrat und damit auch um die eigene Zukunft. Denn es ist weder klar, ob der Mitgliederrat den amtierenden Vorstand im Herbst 2019 noch einmal zur Wahl vorschlagen würde. Noch war bislang bekannt, ob Spinner, Schumacher und Ritterbach überhaupt noch einmal zur Verfügung stehen würden.

Neue Kandidatur nicht ausgeschlossen

Im Brief des Vorstands klang nun erstmals durch, dass das Trio durchaus dazu bereit wäre. „Wir werden derzeit oft gefragt, ob wir über die aktuelle Amtszeit hinaus weitermachen wollen. Bei vielen unserer Treffen mit Fans und Mitgliedern werden wir dazu ermutigt“, heißt es in dem Schreiben. „Natürlich denken wir auch darüber nach. Bitte habt dennoch Verständnis dafür, dass wir uns dazu momentan nicht äußern.“ Spinner, Schumacher und Ritterbach betonten, dass das Vorschlagsrecht für ein Vorstandsteam beim Mitgliederrat liege. Doch bekanntlich ist auch eine Konkurrenzkandidatur nicht ausgeschlossen, sollte der Graben zwischen den beiden Gremien nicht überwunden werden können.

Auch deshalb appellierten die FC-Bosse für einen neuen Zusammenhalt im FC, der in den vergangenen Monaten verloren gegangen war. „Wir wünschen uns für 2019 nichts so sehr wie den Aufstieg. Darüber hinaus wünschen wir uns, dass im Fußball allgemein und beim FC im Besonderen wieder mehr Gelassenheit und Freude einkehren“, schrieben die FC-Vorstände. „Härte, Unversöhnlichkeit und Misstrauen, die zwischen Fan-, Club- und Verbandsvertretern und auch innerhalb von Clubs zunehmend herrschen, tun dem Sport nicht gut.“ Worte, an denen sich alle Gremienvertreter, vom Vorstand über Aufsichts-, Bei- und Mitgliederrat bis zur Geschäfts- und sportlichen Führung werden messen lassen müssen.

21 Kommentare
  1. Jörg Schieber says:

    Ich für meinen Teil hoffe, dass Sie nicht mehr antreten werden. Danke für die ersten 1-2 Jahre – da waren es m.E. noch die Richtigen. Seit einiger Zeit läuft jedoch zu viel schief. Zum Beispiel die fehlende Kontrolle der GF. Das viel zu lange Festhalten an Schmöger war für mich der gravierendste Fehler. Hierdurch ist der peinlichste Abstieg der Vereinsgeschichte entstanden. Hat man daraus wirklich seine Lehren gezogen oder ist die völlige Abhängigkeit von Veh jetzt nicht die Gleiche? Der Vorstand wollte zudem den Verein einen: Auch das ist Misslungen. Stattdessen werden Fans und Kritiker aufs Massivste diskreditiert, so dass der Verein inzwischen tief gespalten ist. Ich selber habe es in London erleben dürfen. Eine tolle Fussballnacht. Tausende Deutsche und Engländer feiern friedlich Schulter an Schulter im Stadion. Und was hat der Boulevard daraus gemacht? Noch schlimmer: Selbst nach dieser tollen Nacht schafft der Vorstand es nicht, sich hinter seine Fans zu stellen. Da hätte ich gerne mal jmd wie Aki Watzke erlebt. Jemanden, der seinen Verein mit seinen Fans wirklich liebt. Hab ich bei unserem Vorstand leider nicht im Ansatz was von gemerkt. Der dritte Punkt, den ich dem Vorstand ankreide: Stillstand im Verein. Sowohl beim Ausbau des GBH als auch beim Stadionausbau ist doch noch nicht wirklich was passiert. Viel heiße Luft, umgesetzt ist noch nichts. Das dauert alles viel zu lange. Dazu der Blick auf U23, Damen, Scouting… Auch alles absolute Großbaustellen. Auch da hat man das Gefühl, dass nix besser sondern eher schlechter wird. Für mich mehr als genug Gründe, dass nächstes Jahr hoffentlich ein neuer Vorstand kommt. Zudem wäre ein geordneter Rückzug auch ein einigermaßen würdevoller Abgang für den jetzigen Vorstand. Deshalb: Besinnt Euch bitte und macht NICHT mehr weiter!

    • Ankerdensin says:

      Hm, verstehe ich nicht, die negative Sicht.
      – Festhalten an Stöger und Schmadtke ist sicherlich ein Thema der Aufsicht. Vielleicht ist aber auch die Popularität von Stöger kontraproduktiv gewesen. Kein Vorstand hätte den bei Fans beliebten Stöger „feuern“ dürfen. Und auch nicht, als Schmadtke das forderte. Ist so und da werden Pro und Kontra sicherlich abgewogen.
      Das Ergebnis kennen wir.
      Schwierige Situation, völlig verfahren. Man hat sich für „weiter mit Stöger entschieden“. Falsch im Nachhinein, aber nachvollziehbar.
      – Arsenal und London
      IAA Frankfurt. Standdienst! Mit Standchef ein früheres Verlassen vereinbart, da der FC spielt. Auf dem Heimweg nach Stuttgart Staus ohne Ende. Befürchtungen, den Anpfiff zu verpassen. Der FC wieder in Europa und ich verpasse den Anpfiff ……
      Und dann? Meldung, Anpfiff verschoben. Ausschreitungen in London. FC Fans liefern sich Schlägereien mit engl. Offiziellen.
      Am Ende zahlt der FC eine Strafe …..
      Und Arsenal ist nun Teil ihrer Vorstandskritik? Verstehe ich nicht.
      Und in Belgrad haben sich wieder welche daneben benommen.
      Wenn man dem Vorstand einen Vorwurf machen darf, dann den, diese Krawallmacher nicht aus dem Verein auszuschließen. Da wird noch immer der Dialog gesucht.
      – GBH: da sollte man bitte die Rolle der Kölner Kommunalpolitik inkl. Bürgermeisterin hinterfragen. Aus meiner Sicht hat hier der FC mit ruhiger Hand agiert.
      Das muss man können.
      Ich denke, es stehen wichtige Entscheidungen an, da brauchen wir erfahrene Leute und da sehe ich unseren Vorstand gut aufgestellt. Auch wenn nicht alles glücklich lief.
      Aber wer keine Fehler macht, arbeitet nicht,
      Und dem Vorstand London an den Pranger stellt und für das Versagen der Kölner Kommunalpolitik ebenso, hat wohl keine anderen Argumente.
      Deswegen pro Vorstand.

      • Jörg Schieber says:

        Naja ein paar andere Argumente hab ich schon (Kontrollfunktion nicht erfüllt, Scouting, U23). Dazu das Theater um Modeste. Aber da ist der FC ja kein Verfahrensbeteiligter. Komisch, dass der Spieler aber trotzdem schon eifrig vermarktet wird. Mir reicht das an Argumenten. Die nicht – auch ok. Frag mich trotzdem, was es an Argumenten FÜR diesen Vorstand gibt. Die finanzielle Genesung in dem ersten 2 Jahren. Die habe ich auch gewürdigt. Ansonsten kann ich nicht viel positives finden…

    • Anti Raute says:

      Ok, dann versuche ich es mal Punkt für Punkt abzuarbeiten:

      -fehlende Kontrolle GF in der Saison 2017/18: stimme ich ihnen zu, hat der Vorstand aber auch eingestanden. Thema durch, warum wird da immer noch nachgekartet? Wem bringt das denn heute noch etwas? Entlastung des Vorstandes ist auf der JHV erfolgt.

      – Festhalten an Stöger: Ja, kann man auch kritisieren, aber was wäre am GBH los gewesen, hätte der FC Stöger im September Oktober 2017 entlassen. Stöger Jünger gibt es heute noch reichlich, warum auch immer. ABER: Im Nachhinein ist man immer schlauer, der Vorstand hat versucht und gehofft, dass Stöger noch die Kurve bekommt aufgrund seiner Beliebtheit bei den Fans. Für mich daher verständlich, wenn auch falsch. Glaube kaum, dass ein anderer Vorstand da anders gehandelt hätte.

      – Abhängigkeit von Veh: Das zu beurteilen fällt jedem aussenstehenden wohl sehr schwer, aber ohne einen Rahmen, wo Veh agieren kann, sollte man ihm eingestehen, denn sonst brauchen wir keinen Sportdirektor. Das heißt aber nicht, dass der Vorstand nun auch keine Kontrollfunktion wahrnimmt, nur weil das bei Schmöger anders war.

      -Verein einen: Nun, mit dem größten Teil ist das schon gelungen. Aber es gibt einige Fans, die sehen sie über den anderen Fans in der Rangordnung. Das kann und muss man nicht gut finden. Es dem Vorstand anlasten zu wollen, dass sie nicht alle Fehltritte der „Fans“ gutheissen (weil die Strafen ja immer höher werden), finde ich eher unverschämt. Der Vorstand hätte hier viel härter durchgreifen müssen aus meiner Sicht. Wer wie in Belgrad mit Stühlen wirft und Raketen auf Kinder abfeuert, der darf nicht als Fan bezeichnet werden, das sind Chaoten, die braucht unser Effzeh nicht.

      -London: Diese Mär, dass der Vorstand nicht hinter den Fans gestanden hat beim Spiel in London, wird auch durch viele Aufzählungen nicht richtiger. Der Vorstand hat sich doch hinter die Fans gestellt, oder was hätte er tun müssen, dass dieser Vorwurf nicht kommt? Aber auch in London haben sich einige „Fans“ daneben benommen, auch wenn es nur ein Bruchteil waren, darf man auf so einen Support gerne verzichten. Dies hat der Vorstand zu Recht kritisiert finde ich. Oder finden sie es normal, dass man einen Eingang im Stadion stürmt?

      -Stadion: Hier scheinen sie nicht richtig informiert zu sein, der FC kann derzeit überhaupt nicht handeln, der Ball liegt bei den Politikern und der Stadt Köln. Es ist vieles angestossen worden, es sind 2 Machbarkeitesstudien in Auftrag gegeben worden, nachdem man mit der ersten nicht zufrieden war. Aber es gibt nun einmal ein Anwohner Problem, am Grüngürtel und auch am Standort Müngersdorf. Dieses Problem kann der FC gar nicht lösen, dafür haben wir vom Volk gewählte Vertreter die im Rat der Stadt Köln sitzen und endlich mal ihre Arbeit machen sollen. Hier dem Fc den schwarzen Peter zuzuschieben zeigt mir, dass alles zusammengeworfen wird von einigen Fans, nur damit die Vorwürfe an den Vorstand in der Gesamtheit etwas Volumen gewinnt, auch wenn man vieles hinterfragen sollte,

      – Neuer Vorstand: Jetzt wird es spannend: Was für ein neuer Vorstand würde denn die Anforderungen erfüllen, was soll er leisten? Gibt es denn geeignete Kandidaten? Hier wird so getan, als wäre ein neuer Vorstand das Heilmittel, was den FC wieder in die Bundesligaspitze integriert. Wer das glaubt, dem ist einfach nicht mehr zu helfen. Es ist immer einfach zu sagen, Vorstand raus. Ich hätte gerne mal eine Alternative gehört, in welche Richtung sich der neue Vorstand bewegen sollte, damit die Kritiker zufrieden sind.

      Ich stehe der Sache neutral gegenüber, solange es keine Alternative zu diesem Vorstand gibt, sollten wir froh sein, dass dieser weiter macht, denn auch wenn dieser Fehler gemacht hat, dieser Vorstand hat auch vieles RICHTIG gemacht, insbesondere in den ersten Jahren, denn unser FC stand schon mit mehr als nur 1 Bein über dem Abgrund. Kritik ist wichtig, aber man sollte auch Verdienste anerkennen und loben, aber viele sehen dies als Selbstverständlich an.

    • Jörg Schieber says:

      Ich habe meine Ansicht kundgetan. Nicht mehr, nicht wrniger. Wenn Du eine andere Meinung hast, ist das doch völlig ok. Bzw. gerne kannst Du auch meine Punkte inhaltlich entkräften. Warum diese inhaltslose Polemik sein muss, erschließt sich mir allerdings nicht.

  2. Adam Klöppel says:

    Jörg Schieber und Ankerdensin haben das beide sehr gut beschrieben. Eigentlich exemplarisch für die beiden Lager, die sich gebildet haben. Ich bin auch für einen neuen Präsidenten. Bin aber argumentativ bei Ankerdensin. Ich muss die Kommunalpolitik in die Pflicht nehmen. Die verhindern das Weiterkommen an den beiden Baustellen GBH und Stadion. Aber wir haben die ja gewählt, die lieber Frau Reker.
    Ein Dialog zwischen den Ultras und dem Vorstand wird es nicht mehr geben. Dafür sind die Seiten zu sehr verhärtet. Da haben für mich beide Seiten ihre Schuld dran!
    Ich gebe unumwunden zu, dass ich Stöger auch nicht feuern wollte. Muss aber zugeben, dass das im Nachhinein ein Fehler war.

    Und so harren wir der Dinge die da kommen. Bin gespannt.

  3. Jörg Schieber says:

    Meine Meinung zum GBH: Natürlich liegt der Ball insb auch bei der Stadt Köln. Trotzdem muss im Zweifel halt der Nachdruck noch deutlich erhöht werden. Frechen, Hürth: Es gibt mit Sicherheit Städte, die den FC mit Kusshand nehmen würden. Ohne ein modernes Leistungszentrum werden wir leistungstechnisch jedenfalls auf Jahre abgehängt sein. Mir wäre es jedenfalls herzlich egal, wenn in Hürth oder Frechen trainiert würde, wenn dadurch die Erfolgsaussichten endlich mal nachhaltig verbessert würden.

    • Adam Klöppel says:

      Ja, das sehe ich ähnlich. Allerdings fehlt mir vollkommen die Internas. Soll heißen, haben wir überhaupt Alternativen und wenn ja, mit welchem Kostenaufwand ist da zu rechnen. Da sich alle Politiker im Kölnerumkreis kennen / vernetzt sind, kann der FC nur dann den Druck erhöhen, wenn wir auch wirklich ein „hohes Blatt“ haben. Pokern ist da schwierig. Allerdings muss ich ehrlich zugeben, dass ich das GBH liebe. Hab da selber gespielt und als kleiner Junge das Training unter Weisweiler angeschaut. Wäre schön sehr traurig.
      Aber richtig ist auch, dass es weitergehen muss!!!

      • Jörg Schieber says:

        Jo, bin ich bei. Ich war da auch schon 1000mal. Aber bei allen möglichen Entwicklungszenarien, zb Stadion auf der grünen Wiese oder Investor aus China. Da könnte ich mit einem modernen Trainingszentrum an anderer Stelle noch am Ehesten leben. Zumal man das GBH ja vlt in irgend einer Form trotzdem noch weiter nutzen könnte.

  4. Karl Heinz Lenz says:

    Ich glaube, dass es ein großer Fehler wäre, wenn der FC den traditionellen Stadionstandort Müngersdorf aufgeben würde. Müngersdorf ist „Kult“. Man sieht am Beispiel von Mainz, dass der Neubau eines Stadions an anderer Stelle etwas kaputt machen kann (zugegeben: nicht zwangsläufig muss!), das durch keine angepeilten Mehreinnahmen durch ein größeres Stadion aufgewogen werden kann. Ob die gewünschte Vergrößerung des Müngersdorfer Stadions für den FC wirklich so notwendig ist, wie der Verein das immer wieder darstellt, das weiß ich nicht. Ich kenne zwar die Argumente dafür, glaube aber nicht, dass Köln ein Fußballstandort ist wie z. B. Dortmund, wo ein größeres Stadion immer voll ist.

    Das gleiche gilt für das Geisbockheim. Würde ich als Hauptsitz des FC ebenfalls nie aufgeben. Die Identität unseres Klubs hängt auch an diesem Tradionsgemäuer, genauso wie Müngersdorf. Wenn der Verein mehr Raum braucht und das GBH und das Drumherum aus den bekannten Gründen nicht erweitert werden kann, dann sollte man die Zentrale und die Profis dort lassen und ggf. für die anderen Vereinsbereiche an anderer Stelle Bauten und Anlagen neu errichten.

    Traditionen und Emotionen spielen beim FC eine große Rolle. Ich sehe uns nicht irgendwo im Vorgebirge oder sonstwo zwischen den Zuckerrüben. Deshalb bin ich gar nicht böse, dass sich in Sachen Stadion Müngersdorf und GBH nicht so viel tut.

    • FC-Freund says:

      „Traditionen und Emotionen spielen beim FC eine große Rolle. “ Das stimmt und es macht die Seele des Vereins aus. Es beflügelt zu den schönsten Erlebnissen im Fußball! ABER: Dieses Festhalten daran ist auch etwas dass uns verletzbar, berechenbar und leider in den letzten Jahrzehnten auch chronisch erfolglos gemacht hat! Man muss wissen, wohin es gehen soll ( sportlich betrachtet) in den nächsten Jahren. Und da müssen wenn es sein muss auch , falls nötig, alte Zöpfe abgeschnitten werden! Wenn das Geissbockheim am Standort nicht erweitert werden kann, dann muss woanders neu und zeitgemäß gebaut werden!

  5. Ulrich Treimer says:

    Zumindest eine Teilerneuerung des Vorstandes bietet sich geradezu an. Toni Sch. sollte ersetzt werden, er hat die sportlichen Signale in der letzten Saison total verpennt. Herr Spinner macht seinen Job schon sehr ordentlich, er hat den Verein durch damals kluge Entscheidungen finanziell auf den Weg gebracht. Aber ob er sich den Job gesundheitlich noch antuen soll, kann er nur selbst entscheiden.
    Ansonsten sind viele Kommentare hier im Forum bezüglich des Vorstandes schon sehr flach.

    PS: Wie schon mal anderer Stelle gesagt, ich hätte Stöger nach dem 2. Spieltag (Heimniederlage gegen den HSV) rausgeschmissen. So ein Chaosspiel werde ich nie vergessen. Und keiner in Köln sieht so etwas. Es bleibt für immer unbegreiflich….

    • Jolly R. says:

      Ich finde ja viele ihrer Beiträge wirklich passend.
      Nur niemand hätte Stöger nach nur zwei erfolglosen Spielen koffern können.
      Der Abstieg der letzten Saison sucht seinech Gleichen.
      Da kam so viel zusammen ,dass glaub ich selbst Hollywood sich sowas hätte kaum ausdenken können. Team Schmöger zerstritten, die Spieler unfit,der Videoschiedsrichter anscheinend gut bezahlt. Viele Verletzungen und eine verdammt komische Einkaufspolitik.
      Für mich waren das sehr viel Ungereimtheiten die kein normaler Vorstandsmensch hätte vorhersehen können.
      Natürlich hätte man bei den Transfers aufschrecken können, nur hatten wir mit dem Pitter ja einen „besser Macher“ und die Hoffnung lag wohl darauf, dass der grosse Pitter aus dem vorhandenen Material noch mehr rausholt wie in der überragenden EL Saison. Da waren wohl einige Handelne sehr geblendet von dem Erfolg der Vorsaison.
      Vorhersehbar war dieser unbeschreibliche Untergang mE. aber in dem Ausmass nicht. Wer sowas vorhersgen kann ist wohl Angestellter bei Astro-TV ;-P

  6. Paul says:

    Sie haben „spontan“ entschieden, das Bekenntnis von Modeste auf der 70-Jahr-Feier öffentlich zu machen!!! So stellt man sich diese inkontinente Sabergruppe um „König Fehlentscheidung“ Werner Spinner und seine Pappnasencombo vor. Nach der Kündigung des Düsseldorfers haben sie auch „spontan“ entschieden, seinen Sohn weiter mit der Leitung der Scouting-Abteilung zu betrauen – mit dem bekannten Ergebnis. Sie haben vermutlich auch „spontan“ entschieden, Modeste einen Vertrag zu geben, auch wenn offensichtlich war, dass er nach FIFA-Kriterien unrechtmäßig gekündigt hatte. Was sind das nur für Flaschen!

    Präsidium raus!!!

  7. NICK says:

    Liebe Herren des Vorstandes, wenn Sie also oftmals ermutigt werden nochmals zu kandidieren, so sollen sie nur die Möglichkeit meine bescheidene Meinung zu lesen. Sie haben zu Beginn Ihrer Amtszeit vieles richtig gemacht, den Verein finanziell gerettet, die richtigen Leute auf die handelnden Position gesetzt – der sportliche Erfolg stellte sich ein. Sie haben ein moderne Satzung aufgestellt, die sie dann allerdings später selbst in Frage gestellt haben und jedwede Änderung dieser, die Sie in Ihrer Macht einschränken könnte bekämpft, indem Sie Antragsteller versuchten in ein schlechtes Licht zu stellen. Zwischendurch – bis hier hin immer noch vielen Dank! Dann haben Sie erstmal dafür gesorgt, dass Ihr Amt, das bisher jeder ehrenamtlich vertrat, bezahlt wird. Gut bezahlt wird. Dann haben Sie sich vom sportlichen Erfolg blenden lassen, haben Ihre Kontrolle über die sportlichen Verantwortlichen vernachlässigt, sind statt dessen anderen Luftschlössern hinterhergesponnen, irgendetwas mit Multifunktionsarenen im Umland usw. Im Endeffekt haben Sie in einem Jahr alles sportlich aufgebaute, von einem in sich zerstrittenem Führungsteam an die Wand fahren lassen und als der sportliche Leiter zu Ihnen kam, um den Trainer zu wechseln, haben Sie ihn gegen die Wand laufen lassen. Evt. hätte hier der Abstieg vermieden werden können. Dann holten Sie einen Trainer als Manager der mit Antritt des Amtes sich schon mit dem Abstieg abgefunden hatte und nicht viel dafür tat die Klasse noch irgendwie zu halten. Sie wollten etwas ändern in Ihrem Führungsstil. Haben Sie das getan? Ich sehe nicht das Armin Veh, anders arbeitet wir Jörg Schmadtke, der scheint auch machen zu können, was er will und scheint auch noch dem Trainer rein zu funken. Ich hoffe das geht gut. Dann diese lächerliche Modeste-Rückholaktion – hat der Spieler nun einen Vertrag bei uns oder nicht? Sie hatten den Vertrag doch so öffentlichkeitswirksam kundgetan…naja…im Groben und Ganzen haben Sie Erfolge die Sie vorweisen können – danke dafür. Aber sich scheinen, mit dem Erfolg abgehoben zu sein und die Kontrolle verloren zu haben. Ich sehe nicht, dass Sie die Kontrolle wieder gefunden haben, noch dass Sie diese wieder bekommen werden. Mit Ihrem Handeln haben Sie die Fans in mehrere Lager gespalten. Den Verein den Sie einen wollten haben Sie mehr gespalten als je zu vor. Von daher tun Sie sich und uns einen Gefallen – erledigen Sie Ihre Arbeit so gut es geht, bis zum Ende Ihrer Amtszeit und übergeben Ihre Ämter mit voller Unterstützung an Ihre Nachfolger. TRETEN SIE BITTE NICHT MEHR AN.

    • Robert H. says:

      Lieber Nick, hoffe du hattest schöne Weihnachten. Der Braten liegt dir aber noch im Magen, jedenfalls scheint er sich auf deine Orthographie und die Syntax auszuwirken.

      Nix für ungut, mal rein sachlich: ich sehe wenig, was man dem Vorstand so weit anlasten kann, dass man ihn nicht in seinem Amt bestätigen könnte, geschweige denn dass man da einen Rücktritt fordern könnte. In erster Linie ist der Vorstand dafür verantwortlich, dass der Verein finanziell auf gesunden Beinen steht, dass der Verein im Kerngeschäft (also bei den Profis) sportlich nicht völlig in der Versenkung verschwindet, dass der Verein ein Standing in Politik und Gesellschaft hat und dass der Zusammenhalt innerhalb des Vereins, also zwischen den Gremien und der Fans funktioniert.

      Über das finanzielle brauchen wir wohl nicht zu reden – das ist allem Anschein nach gut. Trotz des Abstiegs, obwohl das doch vorher von vielen, auch von dir, Nick, als der sichere Ruin ausgerufen wurde. Trotz der hohen Ausgaben für Spieler, die uns leider vor Jahresfrist nicht im erhofften Umfang weiter geholfen haben. Auch wenn die fianzielle Situation zunächst mal ein Verdienst von Wehle ist, so gibt es hier nichts, was man dem Vorstand anlasten könnte.

      Die unfassbare sportliche Delle der letzten Situation hat den Vorstand gleich mehrfach in Bedrängnis gebracht und ihn zu Entscheidungen gezwungen, die man im Vorfeld NIEMALS als richtig oder falsch einschätzen konnte. Nur ein Beispiel: der Zeitpunkt der Stöger-Entlassung. Selbst du, Nick warst noch 1 oder 2 Wochen vor dem Schalke-Spiel (nachdem Stöger dann entlassen wurde) unsicher, ob das ein guter oder nicht so guter Schritt sein würde.
      Der Vorstand kann den GF Sport berufen oder abberufen, aber in seine Arbeit sollte er tunlichst sich nicht oder nur wenig einmischen. Nichts anderes hat der Vorstand immer gemacht. Was ist ihm da konkret vorzuwerfen? Aus deinem Post ist abzuleiten, dass er deiner Meinung nach Veh wieder feuern sollte, weil er „scheinbar genau so arbeitet wie Schmadtke“ oder gar „dem Trainer reinfunkt“. Ich kann nur hoffen, dass der Vorstand seriös genug ist, genau das nicht zu machen, weil doch der sportliche Turnaround bisher doch einigermaßen geschafft ist.
      Nein – dem Vorstand ist dafür zu danken, dass er Veh geholt hat, der bisher mit Ruhe und Weitblick einen guten Trainer geholt hat (der wiederum z.B. einen bereits völlig abgeschriebenen Cordoba wieder zum stabilen Spieler geformt hat), sowie einige wertvolle Transfers gemacht hat mit Spielern, die aktuell enorm zum aktuellen „Erfolg“ beitragen.
      Das mit der Geschichte um Madeye-Mody Modeste ist eine so nebensächliche Petitesse, die dem Verein kaum schadet. Das wird erst ernst, wenn der FC für ihn einen Haufen Geld zahlen müsste, aber das ist nicht Stand der Dinge. Sollte er für mau beim FC spielen dürfen, dann ist das zunächst eine amüsante Erfolgsstory. Ob er dann noch ins Mannschaftsgefüge passt ist eine Frage, die der Trainer beantworten muss. Aber auch hier: was ist dem Vorstand da anzulasten?
      Über Stadion und Geißbockheim kann ich zu wenig sagen. Aber auch hier liegt die Sache in welche Richtung auch immer auf Eis – ein Versagen des Vorstandes kann ich aber auch hier nicht erkennen.
      Bleibt der Umgang mit den Fans – da heißt es bei dir: „… in mehrere Lager gepalten … mehr gepalten, als je zuvor“. Bei allem Respekt, Nick, aber wenn dem so sein sollte, dann habe ich was verpasst. Ich denke doch, dass es da deutlich schlimmere Zeiten gab. Man sollte doch bitte nicht einen veritabelen Diskurs innerhalb des Vereins nicht mit einer tiefgründigen Spaltung verwechseln, bei der es zu unüberwindbaren Gräben kommt.
      Zu guter Letzt: am Status Quo festzuhalten kommt mir weniger riskant vor, als ohne Not einen Vorstand, der seine Hauptaufgaben im Prinzip erfüllt hat komplett austauschen zu müssen gegen einen, von dem man dasselbe nur erhoffen, im Vorfeld aber nicht wissen kann (sic: Entscheidung richtig oder falsch?).

      In diesem Sinne: guten Rutsch an alle und auf ein hoffentlich ganz erfolgreiches Jahr 2019!!

      • NICK says:

        Hi Robert, habs überlesen aber keine Zeit ausführlich zu antworten. Ebenso wie ich eigentlich keine Zeit für den Kommentar hatte – das war die absolute Kurzfassung…

        Passende Nachfolger zu finden wird nicht schwer sein. Das läuft heute alles über Headhunter, dazu ist es für viele absolute Herzensache und das grösste Präsident des FC zu werden. Das jetzige Team hat seinen Zenit längst überschritten und wird die Kurve nicht mehr kriegen. Die haben fertig und sollten das akzeptieren.

    • udo schmidt says:

      Zu 90 % bin ich bei dir in der Analyse und der daraus resultierenden Konsequenz.Nur Eines muß man wissen: Es kann auch alles noch viel schlimmer werden (Stichwort: Artzinger Bolten).
      Bevor ich „Vorstand tritt nicht mehr an“ fordere möchte ich die Alternative dazu kennen.Wenn die besser ist für den Verein,dann ja.Aber auch nur dann.

  8. Anti Raute says:

    Ohne Alternative hat man keine Wahl, so einfach ist das. Solange niemand weiß, ob und wer gegen den aktuellen Vorstand kandidieren wird, ist und bleibt es sinnlos ein „Vorstand raus“ zu fordern. Herr Schmidt hat Recht, es kann noch schlimmer kommen. Zur Zeit kann man dem aktuellen Vorstand wenig vorwerfen. Die Causa Modeste ist keine, auch wenn die Präsentation nicht so toll war, aber es entsteht dadurch kein Schaden für den Verein. Sollte Modeste die Spielberechtigung bekommen, dann hat dieser Vorstand einen Coup gelandet. Herr Cöln, was soll dann sein? Dann bezahlt man eben Ablöse, man hat doch schließlich auch 30 Mio Euro für Modeste eingenommen. Wo wäre also ihr Problem, wenn man davon ein wenig für eine Rückkehr bezahlen müsste?

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