,

Sechs Siege? 39 Punkte vor Weihnachten als Ziel

Vier Siege in Folge, das gelang dem 1. FC Köln nicht einmal in der Saison 2016/17, die zur Qualifikation für die Europa League reichte. Eine Serie von vier Erfolgen liegt jetzt schon viereinhalb Jahre zurück – im Frühjahr 2014 in der Aufstiegssaison unter Peter Stöger. Damals gewann der FC sogar fünfmal in Folge. Gelingt Markus Anfang dieses Kunststück ebenfalls – und baut er die Serie gar noch aus?

Köln – Zwei Heimspiele erwarten den Effzeh vor Weihnachten noch. Der 1. FC Magdeburg am Montagabend und den VfL Bochum am Freitagabend der kommenden Woche – dann geht es für die Geissböcke in den kurzen Winterurlaub, ehe es am 4. Januar mit der Vorbereitung auf die verbliebenen 16 Zweitliga-Spiele der Saison 2018/19 geht.

„Wir haben uns jetzt oben festgebissen und auch auswärts ein Ausrufezeichen gesetzt“, sagte Torjäger Simon Terodde nach dem 3:1 in Regensburg. „Jetzt haben wir noch zwei richtig geile Heimspiele. Wenn wir da die volle Ausbeute holen, können wir in Ruhe Weihnachten feiern.“ Die volle Ausbeute, das wären weitere sechs Punkte, sodass die Geissböcke mit 39 Punkten in die Winterpause gehen würden. Ein klares Ziel, das auch Timo Horn und Dominick Drexler ausriefen. Der Doppeltorschütze erklärte, der FC müsse jetzt „noch eine Schippe drauflegen, um die Punkte zuhause zu behalten“.

Zunächst steht am Montag in einer Woche das Heimspiel gegen Magdeburg an. Der Aufsteiger trotzte Union Berlin am vergangenen Wochenende ein Unentschieden hat. Der Effzeh hat daher nun fünf Punkte Vorsprung auf Rang drei. Gegen den FCM geht es am 17. Spieltag um einen erfolgreichen Hinrunden-Abschluss. In den letzten zehn Jahren holten die Tabellenzweiten der Zweiten Liga nach 17 Spielen im Schnitt 33,4 Punkte. Der FC liegt also auf Kurs. Mit einem Sieg würde Köln auf 36 Punkte stellen – der Wert, den die Herbstmeister der Zweiten Liga in den letzten zehn Jahren im Schnitt erreichten.

Herbstmeister würden die Geissböcke freilich nur, wenn der Hamburger SV als Tabellenführer am kommenden Freitag beim MSV Duisburg nicht gewänne. Dennoch können die Kölner vom HSV unabhängig auf 36 Punkte stellen und lägen damit bei Halbzeit der Zweiten Liga klar auf Kurs, um am Ende der Saison in die Bundesliga zurückzukehren. Denn mit 72 Punkten nach 34 Spieltagen – sollte der FC seine Punktzahl in der Rückrunde bestätigten – stieg in der Geschichte der Zweiten Liga noch jedes Team in die Bundesliga auf.

Fortuna Düsseldorf als Warnung

Doch der FC darf gewarnt sein. Die meisten Punkte nach einer Zweitliga-Hinrunde holte in den letzten zehn Jahren Fortuna Düsseldorf mit überragenden 41 Punkten. In der Rückrunde brach F95 aber ein, holte nur noch 21 Zähler, rettete sich mit 62 Punkten aber immerhin noch in die Relegation. Dort gewann Düsseldorf in zwei dramatischen Spielen schließlich gegen Hertha BSC. Doch die Relegation wollen die Geissböcke unter allen Umständen in dieser Saison vermeiden – auch, um einem möglichen Derby gegen Düsseldorf in der Relegation zu entgehen.

Umso wichtiger wäre es, in den letzten beiden Heimspielen des Jahres 2018 mit zwei Siegen über Magdeburg und Bochum noch einmal ein Zeichen zu setzen. Darauf hoffte nach dem Sieg in Regensburg auch Jhon Cordoba, der für den FC in den letzten Wochen zu einer wertvollen Stütze geworden ist. „Wir haben sehr viel Selbstvertrauen gewonnen“, sagte der Stürmer und sprach dabei nicht nur über sich selbst. „Wir müssen jetzt positiv bleiben und wollen die letzten beiden Spiele vor Weihnachten gewinnen.“ Um mit 39 Punkten nach 18 Spielen ein frohes Weihnachtsfest feiern zu können.

1 Antwort

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar