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Sechster Versuch: So liegt Anfang im Aufstiegsvergleich

Der 1. FC Köln versucht in dieser Saison zum sechsten Mal die Rückkehr in die Bundesliga. Nach den Abstiegen 1998, 2002, 2004, 2006 und 2012 muss dieses Mal Markus Anfang mit seinem Team den Aufstieg erreichen. Im Vergleich mit seinen Vorgängern liegt der FC-Coach auf Kurs.

Köln – Ewald Lienen, Friedhelm Funkel, Huub Stevens, Christoph Daum und Peter Stöger heißen die bisherigen Aufstiegstrainer der Geissböcke. Markus Anfang will mit seinem Team im kommenden Mai dazu gehören. Dafür hat der FC unter dem neuen Trainer vollständig auf Angriff geschaltet. Die Unterschiede zu seinen Vorgängern sind in Teilen groß. Der Vergleich.

1999/2000: Souverän an der Spitze

Nach dem ersten Abstieg brauchte der FC ein Jahr, ehe mit Ewald Lienen der Erfolg zurückkam und die Geissböcke wieder Kurs auf die Bundesliga nehmen konnten. Nach 18 Spieltagen lag Köln mit satten 40 Punkten und neun (!) Zählern Vorsprung weit vorne an der Tabellenspitze vor Energie Cottbus.

Statistik: 1. Platz, 40 Punkte, 39:13 Tore, 12-4-2 (S-U-N)

2002/03: Funkel übertrifft Lienen

In der Saison 02/03 nach dem zweiten Abstieg gelang es Friedhelm Funkel sofort, das Ruder herumzureißen. Der Effzeh steuerte nach 18 Spieltagen ungehindert auf den Wiederaufstieg zu. Keine Niederlage, sogar noch zwei Punkte mehr als unter Lienen und acht Zähler Vorsprung vor Eintracht Frankfurt auf Rang zwei bedeuteten eine klare Machtdemonstration der Kölner.

Statistik: 1. Platz, 42 Punkte, 40:19 Tore, 12-6-0

2004/05: Unter Stevens auf Rang zwei

Nach dem dritten Abstieg übernahm Huub Stevens und führte Köln sofort wieder zurück in Liga eins. Nach 18 Spieltagen war es aber noch eng. Köln war nur Zweiter hinter dem MSV Duisburg, mit 37 Punkten lagen die Geissböcke zwei Punkte hinter den Zebras und einen Zähler vor Fürth.

Statistik: 2. Platz, 37 Punkte, 32:20 Tore, 11-4-3

2007/08: Enges Rennen unter Daum

Unter Christoph Daum sollte es nach einem ersten, verpassten Anlauf auch im zweiten Zweitliga-Jahr 07/08 ein enges Rennen werden. Der Startrainer bekam die Geissböcke nur schleppend ans Laufen. Nach 18 Spieltagen lag der Effzeh nur auf Rang vier, mit 31 Punkten enttäuschend, aber immerhin nur einen Punkt hinter den Aufstiegsrängen. Am Ende sollte es knapp (mit 60 Zählern und zwei Zählern Vorsprung) als Dritter reichen. Doch souverän war es nie.

Statistik: 4. Platz, 31 Punkte, 33:24 Tore, 9-4-5

2013/14: Kölner Festung als Trumpf

Peter Stöger übernahm die schwierige Mission, den FC 2013/14 zurück in die Bundesliga zu führen. Nach 18 Spieltagen führte der FC dann auch die Tabelle an. Die 36 Punkte – wie heute – reichten sogar zu einem Vier-Punkte-Vorsprung. Der Faustpfand unter Stöger war aber die Defensive: Nur acht Gegentore bedeuteten Liga-Bestwert. Nach 34 Spieltagen waren es ganze 20 Gegentore. Der FC stieg souverän auf.

Statistik: 1. Platz, 36 Punkte, 29:8 Tore, 10-6-2

2018/19: Reicht Anfangs Offensivfeuerwerk?

Der 1. FC Köln im Januar 2019 steht nach 18 Spielen mit 36 Punkten auf Rang zwei. Die 47 erzielten Tore sind nicht nur Ligaspitze, sondern auch im Vergleich der vorherigen Aufstiegstrainer. Kein FC zuvor legte ein derartiges Offensivfeuerwerk hin wie die Anfang-Elf. Dagegen kassierte aber auch nur die Daum-Elf mehr Gegentore und verlor häufiger. Einen Punkt hinter dem HSV und zwei vor St. Pauli liegt der FC im Hamburg-Sandwich auf Rang zwei.

Statistik: 2. Platz, 36 Punkte, 47:22 Tore, 11-3-4

1 Antwort
  1. Pascal says:

    Hmm, eigentlich stimmt die Formulierung nicht. Es geht darum, den 6. Aufstieg zu schaffen, versucht hat man es aber schon öfter, teilweise halt auch ohne Erfolg. Der „6. Versuch“ ist also eigentlich der 10. (oder so, hab nicht genau nachgezählt, wie viele Saisons im Unterhaus bestritten wurden).

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