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Die neuen FC-Marktwerte: Großes Potential trotz Verlusten


Der 1. FC Köln führt die 2. Liga aktuell nicht nur nach Punkten an. Auch finanziell sind die Geissböcke bekanntlich das Maß aller Dinge. Werte, die gerne herangezogen werden, um die Schlagkräftigkeit einer Mannschaft zu definieren, sind die Marktwerte von transfermarkt.de. Werte mit eigentlich geringer Aussagekraft, doch der Kölner Kader dominiert demnach nicht nur das Unterhaus. Er zeigt auch auf, dass die Geissböcke echte Marktwerte mit einem Aufstieg generieren könnten.

Köln – Laut des Portals sind die Kölner mit einem Marktwert von 81,7 Millionen Euro das mit Abstand wertvollste Team der Zweiten Liga. Auf Platz zwei rangiert wenig überraschend mit dem Hamburger SV (57,2 Mio.) der zweite Bundesliga-Absteiger. Union Berlin (21,2 Mio.) landet mit deutlichem Abstand auf Rang drei. Andere Dimensionen also, die der FC inzwischen auch in Ergebnisse umzuwandeln in der Lage ist?

Köln mehr wert als Nürnberg und Düsseldorf

Wichtiger als der Ligavergleich dürfte perspektivisch der Vergleich mit der Bundesliga sein. Das Team von Trainer Markus Anfang ist deutlich mehr wert als die beiden aktuellen Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Nürnberg (52,6 Mio.) und Fortuna Düsseldorf (67,8 Mio.). Ein Hinweis darauf, dass der FC mit anderen Voraussetzungen in eine neuerliche Erstliga-Saison starten könnten? Zumindest wird klar, was der Effzeh durch den Abstieg für Einbußen hinnehmen musste. Der FC war kein normaler Absteiger und wäre kein normaler Aufsteiger.

Natürlich sind solche Zahlenspielereien mit Vorsicht zu genießen. Doch genau vor einem Jahr war der Köln-Kader noch rund 118 Millionen Euro wert – und somit teurer als aktuell die Teams des SC Freiburg (108 Mio.), des FC Augsburg (113 Mio.) und von Hannover 96 (114 Mio.). Damals gehörten zwar noch Spieler wie Leonardo Bittencourt, Dominique Heintz und Yuya Osako zur Kölner Mannschaft. Andererseits sind nicht nur Spieler wie Dominick Drexler, Rafael Czichos, Lasse Sobiech und Louis Schaub hinzugekommen, sondern auch die Winter-Neuzugänge Anthony Modeste, Johannes Geis und Florian Kainz.

Kader mit großem Potential

In dieser theoretischen Welt virtueller Marktwerte geht es vor allem auch darum, mögliches Wert-Potential im Falle des Erfolgs – beim FC der direkte Wiederaufstieg – darzustellen. Denn tatsächlich geht es für den Effzeh auch darum, nach dem Abstieg wieder Werte zu schaffen. Das beste Beispiel ist Jhon Cordoba, ein Spieler, dessen Marktwert in der Abstiegssaison auf Null gesunken war, bei den Geissböcken aber dennoch mit 17 Millionen Euro Ablöse in den Büchern stand. Ein Verkauf im Sommer 2018 wäre eine finanzielle Katastrophe geworden, auch wegen den Abschreibungen über mehrere Jahre. Dass er sich in den letzten Monaten derart in den Fokus spielen konnte, macht ihn perspektivisch wieder deutlich wertvoller als die aktuell virtuell veranschlagten vier Millionen Euro.

Ähnliches könnte für Spieler wie Schaub, Kainz und Geis gelten. Während Schaub durch den Wechsel nach Deutschland überhaupt erst einen höheren Marktwert erhielt und diesen bislang mehr als bestätigte, könnten sich Kainz und Geis nach ihren schwierigen letzten Monaten und Jahren wieder positiv entwickeln. Zuletzt fielen ihre virtuellen Werte von vier auf drei Millionen Euro – perspektivisch könnten sie auch real wieder mit höheren Werten in Kölns Büchern stehen. Gleiches gilt für den einstigen Rekordtransfer des 1. FC Köln. Modestes Marktwert schrumpfte durch seine Zeit in China gar von 16 auf neun Millionen Euro. Zwar wird der 30-Jährige nicht jünger und damit nicht attraktiver für andere Klubs. Sein Wert – finanziell und sportlich – dürfte aber noch Luft nach oben haben.

Der FC stellt vier der fünf wertvollsten Spieler

Insgesamt verloren neun FC-Spieler an Wert (darunter Salih Özcan, Frederik Sörensen, Vincent Koziello, Jonas Hector und Timo Horn). Die meisten davon nur geringfügig. Lediglich Simon Terodde (von drei auf dreieinhalb Mio.), Niklas Hauptmann (von eineinhalb auf zwei Mio.) und Rafael Czichos (von eineinhalb auf knapp zwei Mio.) konnten ihren Marktwert etwas steigern.

Der teuerste FC-Spieler ist weiterhin Jonas Hector. Allerdings fiel der Kapitän von 15 auf 12,5 Millionen Euro. Neben Hamburgs Douglas Santos gehören mit Hector, Modeste, Horn und Jorge Meré gleich vier Geissböcke zu den fünf wertvollsten Spielern der 2. Liga.

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