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Spinner-Nachfolge: Werner Wolf soll FC-Präsident werden


Im September 2019 wird der 1. FC Köln einen neuen Präsidenten bekommen. Nun ist auch klar, wer der neue Mann an der Spitze der Geissböcke werden soll: Auf Werner Spinner soll Dr. Werner Wolf folgen. Ein Name, der den FC-Fans bekannt vorkommen dürfte. Wolf hatte im Herbst 2011 den FC interimsweise geführt und Spinner höchstpersönlich als Präsidenten ausgesucht. Nun will ihn der FC-Mitgliederrat offenbar zum zehnten Präsidenten in der FC-Historie machen.

Köln – Der GEISSBLOG.KOELN kann einen Bericht des Express bestätigen, wonach die Wahl des Mitgliederrates auf Dr. Werner Wolf gefallen sein soll. Zwar hatte sich zuletzt Christoph Daum für den CDU-Politiker Wolfgang Bosbach stark gemacht. Doch dieser würde wohl nur im Falle einer Nominierung durch den Mitgliederrat zur Verfügung stehen – nicht aber in einer Kampfabstimmung. Der Mitgliederrat hat sich aber wohl für Wolf ausgesprochen.

Wolf war von 2003 bis 2011 zunächst als Vertreter des damaligen Hauptsponsors funnyFrisch Mitglied des Verwaltungsrats der Geissböcke, später in seiner Rolle als Geschäftsführer der Bitburger Braugruppe. Nach dem Rücktritt von Wolfgang Overath, Friedrich Neukirch und Jürgen Glowacz am 13. November 2011 war Wolf dann als Vorsitzender des Verwaltungsrates zum kommissarischen FC-Boss aufgestiegen. Zusammen mit Josef Sanktjohanser begab sich Wolf im Winter 2011/12 auf die Suche nach einem neuen Präsidium für den 1. FC Köln. Dieses fand Wolf schließlich mit Werner Spinner, Toni Schumacher und Markus Ritterbach.

Nur Bosbach hätte Duo helfen können

Nun soll ausgerechnet Wolf mit zwei ebenfalls neuen Vizepräsidenten auf Spinner, Schumacher und Ritterbach folgen. Der 62-Jährige war im Herbst 2016 nach sieben Jahren als Sprecher der Bitburger-Geschäftsführung und Leiter der Bereiche Marketing und Vertrieb abgetreten. Anschließend schloss er sich als Gesellschafter der Infrasonics GmbH an, einem Unternehmen für Schlaftechnologien, das sich auch im Profisport engagiert, unter anderem – ausgerechnet – mit Kölns Erzrivalen Bayer 04 Leverkusen und dem FC Schalke 04.

Klar ist zwar noch nicht, wer Wolfs Vizepräsidenten werden sollen. Sehr wohl aber scheint inzwischen klar, dass Schumacher und Ritterbach aus dem Rennen sind. Der Mitgliederrat will einen Neuanfang im Vorstand erwirken, nachdem es in den letzten Monaten zum offenen Bruch gekommen war und auch Schumacher und Ritterbach bei vielen Mitgliedern und Fans heftig in die Kritik geraten waren. Ein Bündnis mit Bosbach hätte das Duo unter Umständen wieder in eine stärkere Position bringen können. Mit Wolf an der Spitze wären die langjährigen Vizepräsidenten aber raus.

Interessanter Nebenaspekt: Nicht nur Spinner, sondern auch Wolf hatte damals betont, der FC brauche weder einen Messias noch einen Sonnenkönig an der Spitze des FC. Als promovierter Psychologe und erfahrener Unternehmensleiter, so hofft man beim Mitgliederrat, dürfte er wissen, wie wichtig dies gerade für den Effzeh in den kommenden Monaten und Jahren sein dürfte.

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