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Bis zu zwei Millionen Euro: Macht der FC bei den Frauen ernst?

Fünf Spieltage vor dem Saisonende haben die Frauen des 1. FC Köln immer noch die Chance, den Aufstieg in die Bundesliga zu realisieren. Nach zwei lehrreichen Jahren in Liga eins mit zwei direkten Wiederabstiegen, würde ein erneutes Abenteuer in die Bundesliga für alle Beteiligten jedoch nur Sinn machen, wenn die Mannschaft entsprechend verstärkt würde. Dafür müsste der Effzeh seinen Frauen erstmals einen konkurrenzfähigen Spieleretat zur Verfügung stellen.

Köln – Derzeit stehen die Frauen des 1. FC Köln auf dem dritten Tabellenplatz der zweiten Bundesliga. Eigentlich steigen nur die beiden Erstplatzierten am Saisonende auf. Doch da dort mit dem VfL Wolfsburg II und dem FC Bayern München II jeweils zwei zweite Mannschaften platziert sind und diese nicht zum Aufstieg berechtigt wären, dürften sich die FC-Frauen nach momentanem Stand über den direkten Wiederaufstieg in die Allianz-Frauen-Bundesliga freuen.

Vereinsführung müsste in Frauenmannschaft investieren

Bereits zwei Mal waren die FC-Frauen in die höchste Spielklasse der Damen aufgestiegen. Zwei Mal mussten die Kölnerinnen viel Lehrgeld zahlen und stiegen am Ende der Saison sang- und klanglos wieder ab. Dies soll in der kommenden Saison angeblich anders werden. Dafür muss sich die Vereinsführung jedoch entscheiden, ob sie in die Damenmannschaft des 1. FC Köln investieren will oder nicht. Ohne entsprechende Verstärkung, das hat man in den Vorjahren gesehen, wäre es nicht möglich, in der Bundesliga konkurrenzfähig zu sein.

Eine Mannschaft im Mittelfeld der Frauen-Bundesliga benötigt aktuell einen Spieleretat von rund 1,5 bis zwei Millionen Euro. Nach GBK-Informationen gibt es nun erste Signale, wonach die aktuelle Vereinsführung gewillt wäre, dieses Investment einzugehen. Bei einem möglichen Aufstieg wolle man aus seinen Fehlern lernen und eine Bundesliga-taugliche Mannschaft auf den Rasen schicken. Andernfalls würde die Frauenmannschaft auf einen Aufstieg verzichten. Denn eine erneute Demütigung, wie sie zur Zeit auch die Frauen von Borussia Mönchengladbach mit nur einem Punkt aus 18 Spielen und einem Torverhältnis von -80 erleben, will man – auch im Sinne der Spielerinnen – vermeiden.

Vorentscheidendes Duell gegen Jena

Ein vielleicht vorentscheidendes Duell findet dafür bereits am kommenden Samstag statt, wenn die FC-Frauen zum FF USV Jena reisen. Die Thüringerinnen belegen momentan Rang sechs, sind aber in der Tabelle hinter dem Effzeh die zweitbeste „erste“ Mannschaft. Derzeit trennt beide Teams nur ein Punkt. Das Hinspiel endete mit einem torlosen Unentschieden.

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