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Plakat pro Vizepräsidenten – keine Gespräche geplant


Während der 1. FC Köln sportlich auf Kurs Bundesliga liegt, schlingert die Führungsetage in Richtung Machtkampf um den künftigen Vorstand. Am Montag hat sich Mitgliederratschef Carsten Wettich zum Stand der Suche nach einem neuen Präsidium geäußert. Am Sonntag hatten einige Fans Unterstützung für Toni Schumacher und Markus Ritterbach signalisiert.

Köln – Es prangte an prominenter Position: Über dem Konterfei von Hans Schäfer, über dem Schriftzug der „Hans Schäfer Südkurve“ und damit an politisch schwergewichtiger Position tauchte am Sonntag ein großes Banner auf. „Durch dick un durch dünn – wigger mit Markus un Tünn“ stand dort am Oberrang geschrieben, während die „Vorstand raus“-Plakate der aktiven Fanszene im unteren Teil der Südkurve die Gitter zierten.

Das Pro-Vizepräsidenten-Banner stammte dem Vernehmen nach von den „FC-Fründe Mai ’98“, ein Fanclub, der schon lange vor allem hinter Schumacher steht. Nach der ersten Halbzeit wurde das Banner entfernt, angeblich auch, weil sich einige Fans an der Position – über dem Hans-Schäfer-Schriftzug – gestört hatten. Die Botschaft war bis dahin aber angekommen. Längst nicht alle FC-Fans wünschen sich im Herbst 2019 auf der Mitgliederversammlung einen Umbruch auf höchster Führungsebene. Auch deswegen suchen Schumacher und Ritterbach bekanntlich im Hintergrund nach Wegen, um in jedem Fall erneut für den Vorstand zu kandidieren.

Wettich stellt klar: Kommission gesprächsbereit

Dass der Weg in einen neuen Vorstand wohl nicht über den Mitgliederrat führen wird, wurde in den letzten Tagen ebenfalls deutlich. Allerdings, so hieß es zuletzt, auch deswegen, weil die Findungskommission des Mitglieder-Gremiums bislang nicht einmal ein Gespräch mit den beiden amtierenden Vizepräsidenten gesucht habe. Dem widersprach am Montag nun Carsten Wettich, der dem Mitgliederrat vorsteht und der Kommission angehört. Auf der Vereinshomepage veröffentliche der Effzeh ein Statement des Mitgliederratschefs. Darin hieß es: „Die Findungskommission hat in den vergangenen Wochen eine Reihe von Sondierungsgesprächen geführt, weitere werden folgen. Der Prozess erfolgt in enger Abstimmung mit den Aufsichtsrats- und Beiratsvorsitzenden“, erklärte Wettich. Eine Entscheidung über ein vollständiges Vorstandsteam sei bislang noch nicht gefallen. Es gäbe daher auch noch nichts zu verkünden.

Wettich stellte auch klar, man habe die amtierenden Vorstandsmitglieder „eingeladen, sich mit uns zusammenzusetzen. Diese haben jedoch uns gegenüber und bekanntermaßen auch öffentlich erklärt, die Kräfte für den Aufstieg bündeln und das Gespräch mit uns hintenan stellen zu wollen. Sie haben uns angekündigt, man werde auf uns zukommen“, sagte Wettich, führte jedoch auch an: „Diese Entscheidung haben wir akzeptiert, den Vorstandsmitgliedern aber zugleich erklärt, dass wir diesen Zeitpunkt für zu spät halten und auch mit anderen Kandidaten sprechen werden.“ Die Einladung der Findungskommission an die beiden derzeitigen Vizepräsidenten gelte zwar freilich weiterhin. Doch Wettich ließ durchklingen, dass sich der Mitgliederrat anderweitig umschauen werde.

Will das Vize-Duo überhaupt noch mal gemeinsam ran?

Zuletzt war darüber spekuliert worden, ob Wolfgang Bosbach als möglicher Präsident für ein Vorstandstrio zur Verfügung stehen würde. Der CDU-Politiker scheint eine Kampfkandidatur gegen ein vom Mitgliederrat vorgeschlagenes Präsidium jedoch zu scheuen. Darüber hinaus ist längst nicht klar, ob Toni Schumacher und Markus Ritterbach gemeinsam in einer Gegenkandidatur ziehen würden. Auch das Vizepräsidenten-Duo war sich in der Vergangenheit nicht immer wohl gesonnen. Denkbar ist auch, dass Schumacher und Ritterbach jeweils ihren eigenen Weg in ein mögliches neues Präsidium suchen werden.


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