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„Dass wir nur auf uns schauen, ist nur eine Floskel“

Der 1. FC Köln hat Holstein Kiel am 27. Spieltag keine Chance gelassen. Das 4:0 (2:0) bedeutete einen wichtigen Schritt in Richtung Aufstieg, nachdem die Konkurrenz gepatzt hatte. So sah es hinterher nicht nur Torschütze Simon Terodde. Die Stimmen zum Spiel. 

Aus Müngersdorf berichten Sonja Eich, Eliano Lußem und Marc L. Merten

Simon Terodde: „Holstein Kiel spielt nicht wie eine typische Zweitliga-Mannschaft. Sie versuchen hinten raus zu kombinieren. Da haben wir unsere Chance gesehen, um zu Ballgewinnen zu kommen. Das 2:0 war das perfekte Beispiel. Mit dem 3:0 war es eine Vorentscheidung, danach haben wir es gut runtergespielt. Es war ein bisschen kurios, wir haben nicht gespielt und die Konkurrenz gewinnt nicht. Wir schauen nur auf uns – das ist nur eine Floskel. Natürlich schaut man auch, was die Konkurrenz macht. Wir haben noch ein paar Schritte zu gehen, aber der heutige war wichtig und überzeugend.“

So gehen wir auch die nächsten Wochen an

Jonas Hector: „Wenn man 4:0 zuhause gewinnt, kann man auf jeden Fall zufrieden sein. Kiel ist eine Mannschaft, die auch mitspielen will. Gerade in Kontersituationen haben sie ihre Stärke, da haben wir auch ein paar von zugelassen. Nichtsdestotrotz haben wir selbst noch Chancen gehabt, das Ergebnis höher ausfallen zu lassen. Ich hätte das Tor natürlich gerne direkt gemacht, aber es wäre ja fatal dann nicht direkt nachzugehen. Wenn wir nicht davon überzeugt wären, dass wir da stehen, wo wir jetzt stehen, würden wir nicht solche Leistungen abrufen wie in den letzten zwei Heimspielen. So gehen wir auch die nächsten Wochen an, um unser Ziel zu erreichen.“

Rafael Czichos: „Noch sind ein paar Spiele zu spielen. Man hat gesehen, dass jede Mannschaft ihre Schwierigkeiten in der Saison hat. Jetzt hat es Union getroffen, Hamburg hat nur Unentschieden gespielt. Das konnten wir heute gut ausnutzen. Aber wenn wir jetzt keine Punkte mehr holen, bringen uns die sieben Punkte Vorsprung auch nichts. Wir spielen relativ befreit auf und haben sehr aggressiv gespielt. Das mussten wir auch, weil das eigentlich Kiels Spielstil ist. Es war wichtig, dass wir von der ersten Minute an die richtige Einstellung an den Tag legen. Wir sind zwei Mal in einen Konter gelaufen, aber dafür hätten wir auch zwei, drei Tore mehr machen können.“

Tim Walter: „Der 1. FC Köln hat heute verdient gewonnen, weil sie eine brutale individuelle Klasse hatten und wir zu viele individuelle Fehler. Sowohl mit dem Ball als auch gegen den Ball. Der FC hat auf das Umschalten gelauert und das auch gut gemacht. Dagegen haben wir kein Mittel gefunden. Uns ist es verwehrt geblieben, Nadelstiche zu setzen, obwohl die Chancen da waren. Aber meine Mannschaft hat nie aufgehört Fußball zu spielen und weiterzumachen. Wir schütteln uns kurz und dann geht es weiter.“

Das ist menschlich und normal

Markus Anfang: „Wir haben von vorneherein versucht, Druck aufzubauen. Die Jungs haben das gut umgesetzt und vorwärts verteidigt. In der ersten Halbzeit hätten wir das ein oder andere Tor mehr machen können oder sogar müssen. Das 3:0 direkt nach der Pause tut uns natürlich richtig gut. Dann sind wir ein bisschen in einen Verwaltungsmodus reingekommen. Das ist vielleicht menschlich und normal, wenn du 3:0 führst, dass der Druck dann raus ist. Insgesamt ist der Plan aufgegangen. Unsere Fans unterstützen uns phänomenal. Die Leute nehmen das gerade an und es ist ein Wahnsinn für mich als Kölner. Ich freue mich für jeden Fan, der nach dem Spiel glücklich nach Hause geht.“

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