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„Einfach weiter gewinnen“: U21 soll Pawlaks Motto fortsetzen

Mittlerweile hat André Pawlak seine ersten beiden Trainingseinheiten Bei den Profis des 1. FC Köln hinter sich. Den heutigen Mittwoch hat er seiner neuen Mannschaft frei gegeben. Zeit auch für ihn, sich bewusst zu werden, was in den vergangenen Tagen passiert ist. Und für seine U21, trotz des Verlusts des Trainers den Klassenerhalt einzutüten.

Köln – Es muss ungefähr so ausgesehen haben: Am Freitagabend verliert der Effzeh mit 1:2 gegen den SV Darmstadt 98. Am Samstagmittag wird das Kündigungspapier von Markus Anfang unterschrieben. Derweil spielt die U21 des Effzeh gegen den SC Wiedenbrück, das nächste Entscheidungsspiel im Abstiegskampf der Regionalliga West. An der Seitenlinie steht André Pawlak, führt seine Jungs zu einem weiteren 3:0-Sieg. Nach der Pressekonferenz wird Pawlak ins Büro von Matthias Heidrich zitiert. Dort erfährt er, er soll sich bei Armin Veh melden. „Ich konnte mir da schon ausrechnen, dass Armin Veh nicht nur einen Kaffee mit mir trinken wollte“, sagt Pawlak später. Er hat die Bewegungen in der Profimannschaft inzwischen mitbekommen. Am Samstagabend wird dann alles offiziell. Veh will Pawlak, der nimmt an. „Da überlegt man nicht lange“, sagt der 48-Jährige.

Jetzt bringen wir das andere Schiff ins Ziel

Wenn der 1. FC Köln eine Flotte wäre, wäre die Profimannschaft logischerweise das Flaggschiff, die U21 eines der flankierenden Beiboote. Angesichts der aktuellen Lage der beiden zieht Pawlak nach seiner Ernennung einen entsprechenden Vergleich: „Die U21 schwimmt, das Schiff ist im Wasser. Jetzt bringen wir das andere Schiff ins Ziel.“ Dieser Kahn ist ungleich größer, doch Kapitän Pawlak muss sich in den Dienst der Reederei stellen, um das Aushängeschild sicher in den Hafen zu bringen. Und der heißt: Bundesliga.

Seit Mitte Februar hat die U21 kein Spiel mehr verloren

Doch auch die Reserve hat noch lange nicht den Anker ausgeworfen, trotz einer sehr stabilen Route in den vergangenen Wochen. In 14 Spielen unter Pawlak sammelte die U21 29 Punkte, führt damit auch die Rückrundentabelle an – nachdem man die Hinrunde noch als Vorletzter mit 10 Punkten beendet hatte. Seit Mitte Februar verlor die Truppe, die künftig von Kevin McKenna gecoacht wird, kein Spiel. Trotzdem heißt das einzige Ziel nur Klassenerhalt.

Drei Spieltage vor Schluss hat der Effzeh II drei Punkte Vorsprung auf den 15. Platz und damit auf den ersten Absteiger. Doch der Kampf um die Plätze ist enorm eng. Zwischen Rang 15 und Rang acht liegen nur sechs Punkte. Nach oben und unten kann noch alles passieren. Und ob nicht nur die Teams auf den Plätzen 16 bis 18, sondern auch der 15. am Ende tatsächlich absteigen muss, hängt davon ab, ob Fortuna Köln als West-Klub drittklassig bleibt oder in die Regionalliga West fallen würde.

Restprogramm machbar

Der Vorsprung auf den 16. Rang beträgt für den Effzeh immerhin acht Zähler. Die Teams auf den letzten Plätzen hat man also erfolgreich distanziert. Jetzt braucht es in den letzten drei Duellen noch einen Sieg. Am Montagabend, parallel zum Spiel der FC-Profis in Fürth, reist die McKenna-Truppe zu Fortuna Düsseldorf II, das mit nur einem Punkt mehr auf dem Konto der Tabellennachbar und damit direkte Konkurrent ist. Eine Woche später geht es daheim gegen den Tabellendritten aus Rödinghausen. Den Abschluss macht das Auswärtsspiel beim Wuppertaler SV, aktuell drei Punkte vor dem FC.

Ein machbares Restprogramm nach den Leistungen der letzten Wochen, um die noch benötigten Punkte einzufahren. Das Motto lautete unter Pawlak: „Einfach weiter gewinnen“. „Das sollen sie jetzt bis zum Schluss durchziehen“, sagt Pawlak, der noch nach dem 3:0 gegen Wiedenbrück forsch erklärt hatte: „Jetzt wollen wir Rückrundenmeister werden.“ Und das nach zehn Punkten aus 17 Hinrunden-Spielen.

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