Vor FC-Rückkehr: „Schweres Telefonat“ mit Baumgart

Kevin McKenna zu gemeinsamen FC-Zeiten mit Steffen Baumgart und René Wagner. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
Kevin McKenna zu gemeinsamen FC-Zeiten mit Steffen Baumgart und René Wagner. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Aktuell ist er der einzige bestätigte Co-Trainer im Team von René Wagner: Kevin McKenna kehrt abermals zum 1. FC Köln zurück. Lange überlegen musste der Ex-Profi für diese Entscheidung nicht – jedoch ein „schweres Telefonat“ führen.

Es kam nicht überraschend, als der 1. FC Köln vor knapp zwei Wochen die Rückkehr von Kevin McKenna verkündete. Schon unter Steffen Baumgart hatte der frühere Innenverteidiger (153 Pflichtspiele für den FC) am Geißbockheim mit René Wagner zusammengearbeitet. Später war er dem Duo sowohl zum Hamburger SV als auch zu Union Berlin gefolgt.

Nun fehlt natürlich einer im Bunde: Wagner ist der neue Chef beim FC, Baumgart aktuell vereinslos. Im April wurde McKenna gemeinsam mit dem 54-Jährigen bei Union Berlin freigestellt. Mit der Rückkehr zum FC entschied sich der Kanadier gegen eine gemeinsame Zukunft mit Baumgart – was ihm bei aller Liebe zu Köln nicht leichtfiel.

McKenna über Baumgart: „Werde ihm immer dankbar sein“

„Weil mir Steffen Baumgart sehr viel gegeben hat in meinem Leben in den letzten Jahren“, erklärt McKenna im Interview auf FC.de: „Er hat mich zurück zum FC geholt, hat mich mit nach Hamburg und zu Union genommen. Dafür werde ich ihm immer dankbar sein und werde das nie vergessen.“

Dennoch trennen sich die beruflichen Wege jetzt. Womit Baumgart einen weiteren Vertrauten verliert – schließlich hatte sich Wagner schon im vergangenen Sommer verabschiedet, als er zunächst als Assistent von Lukas Kwasniok zum FC zurückkehrte. McKenna berichtet: „Ich war in Kontakt mit Baumi und ich schätze seine Meinung. Das war ein schweres Telefonat, als ich ihm gesagt habe, dass ich wieder nach Köln gehe.“

Baumgart habe jedoch „absolutes Verständnis“ gehabt „und auch dafür bin ich ihm dankbar“. McKenna betont noch einmal: „Es ist nicht einfach, so eine Entscheidung zu treffen, wenn man über Jahre fast jeden Tag zusammengearbeitet hat.“

McKenna und Wagner „fast wie zwei Brüder“

Wobei er auch mit Wagner stets „sehr eng“ zusammengearbeitet habe. „Wir sind verschiedene Typen, aber fast wie zwei Brüder, die einfach gut miteinander klarkommen. Wir können uns ehrlich sagen, wenn etwas gut, aber auch wenn etwas nicht gut ist. So muss das sein.“

Wie das jetzt wohl mit Wagner als Chef werde? „Das werden wir sehen“, so McKenna lachend. Er erinnert sich: „Nach drei Wochen Zusammenarbeit habe ich schon gewusst, dass René einmal Cheftrainer wird. Er hat diese Art. Er kann sehr gut führen, hat sehr gute Ideen.“

Wagner könne „auch emotional sein, hat aber eine Struktur, die nicht emotional ist“. In „absoluten Stresssituationen“ habe der 37-Jährige „die Ruhe weg“. Anders als sein neuer Co-Trainer. „Das ist etwas, was ich vielleicht noch lernen muss“, gibt McKenna zu.

Ich komme aus Kanada, aber Köln ist mein Zuhause.

Kevin McKenna

Die Rückkehr zum FC ist für ihn eine Rückkehr zur Familie – in jeglicher Hinsicht. „Ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich wieder zu Hause bin. Wir wohnen einen Kilometer vom Geißbockheim entfernt. Ich will einfach Gas und alles für den Verein geben.“

Sein Versprechen: „Wir werden jeden Tag ackern, damit wir erfolgreich sind. Köln gehört für mich zu den größten Vereinen in Deutschland. Ich wünsche mir für diesen Riesenverein, der über die Jahre immer wieder Schwankungen hatte, dass wir Konstanz reinbekommen.“ McKennas Motto lautet nicht erst seit heute: „Ich komme aus Kanada, aber Köln ist mein Zuhause.“

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