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Ohne Trio gegen Magdeburg: Der FC muss nicht nur auf Cordoba verzichten

Angesichts der Aufstiegs- und Meisterparty, der Verpflichtung des neuen Trainers Achim Beierlorzer und der Vorwehen der Vorstandswahlen scheint es eigentlich kaum zu glauben, dass beim 1. FC Köln auch noch Fußball gespielt wird. Doch ein letztes Pflichtspiel haben die Profis noch vor der Brust. In Magdeburg muss der 1. FC Köln allerdings nicht nur auf Jhon Cordoba verzichten. Auch Dominick Drexler und Jorge Meré stehen nicht zur Verfügung.

Köln – Wenn der Effzeh am Sonntag in Magdeburg antritt, geht es für die Kölner eigentlich um nichts mehr. Die Meisterschaft und der Aufstieg sind eingetütet, das letzte Heimspiel ist vorüber. Doch nach der bitteren 3:5-Pleite gegen Regensburg vor denen eigenen Fans, bleibt der Mannschaft von Interimstrainer André Pawlak immerhin die Möglichkeit, sich mit einem Sieg aus der Saison zu verabschieden.

Nicht nur Cordoba fehlt

Auch für die Magdeburger gibt es nichts mehr zu holen. Der FCM steht bereits als Absteiger fest, fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz sind nicht mehr aufzuholen. Doch auch die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt will sich im letzten Heimspiel mit Anstand von den eigenen Fans und aus der Zweiten Liga verabschieden. Kampflos werden die Gastgeber das Spiel also nicht hergeben. Die Kölner sind gewarnt – und müssen zudem auf drei ihrer Leistungsträger verzichten.

Da wäre zum einen Jhon Cordoba. Das Urteil der DFB-Sportgerichts steht zwar noch aus, nach seiner Tätlichkeit gegen Regensburg wird der Kolumbianer aber wohl für mindestens zwei Spiele gesperrt werden – und wird damit wohl auch den Bundesliga-Auftakt des FC verpassen. Den letzten Zweitligaspieltag muss der FC aber definitiv auch ohne zwei andere Leistungsträger angehen.

Drexler und Meré ebenfalls gesperrt

Gegen Regensburg sahen Dominick Drexler und Jorge Meré jeweils ihre 5. Gelbe Karte der Saison. Beide müssen somit ebenfalls im letzten Spiel der Saison zuschauen. Bitter für Drexler, denn so kann er in der Scorerliste der 2. Bundesliga nicht mehr an Bielefelds Fabian Klos vorbei auf den zweiten Platz springen.

Den Domstädtern bricht durch die drei Ausfälle zudem eine komplette Achse weg: Meré in der Innenverteidigung, Drexler im Mittelfeld und Cordoba im Angriff. Das Trio zu ersetzen wird keine leichte Aufgabe. Denn die drei Akteure hatten an der Meisterschaft und dem Aufstieg entscheidenden Anteil. „Wir müssen drei Leute mehr mitnehmen im Vergleich zu letzter Woche. Das heißt drei Spieler, die nicht im Kader waren, werden nachrücken“, sagte André Pawlak zu der Personalsituation vor dem letzten Saisonspiel.

Wollen allen Spielern die Möglichkeit geben, sich zu zeigen

Doch der Interimscoach hätte das Personal für Magdeburg wohl ohnehin komplett neu aufgestellt. „Wir hatten bereits intern besprochen, dass wenn wir in Fürth die Meisterschaft holen, wir danach noch allen Spielern die Möglichkeit geben wollen, sich zu zeigen“, sagte er und betonte: „Damit meinen wir dann wirklich alle. Gegen Regensburg haben wir schon angefangen.“

Im letzten Heimspiel gegen Jahn Regensburg kam Matthias Lehmann nach langer Zeit wieder zum Einsatz und durfte sich nach sieben Jahren im FC-Trikot von den Fans verabschieden. Gut möglich, dass Spieler wie Frederik Sörensen, Salih Özcan oder Niklas Hauptmann am letzten Spieltag gegen Magdeburg ebenfalls noch einmal von Beginn an ran dürfen.

19 Kommentare
  1. Gerd Mrosk says:

    Man wäre rein theoretisch auch in der Lage mit Nartey,Katterbach,Hauptmann(auf links) Özcan und Bader (auf rechts)in Magdeburg dagegenzuhalten „Gut,das der FCM uns diese Möglichkeit gibt,Spieler zu testen

  2. hilmo bender says:

    Pawlak labert genauso rum wie Anfang und Ruthenbeck und die Kollegen aus der Branche. Das ist das eine. Die Taten, die folgen sind das andere. Letzten Sonntag hat Thomas Kessler „die Möglichkeit sich zu zeigen“ nicht bekommen. Simon Terodde hat „die Möglichkeit sich als ewiger Rekordtorschütze zu zeigen“ auch nicht bekommen. Matze Lehmann musste “ sich plötzlich zeigen“ nachdem Cordoba Jhon Rot gesehen hat.
    Wenn es nicht so dämlich wäre, könnte man drüber lachen.

    • Peter Josef says:

      Naja – so ein bisschen muss man Schin auch den gegnerischen Trainer verwirren, das gehört dazu. Pawlak mag halt 4-1-4-1 und da hatte Cordoba wochenaktuell erst mal bessere Karten. Und Rekord: Terodde hätte in zwei Spielen 2 vielleicht 3 Buden gemacht, aber nicht vier. Nebenbei: Wenn wir übrigens den Aufstieg an einer Person fest machen müssten (kann man nicht, ist immer ein ganzes Team auf und neben dem Platz – aber wenn ich’s tun müsste) dann wäre es Terodde. Ohne seine Treffsicherheit hätten wir die Schwächephasen der Konkurrenz nicht ausgenutzt. Selbst wenn er nicht traf, sondern nur Gegner band.

  3. Jhen says:

    Ich hoffe, dass ich weder das „Sprintwunder“ Höger, noch das purpurne Männlein das auf dem Felde steht, den Geis, noch den mit Abstand schlechtesten Spieler der letzten Partie, Czichos, oder den nicht viel besseren, zwischen den Pfosten klebenden T. Horn, sowie die „Flankengötter“ Risse und Kainz in Magdeburg spielen sehen muss!

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