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Beierlorzer: „Es werden Spieler zuhause bleiben“


Der 1. FC Köln hat in Lohne zwar das erste Mal ein Testspiel in der laufenden Vorbereitung verloren. Doch Trainer Achim Beierlorzer konnte mit dem Gezeigten seiner Spieler zufrieden sein. Die Einsatzzeiten deuteten jedoch bereits an, dass es einige Spieler schwer haben werden beim FC. So überraschte es nicht, dass der FC-Coach nach dem Turnier ankündigte, nicht alle Spieler mit ins zweite Trainingslager nach Kitzbühel zu nehmen.

Aus Lohne berichtet Marc L. Merten

Zweimal 30 Minuten, so lange dauerte ein Spiel am Samstag in Lohne. Eine Stunde konnte jeder FC-Spieler maximal an Spielzeit sammeln. Dass Dominick Drexler wegen Knieproblemen nur eine Halbzeit würde spielen können, war schon vorher klar gewesen. Doch danach richtete sich der Blick auf jene Spieler, die im Verlauf des Turniers nur eingewechselt wurden.

Der im überlaufenen zentralen Mittelfeld beheimatete Niklas Hauptmann kam gegen Osnabrück für Drexler in Halbzeit zwei und spielte 30 Minuten. Der dritte Rechtsverteidiger im Kader, Matthias Bader, durfte 18 Minuten gegen den VfL ran. Auf die gleiche Spielzeit kamen die gegen Bremen eingewechselten Linksverteidiger Jannes Horn und Mittelfeldspieler Salih Özcan. Dass Frederik Sörensen neben Kevin Wimmer auf die volle Spielzeit kam, lag vor allem an der aktuellen Knappheit auf der Position des Innenverteidigers.

Nach dem Blitzturnier in Lohne kündigte Trainer Achim Beierlorzer an, dass nicht alle Spieler am Dienstag den Weg ins Trainingslager nach Kitzbühel antreten werden. „Es werden Spieler zuhause bleiben, das möchte ich aber erst mit den Spielern besprechen“, sagte der FC-Coach nach dem 0:1 im zweiten Spiel gegen Bremen, nachdem sein Team gegen Osnabrück mit 3:0 gewonnen hatte. Noch am Samstag wollte sich der 51-Jährige mit den betroffenen Spielern zusammensetzen und die Situation erörtern.

Wir werden die Spieler nicht fallen lassen

Welche Spieler es treffen wird, wurde zunächst nicht bekannt. „Es trifft maximal zwei Spieler“, verriet Beierlorzer lediglich. Die Einsatzzeiten am Samstag gaben allerdings Aufschluss darüber, wen es treffen könnte. „Wir müssen jetzt fokussiert mit dem Kern arbeiten, der die größte Wahrscheinlichkeit hat, am ersten Spieltag auf dem Rasen zu stehen“, erklärte der FC-Coach den Weg der Kader-Verkleinerung. „Das ist verbunden damit, Spielern sagen zu müssen, dass wir nicht mit dem gesamten Kader ins Trainingslager fahren wollen. Das gilt es jetzt zu moderieren.“

Eine separate Trainingsgruppe in Köln wird es jedoch nicht geben. Beierlorzer erklärte, man werde den Spielern die Möglichkeit geben, bei der U21 von Trainer Mark Zimmermann zu trainieren und auch dort zum Einsatz zu kommen. „Wir werden die Spieler nicht fallen lassen“, betonte Beierlorzer. Doch klar ist auch, dass nicht nur die Trainingsgruppe verkleinert werden soll, sondern auch der Kader und die damit verbundenen Personalkosten. Beierlorzer macht nun also den ersten Schritt, indem er sich festlegt, auf welche Spieler er aktuell nicht mehr setzt. Anschließend wird sich Sportchef Armin Veh darum bemühen müssen, für die betroffenen Spieler einen neuen Klub zu finden. Doch da braucht es bekanntlich mehrere Seiten, um zu einer Lösung zu kommen. Und dies scheint durchaus nicht so einfach zu werden.

So spielte der FC gegen Bremen: Horn – Ehizibue, Sobiech, Czichos, Hector – Risse (42. J. Horn), Koziello (42. Özcan), Verstraete, Kainz – Terodde, Modeste

So spielte der FC gegen Osnabrück: Scott – Schmitz, Sörensen, Wimmer, Jakobs – Schaub (42. Bader), Drexler (31. Hauptmann), Höger, Churlinov – Schindler, Cordoba

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