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Stichtag für Vorstandswahl – Markenbotschafter Schumacher?


Am 31. Juli 2019, läuft eine wichtige Frist für die Mitgliederversammlung am 8. September aus. Nur noch bis zum heutigen Mittwoch kann sich ein potentielles Vorstandsteam vorschlagen lassen, um als Gegenkandidaten im Wahlkampf gegen Werner Wolf, Jürgen Sieger und Eckhard Sauren anzutreten. Danach sieht es aber nicht aus.

Köln – Die Satzung sieht es in Paragraph 18.6 vor, dass nebst einem vom Mitgliederrat vorgeschlagenen Vorstandsteam auch ein von weiteren Mitgliedern vorgeschlagenes Team zur Wahl antreten kann. Was es dazu braucht? „Mindestens drei Prozent der Mitglieder, berechnet nach der vom Verein veröffentlichten Mitgliederzahl zum Ende des der Wahl vorangehenden Geschäftsjahrs“. Aktuell führt der FC offiziell 108.450 Mitglieder. Da nicht die heutige, sondern die Mitgliederzahl von Ende Juni als Maßstab gilt, müsste demnach ein Vorstandsteam, das zur Wahl antreten will, rund 3200 FC-Mitglieder vorweisen können.

Auf GBK-Nachfrage bestätigte der 1. FC Köln am Dienstagnachmittag, dass bis dato keine Gegenkandidaturen eingegangen seien. Bis Mittwochabend wäre dafür zwar noch Zeit, da laut Satzung potentielle Anträge „spätestens bis 31. Juli eines Jahres vorliegen müssen“. Davon geht beim FC aber niemand mehr aus. Bekanntlich hatten die noch amtierenden Vizepräsidenten Toni Schumacher und Markus Ritterbach ihren Rückzug angekündigt, da sie keinen geeigneten Partner für eine eigene Bewerbung gefunden und sich letztlich gegen eine Kampfkandidatur und einen damit verbundenen Wahlkampf entschieden hatten. „Wir wünschen dem FC und uns sehnlichst, dass diese Form der Auseinandersetzungen rund um unseren Verein endlich endet“, hatte das Duo erklärt. „Wenn die Tatsache dazu beiträgt, dass wir nicht mehr kandidieren, dann ist es uns das wert.“

Schumacher als Markenbotschafter?

Zumindest für Toni Schumacher könnte es beim FC aber dennoch weitergehen, wenn auch in anderer Rolle. Dem Vernehmen nach wollen Wolf, Sieger und Sauren den einstigen Torhüter und Double-Sieger von 1978 als Markenbotschafter weiter an den FC binden. Ein Angebot gibt es bislang aber noch nicht. Schumacher deutete in der vergangenen Woche in der Kölnischen Rundschau lediglich an, dass ein solches erfolgen könnte. „Die Findungskommission hat gesagt, das, was ich mache, dürfe nicht verloren gehen. Es gab auch ein Gespräch mit Herrn Wolf, aber bisher kein Angebot. Der Ball liegt nicht bei mir.“

Bislang lag der Ball allerdings auch nur bedingt bei Wolf, Sieger und Sauren, denn bislang sind sie nur Kandidaten. Nach dem 31. Juli dürfte sich dies zumindest inoffiziell ändern, wenn kein anderes Vorstandsteam in den Wahlkampf einsteigt. Dann, so war zuletzt zu hören, wollen Wolf, Sieger und Sauren nicht mehr nur unterwegs sein, um sich den Mitgliedern auf Stammtischen, Podiumsdiskussionen und Fanklub-Treffen vorzustellen. Auch die Gespräche und potentiellen Verhandlungen mit den Verantwortlichen und damit auch mit Schumacher sollen dann beginnen.

Da stehen wir immer noch in seiner Schuld

Dass insbesondere Wolf und Schumacher noch Gesprächsbedarf haben, zeigt ein Rückblick auf die Nominierung Schumachers zum Vizepräsidenten vor sieben Jahren. Wolf hatte zur damaligen Findungskommission für einen neuen FC-Vorstand gehört. Zwei Jahre später, im November 2014, hatte Wolf dann in einem Express-Interview erklärt: „Toni Schumacher musste einige Jobs aufgeben für das Amt. Josef Sanktjohanser und ich haben ihm als Ausgleich versprochen, ihm für Werbung Türen zu öffnen. Das hat aber nur zum Teil funktioniert. Da stehen wir immer noch in seiner Schuld.“ Gut möglich, dass diese Schuld nun beglichen wird, indem Schumacher weiterhin für den FC arbeitet. Wenn auch in einer anderen Funktion.

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