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Gisdol streicht freien Tag – Schindler nicht berücksichtigt


Der 1. FC Köln hat am Montag die ersten Maßnahmen ergriffen, um in der Bundesliga die Kehrtwende zu schaffen. Nach der Ankündigung von Sportchef Horst Heldt, Konsequenzen aus den desaströsen Auftritten der letzten Wochen zu ziehen, strich Trainer Markus Gisdol den freien Tag am Dienstag. Weitere Maßnahmen sollen folgen. Ein erster Spieler war schon vor der Partie bei Union Berlin aus der Mannschaft geflogen.

Köln – Am Tag nach dem 0:2 beim 1. FC Union rief Markus Gisdol alle Spieler auf den Platz. Kein Training nur für jene, die in Berlin nicht gespielt hatten. Diesmal mussten alle Spieler ran. Nur die angeschlagenen Lasse Sobiech, Ismail Jakobs, Matthias Bader und Thomas Kessler trainierten individuell. Darüber hinaus fehlte neben Christian Clemens nur noch Darko Churlinov, der bis zur Winterpause bei der U21 bleiben wird.

Darüber hinaus standen alle Spieler auf dem Trainingsplatz. Auch Kingsley Schindler. Der Rechtsaußen hatte zwar am Freitag einen Schlag aufs Knie bekommen. Wie der Klub am Montag aber bestätigte, hatte er im Kader in Berlin nicht verletzungsbedingt gefehlt. Disziplinarische Gründe, wie von Sky berichtet, sollen es nicht gewesen sein. Die Entscheidung gegen Schindler hatte Gisdol demnach ausschließlich aus Leistungsgründen getroffen. Es sollte eigentlich ein Signal an die Spieler sein, dass Gisdol mehr von den FC-Profis erwartet als bislang gezeigt. Doch das Signal verpuffte in Berlin komplett.

Wer das nicht schafft, bei dem müssen wir anders agieren

Und so musste Gisdol am Montag gemeinsam mit Sportchef Horst Heldt zu weiteren Maßnahmen greifen. Als erstes wurde der freie Tag in der Woche (Dienstag) gestrichen. Nach dem Training am Montag werden die Geissböcke auch am Dienstag (um 11 Uhr) auf den Platz gehen. „Wir müssen arbeiten. Wir haben keine Zeit für freie Tage“, sagte Heldt nach dem Training. Wir werden auch noch ein paar andere Sachen verändern, aber nicht alles an die große Glocke hängen. Wir müssen das Bewusstsein schärfen. Jeder muss merken, worum es geht.“ Dass diese Worte nötig waren, hatte man am Sonntag gesehen. Offensichtlich haben längst nicht alle Spieler begriffen, dass der FC tief im Abstiegssumpf steckt.

„Wir haben es klar angesprochen, dass jeder jetzt alles tun muss, um jede einzelne Situation bestmöglich auszuführen“, betonte Heldt und machte keinen Hehl daraus, dass personelle Konsequenzen folgen könnten. „Ich bin nicht desillusioniert und ich glaube, dass wir das schaffen können. Aber bei jedem Einzelnen muss es Klick machen. Wer das schafft, ist im Boot. Wer nicht, bei dem müssen wir anders agieren.“ Heldt selbst hätte am Montag eigentlich nicht am Geißbockheim sein wollen. Er feierte seinen 50. Geburtstag. Doch zum Feiern war ihm nicht zumute. „Nach so einem Spiel ist der Geburtstag Nebensache. Dafür habe ich jetzt gar keinen Kopf.“

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