,

Mehr Ruhe in 2020? Der FC darf sich nicht weiter lahm legen

Das Jahr 2019 hat gezeigt, wie der 1. FC Köln demokratisch funktionieren kann – und wie nicht. Die vergangenen zwölf Monate machten klar, dass solange sich einzelne Personen zu wichtig nehmen und ihre eigenen Interessen vor jene des Klubs stellen, Machtspiele an der Tagesordnung sind. Es wurde einmal mehr deutlich, dass nicht die Strukturen das Problem des FC sind, sondern die handelnden Personen.

Ein kommentierender Jahresrückblick von Marc L. Merten

Das Jahr 2019 hat politische Ränkespiele beim 1. FC Köln erlebt, die in ihrer Häufung selbst für die Geissböcke erstaunlich waren. Der Sturz Werner Spinners durch Vizepräsidenten, Geschäftsführung und Gemeinsamen Ausschuss. Das unwürdige Schauspiel eines Interimspräsidiums, das sich derart misstraute und verachtete, dass man sich nicht einmal mehr zu dritt in einen Raum setzen wollte. Ein zeitweise praktisch nicht mehr existenter Austausch zwischen Vorstand und Mitgliederrat. Zwei Vizepräsidenten, die lieber mit persönlichen Abrechnungen abtraten als mit einem Signal für eine neue Einheit. Ein neuer Vorstand, der nach drei Monaten schon wieder gesprengt war. Teile des Mitgliederrates, die nach diesen drei Monaten bereits wieder Kritik an jenem neuen Vorstand üben, den sie gerade erst ausgewählt und ins Amt gehoben haben.

All diese Konflikte im Jahr 2019 basierten auf persönlichen Befindlichkeiten. Der 1. FC Köln rühmt sich für eine der demokratischsten Satzungen im deutschen Profi-Fußball. Wer die Vereinsmeierei der letzten Monate jedoch beobachtete, konnte meinen, er habe es mit einem Provinzverein zu tun. Der FC legte sich in 2019 regelmäßig selbst lahm, Verantwortungen mussten neu definiert werden, Personen wurden ausgetauscht, der Fokus der Öffentlichkeit lag erstaunlich häufig nicht eben auf dem Sport, den einen Fußballklub eigentlich ausmachen soll, sondern auf der Vereinspolitik.

Zwischen Vorstand und Mitgliederrat schwelen schon wieder Konflikte

Ein Umstand, den der neue Vorstand genauso wie die sportliche Interims-Leitung im November zu spüren bekamen. Mehr oder weniger offen ließen die Verantwortlichen durchblicken, dass sie auf der Suche nach einem neuen Geschäftsführer Sport und nach einem neuen Trainer auf Widerstände gestoßen waren. Widerstände, die sich der Klub selbst zuzuschreiben hatte. Vermeintliche Kandidaten winkten dankend ab ob der politischen Situation am Geißbockheim. Die Bundesliga-Konkurrenz lachte sich ins Fäustchen wegen eines FC, der Ressourcen, Energie und Konzentration statt auf den Sport auf die politischen Grabenkämpfe verwendete oder versuchen musste, jene Gräben der letzten Monate zuzuschütten.

Das Jahr 2019 dürfte als eines jener Jahre in die Vereinschronik eingehen als eine Zeit höchster Spannung und tiefer Spaltung im Klub. Der neue Vorstand, vorgeschlagen nach langwieriger Suche durch den Mitgliederrat, hatte sich eigentlich auf die Fahnen geschrieben diese Klüfte zu überwinden, Brücken zu bauen und zu beweisen, dass die demokratische Struktur kein Hindernis, sondern eine Chance für den FC sein könne. Doch schon wenige Tage nach der Wahl des neuen Präsidiums begann das altbekannte Spiel von neuem: Als der Vorstand die Gremien, den Aufsichts- und Beirat, verschlankte und die Anzahl mitredender Personen verringerte, war aus dem Mitgliederrat Kritik zu hören. Man witterte eine versuchte Ent-Demokratisierung. Wohl bemerkt von jenem Vorstand, den das Gremium selbst ausgewählt und mit dem man alle Ziele, Bestrebungen und Maßnahmen vor der Wahl besprochen hatte.

Der FC muss 2020 zur Ruhe kommen

Dass der FC die Nachfolge von Jürgen Sieger zügig klärte und mit Carsten Wettich einen besonnenen, ruhigen Vertreter des Mitgliederrates in den Vorstand entsandte, darf als Signal verstanden werden. Als Signal, dass mit dieser Personalie die schon wieder schwelenden Konflikte zwischen Präsidium und Mitgliederrat befriedet werden sollen, ehe sie Feuer fangen. Dass Siegers Rücktritt jedoch während (!) eines laufenden Bundesliga-Spiels (gegen Bayer Leverkusen) von einem Vereinsvertreter an Teil der Kölner Medienlandschaft durchgesteckt wurde, zeigt das große Problem des Klubs: Selbst in Momenten, in denen einzig der sportliche Erfolge zählen müsste, betreiben vereinzelte Gremienmitglieder Politik. Ihre wahre Motivation müssen sie für sich klären, ihre Argumente dürften dagegen klar sein: Sie werden behaupten stets im Sinne des Vereins zu handeln. Doch wenn eines die letzten Monate beim FC gezeigt haben, dann, dass dieses vermeintliche Streben nach dem Besten für den Verein nur selten einher geht mit Selbstlosigkeit.

Dabei muss der 1. FC Köln in 2020 dringend zur Ruhe kommen. Es geht um das sportliche Überleben in der Bundesliga, um die Ausrichtung des Klubs für die kommenden fünf bis zehn Jahre. Der Ligaerhalt steht über allem, dahinter folgen die beiden Großprojekte Geißbockheim-Ausbau und Stadionfrage. Dafür bedarf es jener Einheit, die Sportchef Horst Heldt zuletzt beschwor. Bis auf die Nachfolge-Regelung für Jürgen Sieger im Herbst 2020 stehen keine politischen Wahlen oder Wahlkämpfe an. Der Verein könnte also nach den kräftezehrenden Wahlen 2018 (Mitgliederrat) und 2019 (Vorstand) endlich mal durchschnaufen und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Dafür aber müssten alle handelnden Personen ihre Egos und Befindlichkeiten hinten anstellen. Nur dann können die demokratischen Strukturen auch funktionieren.

35 Kommentare
  1. Hennes48 says:

    Bei jeder schlecht geführten Diskussion und bei jedem Desaster im FC ist seit geraumer Zeit stets der „Mitgliederrat“ beteiligt.
    Vielleicht argumentieren einige nun, dass sei auch deren Aufgabe und dazu habe man sie gewählt!
    Ich tue das nicht! Für mich ist ein Mitgliederrat mit diesen „Befugnissen“ pures Gift und wird weiterhin für viel Zwietracht im Club sorgen.
    Ich war seinerzeit so naiv zu glauben, der Mitgliederrat würde sich für die Belange der Mitglieder und Stadionbesucher einsetzen. Da gäbe es genügend „Baustellen“. Allein der Service im Stadion…von der Bratwurst, WLAN, über Bier bis zur WC Situation…da reicht es vom Niveau nicht für die 4.Liga!
    Besonders der Vorsitzende des Mitgliederrates hat recht häufig bewiesen, dass er ganz sicher nicht die Interessen der Vielzahl der Mitglieder vertritt. Ein Mensch, der sooo narzistisch, arrogant und herrschsüchtig wirkt, sollte in meinen Augen nicht die Mitglieder eines solchen Clubs federführend vertreten dürfen! Ich erlebe ihn und den Mitgliederrat als eine eigene, unabhängige „Partei“ mit eigenen Zielen im Strukturdschungel des FC und nicht als wohltuend geerdetes Gremium, dass den Bedürfnissen und Nöten der Mitglieder und Zuschauer im Stadion gerecht wird.
    Etwas provokativ gefragt:“Was wäre schlechter beim FC ohne diese Art von Mitgliederrat?“
    Zugegeben, eine „freche“ Frage…aber leider sind mir tatsächlich nur die schlechten Auswüchse bekannt…und die sind recht gewaltig!

    • Axel Ohl says:

      Die Standard „Kommentatoren“ pflegen ihre übliche Aversion gegen Müller-Römer und den Mitgliederrat. Und tatsächlich: Solange von einigen, die das Ergebnis einer demokratischen Wahl offenbar nie akzeptieren werden, derart hassgesteuert und monothematisch „diskutiert“ wird, dürfte auch der FC nicht zur Ruhe kommen.

      • Jose Mourinho says:

        Wer akzeptiert die Wahl denn nicht? Mal davon abgesehen, dass es für mich demokratischere Wahlen als solche gibt, bei denen einer Masse an Mitgliedern das Wählen erschwert oder gar unmöglich gemacht wird, indem Anwesenheitszwang besteht. In wirklich demokratischen Systemen gibt es aus guten Grund dafür Alternativen, wie Briefwahl o.ä. die auch leicht bei uns einzuführen wären. Warum wird das wohl nicht gemacht? Aber abseits davon: selbst eine demokratische Wahl bringt doch nur, weil sie demokratisch ist, nicht zwingend geeignete Kandidaten hervor. Davon kann ja so mancher abgehängte Staat ein Lied singen. Im Übrigen wäre mir auch neu, dass es eine Demokratie auszeichnet, dass man im Nachgang bedingungslos und kritiklos hinter den Gewählten zu stehen hat. Du hast eine echt merkwürdige Einstellung, MR-Fan…

          • Jose Mourinho says:

            Das entscheidet natürlich jeder für sich. Aber in einem dafür vorhandenen Forum meine Meinung zu äußern, wird mir ein doch ein großer Freund der Demokratie, für den Du Dich ausgibst, nicht wirklich absprechen wollen. Wenn Du mit der Leistung des MR zufrieden bist und SMR top findest – ok. Aber alle Welt muss diese Auffassung nun wirklich nicht teilen ohne von Dir dafür hassgesteuert und ähnlich absurd betitelt zu werden.

        • Axel Ohl says:

          Wer beinahe zu jedem Geissblog-Artikel seinen Send dazu gibt und dabei mit Penetranz den Mitgliederrat uns SMR aufs Korn nimmt muss auch die Antwort ertragen können. Vorschlag: Hör auf zu heulen, organisiere eine Mehrheit für die nächste MV. Das hat eine andere Qualität als hier minütlich in die Tasten zu hauen und seiner Berbal-Diarrhoea zz frönen.

          • Jose Mourinho says:

            An die Qualität Deiner Beiträge – ich meine so Sachliches a la Durchfall, Hass und Heulen – komme ich doch sowieso nicht ran. Vergöttere halt Deinen MR und ich mache das eben nicht. Die Fakten sprechen ohnehin für sich … der so spitze von MR und SMR gecastete Vorstand hat ja nicht einmal drei Monate gehalten. Man erinnere sich an die Vorschusslorbeeren, mit denen diese Truppe vom MR bedacht wurde.

    • Dieter Müller says:

      Hennes48 danke für den guten Kommentar, ich teile ihre Ansichten absolut. Nur wer jemals geglaubt hat das ein solches Klüngelkabinett in Köln funktionieren kann kennt wohl die Kölsche Vereinsmeierei noch nicht. Das ganze hat keine Zukunft in der Struktur der neuen Satzung und ich glaube auch das wir nicht glücklich damit werden, jedenfalls die Menschen die zum FC kommen um hier Fußball zu schauen und einen FC wieder dauerhaft in der oberen Hälfte der BL sehen möchten , ich weiß das es genug Menschen gibt denen einen Aufstiegsfeier alle paar Jahre lieber ist, aber denern gehts auch nicht um Fußball. Schlimm ist das auch der neue Vorstand keinerlei Anstalten macht die wichtigen Zukunftsthemen Geißbockheim und Stadionausbau in Angriff zu nehmen, die nächsten Monate werden zeigen ob man nur ein politischer Klüngel ist der wie befohlen die Bürgermeisterwahlen abwartet oder endlich so wie Spinner es mal andeutete auf Konfrontation zu Stadt und der Grünen Lobby geht, denn ohne werden wir keine Lösung im Stadtgebiet mehr finden, mit der Klimanotstandsregelung hat man eine Argumenmtation um jede nur denkbare Lösung im Keim zu ersticken. Als langjähriges Mitglied und Dauerkarteninhaben kann ich für mich nur wenig tun, der FC ist eine Massenbewegung geworden die genügeng Anti Fussball Partygäste zu den Versammlungen lädt um alles was der Mitgliederrat vorkaut durchzusetzen, deswegen bleibt eingentlich nur noch der Weg des Austritts aus dem Verein , damit amn dieses Klüngel nicht noch finanziell unterstützt. Die Mannschaft werde ich natürlich immer im Stadion unterstützen, aber zum Glück gibt es ja noch keine Mitgliedspflicht für Dauerkarteninhaben, das kommt vermutlich auch noch irgendwann um Kritiker ganz zu verbannen. Bis zum 31.3. schau ich mir das mit dem Geißbockheim noch an, wenn dann vom Vorstand nichts kommt dann hat man ein Stillhalteabkommen mit der Reker, dann werde ich kündigen wollen, denn ein solcher Vorstand ist dann nur die Spitze des Klüngels um den Mitgliederrat und die Stadtverwaltung. Einen guten Rutsch !

      • Klaus Höhner says:

        Austreten ganz schnell dann sind es nur 114986 Mitglieder für einen unter dem Durschnitt beheimateten Bundesligaverein nicht schlecht.Kritik ist gut aber nur rumnörgeln an allem und über alles, nicht mein Fall.Gutes neues Jahr

        • Dieter Müller says:

          ich weiß nicht wqs dich auffordert mich persönlich anzugehen, aber dem sei angemerkt, es ist mir Sch… egal was du darüber denkst und ich weiß nicht wer dich erhoben hatte meine Kritik als rumnörgeln zu betrachten oder inakzeptabel zu finden. Die 114.986 Mitglieder sind mir auchj völlig schnurz, denn ein Proficlub braucht keine Mitgleider, nur eine Mannschaft und ein Team drum rum was es zum Spielen benötigt. Ich hab meine FC Erlebnisse alle schon gemacht, auch vor 42 Jahren als wir Meister wurden, war bei 2 Pokalsiegen im Stadion und durfte dutzenden Europacupspiele erleben. Viele von den 114.986 haben das nicht , davon bin ich überzeugt, damals hatte der FC 3000 Mitglieder und es ging um Fußball, sonst nichts. Ich wünsche ein schönes neues Jahr, für mich vielleicht nicht mehr als Mitglied, aber ganz sicher als FC Fan der alles schon mit dem FC erlebt hat.

          • Gerd Mrosk says:

            Ist aber nun mal so,dass die Mitglieder durch Beiträge und Erwerb der Fanartikel für grossen Umsatz sorgen. Klar,mit Herrn Pingpong im Rücken braucht man keinen Zuschauer und kein Mitglied
            Der kann auch 500 Millionen Trikots in China verteilen,wenn er Böcke hat.

    • David Giesert says:

      Genauso ist es. Ich bin seit 13 Jahren Mitglied. Und der Mitgliederrat hat mich seit Bestehen noch nicht einmal gefragt wie er „meine“ Meinung vertreten könnte…^^ also ich denke auch das er in „eigener Regie“ handelt, vielleicht könnte man den umbenennen? Wenn man ihn schon nicht los wird….

  2. Gerd Mrosk says:

    ??? Demokratische Wahl bei der JHV ? Hab ich was verpasst ? Ups,ein Neuer Nee,im Ernst,völlig übertrieben Herr Ohl Dieser Mann bringt für JEDEN ersichtlich Unruhe in den Verein.Das haben jetzt langsam auch alle im MR begriffen und genau dieses ist neu. Und gut,jawohl.

  3. NICK says:

    Ich schlage vor, wir alle gehen einmal voran und fangen mit der Ruhe für 2020 an. Jetzt nach 3 Siegen kann doch die neue Führungsmannschaft, das erste mal Luft schnappen. Der Start war mehr als holprig, was ich aber mal auf die sportliche Situation schiebe. Jetzt sollten wir den neuen Leuten auch mal eine Chance geben…auch wenn sas Austreten von Sieger nicht das harmonischste Zeichen ist, wir die Gründe dafür aber nicht kennen und nicht beurteilen können.

    Ich bin gerne bereit irgendwann „mit Steinen zu schmeissen“ aber jetzt sollten wir den Leuten erstmal eine Chance einräumen.

    • Dieter Müller says:

      Nick wir brauchen aber keine Ruhe, was wir brauchen ist Aufbruch……. Der Ausbau des Trainingsnalagen leigt seit 2013 bei der Stadtevrwaltung, Stadionausbau gammelt vor sich her, 49.600 Zuschauer im Schnitt, das Potential die jährlichen Einnahmen um viele Millionen zu steigern und damit das Budget so zu erhöhen das man auch mal Spieler holen kann die nicht irgendwo als Bankdrücker aussortiert waren sonder Perspektivspieler wie in Leipzig liegt weiter brach. Die Diskussionen um aktuelle Kaderverstärkung zeigen es doch wieder ‚zu teuer, allenfalls eine Leie‘ und das bei Leuten die im 3. Glied irgendwo stehen. Wir brauchen aber die aus der 1. Reihe um wieder dauerhaft in der Liga zu bleiben. Wenn Top Spieler in die Katakomben am Geißbockheim kommen rümpfen die erst mal die Nase, da müssen Wände jedes Jahr gepinselt werden weil Feuchtigkeit durchkommt, schau dir blos die Analyse Räume unter der Tribüne an, das soll ein Top Club sein, das ist Unterirdisch ! Die Trainingsplätze im Grüngürtel, da komen die Wurzel 5 m im Spielfeld hoch und der Rasen erinnert an Nottingham 1978

  4. Ali Perez says:

    Als Ökonom bin ich nicht wirklich von der Demokratie überzeugt. Ich würde hier immer eine Diktatur der Vernunft bevorzugen. Aber wenn man als Verein auf die Demokratie setzt, dann bitte richtig.
    Der Fehler der Satzung ist daher, sich nach wie vor ein Präsidium zu leisten.
    Okay; ein Herr Spinner oder Herr Schumacher hätten sich nie selbst abgeschafft; schon aus reiner Eitelkeit. Aber wozu braucht es ein Präsidium, dass dann doch nicht so handelt, wie es dem Mitgliederrat in der Bewerbung vorgegaukelt wurde. Es gibt z. B. erfolgreiche, community geführte Vereine in England. Okay: die mussten vor der Pleite stehen, um von den Fans übernommen werden zu können. Aber ich finde es völlig widersinnig, einen demokratischen Verein zu schaffen, der sich dann doch nach dem starken Mann sehnt. Ein Mitgliederrat mit sportlichen Beirat würde mir reichen. Herr Wolf und Co. sind so schwache Persönlichkeiten, dass ich sie für verzichtbar halte. Natürlich müsste dann in der Satzung festgelegt werden, dass gewisse weitreichenden Änderungen nur mit den Mitgliedern ungesetzt werden können. Oder mann schafft wieder eine Satzung der starken Männer. Aber diese Zwittersatzung ist Mist. Ein Präsidium aus 3 zusammengewürfelten Individuen wird nie funktionieren. Das wissen alle Eltern; irgendwann steht es zwei gegen eins.
    Für mich ist diese Satzung gescheitert.

    • Gerd Mrosk says:

      Das ist es,das Ding mit den Eitelkeiten Man könnte sich tatsächlich zig Gremien leisten,wenn “ Vernunft“ oberstes Gebot ist. Der FC ist oberstes Gebot. Manchmal verkommt er zum Spielball der Entscheidungsträger. Genau das führt zu Turbulenzen,die jede Art der Kontinuität im Keim ersticken.

    • Dieter Müller says:

      Das ein Verein demokratisch organisert ist beruht schon alleine auf der e.V., die Frage ist doch nur wie Abhängig oder frei agiert die Gessellschaft die sich mit Profifussball beschäftig, also wie sind Enscheidungswege organsisiert. Eine Geschäftsführung kann völlige Freieheiten haben und im Rahmen genehmigter Budgets wirtschaften, das sollte so sein. Es darf also nicht sein das der Sportverein sich in die Belange der Gesllschaft permanent einmischt, sonst gibt es keine wirkliche Verantwortung. Aber, das Stadion z.B. ist eine Produktionsstätte des Profifussballs, genau wie Trainingsnalagen, das sind auch Dinge die vile stärker aus gesschäftssicht der GmBH gesehen werden müssen, das darf keine politische Entscheidung von Vereinsgremien sein. Der Vorstand des Vereins ist nicht überflüssig, das ist der Mitgliederrat, den die Mitglieder wählen ja den Vorstand, wozu dieses Gremium dazwischen ? Wenn den Mitglieder der Vorstand nicht mehr gefällt wird ein neuer gewählt, das ist bei fast jedem e.V. so ! Wenn der Mitgliederrat den Vorstand auswählt , wie es ja hier passiert, dann verstößt das sogar gegen den demokratischen Grundsatz eines Vereins ! Aber das eine Geschäftsführung jeden Mist mit dem Vorstand abstimmen muss ist Mumpitz, die Verantwortung wandert so hin und her ! Demokratie ist eh immer relativ, wer hat in unserm Land denn das gewählt was wirklich passiert ? Da gilt auch, man kann nicht wählen was man haben möchte , nur abwählen was man nicht mehr haben möchte ! Dazwischen machen die eh was sie wollen !

  5. OlliW says:

    Nehmen wir mal an, die hier anstehende Diskussion wäre eine offizielle Vereinssitzung, oder ein entscheidungsfähiger Ausschuss. Dann spiele ich mal den Protokollanten und halte folgende Beschlüsse aus der obigen „Analyse“ fest:

    Zielvorgabe:
    Wir beschließen zum Wohle des FC, dass dessen Profimannschaft der Herren dauerhaft in der 1. Bundesliga spielen soll, um dort regelmäßig einstellige Tabellenplätze zu belegen. Da dies aufgrund mangelhaftern Zustandes der Trainingsgegebenheiten am GBH und wegen des Mitgliederrates (der seit einigen Jahren existiert) seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr möglich ist, ergreifen wir folgende Maßnahmen:

    – Herr Müller-Römer muss raus aus allen Funktionen entfernt werden
    – der Mitgliederrat gehört abgeschafft
    – Die Grünen gehören entmachtet

    Dann, aber auch nur dann, wird das Geißbockheim und en passent das Stadion schon morgen ausgebaut und modernisiert. Ein noch zu findender und per Briefwahl gewählter Alleinherrscher kann hernach den FC führen und von Erfolg zu Erfolg durchregieren.

    …merkt ihr was? … ich schon! ;-)

  6. Dieter Müller says:

    Olli W, um es noch mal transparent zu machen was gemeint ist. Wie glaubst du hat ein FC Bayern, ein BVB , eine Borussia MG und Schalke angefangen sich Stück für Stück durch Investition in Beine und Steine ein vereinseigenes Stadion zu bauen, eine enstprechende Geschäftsstelle und ein Trainingsgelände die genannte in die Position begracht haben wo sie jetzt stehen ? Eintracht Frankfurt ist auf dem Weg dahin, hat derzeit mehr in Steine investiert und muss nächstes Jahr wieder in Beine investieren, Leipzig arbeitet dran die Steine zu bauen, Wolfsburg und Leverkusen haben es nicht nötig, aber….. wann fangen wir an damit ? Ehrlich, wie ist die Perperktive derzeit für diese Bausteine eines Proficlubs und was tun wir dagegen ?

  7. DeKa says:

    Ich habe ehrlich gesagt wenig Hoffnung, dass man beim Effzeh, in absehbarer Zukunft, ohne schädliche interne Grabenkämpfe auskommt. Je mehr Personen mitzuentscheiden haben, desto mehr verliert man sich in eben diesen persönlichen Scharmützeln. Solange es einzelnen nur um ihren eigenen Machtanspruch geht, wird der Verein leider zur Nebensache und tritt nur auf der Stelle.

  8. Wurlitzer2 says:

    Ich bin FC Mitglied und komme von außerhalb. Mir fehlen also die Interna um die Meinungsverschiedenheiten, pro/contra Müller-Römer (SMR), wirklich zu verstehen. Was ich aber aus der Ferne beurteilen kann ist, daß, wann immer es zu Reibungen kommt, SMR nicht weit ist.
    Oberstes Gebot des neuen Vorstandes war es den Verein zu einen, daß schaffe ich aber nicht wenn ich eine Person wie SMR an die Spitze des Mitgliederrat stelle. Er polarisiert zu stark und Gefühlt ist man für oder gegen ihn – übrigens auch die Presse- und Medienlandschaft.
    Das sieht man auch am Mitgliederrat – Wahlergebnis 2018 – 64% der Stimmen für SMR (sechstbestes Ergebnis). Wie man mit diesem Wahlergebnis zum Sprecher und Vorsitzenden ernannt werden kann ist mit ein Rätsel. Denn es bedeutet, daß 36% der anwesenden Mitglieder ihn nicht gewählt haben, immerhin mehr als jeder 3. Auf unsere Mitgliederzahl bezogen sind das fast 40.000 Mitglieder. Von meiner Wahrnehmung her würde ich sagen, bei einer höheren Wahlbeteiligung wäre das Ergebnis noch schlechter geworden.
    Am Abend der Vorstandswahl hätte auch der komplette Mitgliederrat zurücktreten sollen um durch Neuwahlen mit neuen Köpfen einen wirklichen Neustart zu ermöglichen.
    Das dies nicht geschah liegt daran, daß der Mitgliederrat nicht selbstlos handelt, hier werden schon die Eigeninteressen sehr stark in den Vordergrund geschoben. Wenn es MR wirklich um den Verein und nicht um Macht gegangen wäre, hätte er sich in die zweite Reihe des Ausschusses zurückziehen können um im Hintergrund „zum Wohle des Vereins“ zu arbeiten.
    Nach dem Rücktritt von Herrn Sieger wurde aber als Alibi (um einen Aufschrei der kritischen Stimmen zu vermeiden) Carsten Wettich in den Vorstand berufen und SMR weiterhin die Fäden ziehen.
    Bestes Beispiel hierfür ist das China – Statement, daß er als Sprecher und Vorsitzender des Mitgliederrates abgehalten hat. Dadurch spricht er für alle Mitglieder, ob aber alle dieses brisante Thema so sehen wage ich zu bezweifeln. Eine solche Verlautbarung kann er gern privat, öffentlich, äußern aber nicht als Sprecher für 110.000 Mitglieder.
    Der Mitgliederrat sollte die Gewählten entsenden die die meisten Stimmen bekommen haben. Wenn man jetzt argumentiert, daß der ein oder andere dafür nicht geeignet sei, dann haben wir als Mitglieder die falschen Personen gewählt.
    Wenn wir wirklich so demokratisch sind, wie sich unser Verein immer sieht, ist eine Briefwahl für alle Mitglieder zwingend nötig. Die wenigsten Mitglieder kommen aus Köln und haben nicht die Möglichkeit mal eben zur JHV zu fahren.
    Ob diese Verfahren aber von allen handelnden Personen gewünscht wird sehe ich nicht. Solange alles beim Alten bleibt, werden immer einige der Kandidaten des „Hartes Kerns“ in den Mitgliederrat gewählt bzw. Wunschkanidaten durchgewunken.

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar