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Talentspäher Kuntz sieht Jakobs‘ Tor gegen Genk

Der 1. FC Köln hat im letzten Test im Trainingslager in Benidorm gegen KRC Genk ein 1:1 (1:1) erreicht. Die Geissböcke spielten zunächst schwach, ehe in der zweiten Halbzeit Ismail Jakobs in den Mittelpunkt rückte. Unter den Augen von U21-Bundestrainer Stefan Kuntz traf Jakobs zunächst zum 1:0, ehe er den entscheidenden Fehler zum Ausgleich machte. Am Samstag reist der FC zurück nach Köln.

Aus Benidorm berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Im dritten und letzten Testspiel im Trainingslager an der Costa Blanca gab Markus Gisdol einen ersten Einblick in die vermeintlichen Kräfteverhältnisse im Kader. Die Startelf gegen Genk kam einer potentiellen Startelf in der Bundesliga nahe, einzig Sebastiaan Bornauw fehlte weiter mit leichten Rückenproblemen. Ansonsten konnte Gisdol auf alle Spieler zugreifen und entschied sich für eine Elf ohne Winter-Neuzugänge.

Prominentester Beobachter der Partie war U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz, der seit dem 4. Januar in Spanien weilt und diverse Klubs besucht. Am Freitag war der 1. FC Köln dran, und so verfolgte der 57-Jährige die Partie an der Seite von Sportchef Horst Heldt und Kaderplaner Frank Aehlig. „Es ist ein reiner Informationsbesuch“, sagte Kuntz den anwesenden Journalisten. „Aber natürlich beobachtet man dann auch die jungen Spieler beim FC.“

Katterbach schwach, Jakobs und Thielmann lassen aufhorchen

In der Startformation stand zunächst nur Noah Katterbach, der einen schwachen Tag erwischte und zusammen mit der vermeintlich stärksten Elf über die ersten 45 Minuten keine gute Leistung ablieferte. Außer einer guten Chance von Marcel Risse blieben die Geissböcke weitgehend harmlos. Das Spiel wirkte ideenlos, es fehlte an den Übergängen zwischen Mittelfeld und Angriff. Auf der Gegenseite hatte Genk zwei gute Möglichkeiten, die Timo Horn abwehrte. Gisdol konnte in der Halbzeitpause mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht zufrieden sein und wechselte zur zweiten Hälfte die komplette Offensive aus.

Mit diesen Wechseln kam dann auch Zug ins Kölner Spiel – und Stefan Kuntz hatte plötzlich zwei starke FC-Talente zu bestaunen. Ismail Jakobs und Jan Thielmann machten ordentlich Betrieb über ihre beiden Außenbahnen und deuteten an, warum sie in der Bundesliga zuletzt gesetzt waren. In der 59. Minute wurde ihr Mut belohnt. Thielmann flankte von der rechten Seite an den langen Pfosten, dort nahm Jakobs den Ball direkt und jagte die Kugel zum 1:0 in die Maschen. Nur vier Minuten später hätte es beinahe 2:0 gestanden, doch Anthony Modeste brachte einen Kopfball nach toller Flanke von Mark Uth nicht im Tor unter. Und zehn Minuten nach der Führung hätten Thielmann und Jakobs beinahe erneut für ein Kölner Tor gesorgt. Thielmann spielte sich per Doppelpass mit Modeste auf rechts frei und schlug eine perfekte Flanke auf Jakobs. Dieser traf per Kopf aus fünf Metern aber nur den Pfosten.

Der FC hätte nun klar führen müssen, auf der Gegenseite fiel aber der Ausgleich. Diesmal sah Jakobs nicht gut aus, ließ sich von Theo Bongonda narren, der aus 15 Metern ansatzlos abschloss und zum Ausgleich in den Winkel traf. In der Folge kam keine Mannschaft mehr zu einer großen Tormöglichkeiten und so endete der Test Unentschieden.

So spielte der Effzeh: Horn – Ehizibue (60. Schindler), Meré (78. Sobiech), Czichos (78. Cestic), Katterbach (46. Schmitz) – Skhiri (46. Rexhbecaj), Hector (60. Höger) – Risse (46. Thielmann/78. Terodde), Drexler (46. Uth), Kainz (46. Jakobs) – Cordoba (46. Modeste)

Tore: 1:0 Jakobs (59.), 1:1 Bongonda (70.)

23 Kommentare
  1. ichfreuemich says:

    Vielleicht bin ich da etwas „old school“, aber ich fände es gut, wenn zumindest seitens der Redaktion einwandfreies Deutsch geschrieben wird. Der „‚“ hinter dem Eigennamen ist in der deutschen Sprache falsch – es sei denn, es dient zur Unterscheidug von weiblichen und männlichen Namen. Dies ist bei Jakobs aber nicht gegeben.

    • Woody says:

      Bei aller Abneigung gegen Herrn M-R, muss es tatsächlich thematisiert werden?

      Hier geht es um politische Standpunkte, dies sollte hier nicht zur Diskussion stehen.

      Sicherlich gibt es unabhängig von M-R genug Menschen in unserem Land, die ebenfalls der Meinung sind, dass Menschenrechte unverkäuflich sind.

      Ein kleiner Eindruck für Nichtkenner des Landes beschreibt eine 17-jährige Schülerin aus unserer Gegend nach einer 14-tägigen Forschungsreise:

      “ Auch soziale Netzwerke wie Whatsapp oder Instagram sind in China gesperrt und das Internet nur eingeschränkt nutzbar. Die eingeschränkte Meinungsfreiheit und vollständige Kontrolle hatte ich in Ansätzen erwartet, jedoch zu Beginn noch als ungewohnt empfunden. Erst nach einiger Zeit wurden diese Veränderungen zur Normalität. Durch diese Erfahrung habe ich die Meinungsfreiheit und Demokratie hier in Deutschland schätzen gelernt.”

      Nur mal so, für alle, die meinen es handelt sich um Fakenews.

      • Dieter Müller says:

        Ist ja witzig das so darzustellen, ist es in etwa das Vorhaben der Rgeierung in deutschland wie man die soziale Netzwerke in den Griff bekommt, China lässt grüßen, internatiional schon angeprangert , genau wie Wahlvergehen und frei Wahlen hier schon mit beobachtern begleitet werden ! Nur keiner merkst und man lässtert auch noch über China ! Egal wie man es sieht, aber gerade mit soclhen ländern muss ein Dialog mit den Mneschen passieren, das zu verhindern dient nur der weiteren Abschottung , nicht der Öffnung ! Aber auch das ist egal, MR hat kein mandat solche Äußerungen im Namen des Vereins zu treffen und hat dem Verein massiv geschadet !

        • Woody says:

          Ein Dialog sollte ohne finanzielle Abhängigkeiten durchaus möglich sein, oder? Habe mich missverständlich ausgedrückt. Heiße die Aussagen von M-Rals solches nicht gut. Aber wegen der verlorenen Sponsoreneinnahmen zu meckern empfinde ich als schwierig.

          So what. Gehört hier auch nicht her. Recht habt ihr. :-)

    • Michael H says:

      Ich würde andere Worte wählen (als Vorsitzender des Mitgliederrates sollte er sein geschäftsschädigendes Verhalten einstellen), aber im Grunde stimme ich natürlich zu.

      Er darf gerne seine persönlichen Ansichten vertreten und dafür werben – das darf man in Deutschland ja eingeschränkt – aber dann doch bitte im privaten Umfeld und nicht im Namen oder in direkter Verbindung zum Verein oder der KGaA.

  2. Klaus Höhner says:

    Da ist doch ein Beitrag von Woody der besagt doch alles und der ist gut. Aber es gibt wieder etwas was man gefunden hat um auf den FC loszuschlagen was ja einige besonders gerne machen. Wenn die Bundesliga nur noch mit dem Drecksgeld aus China existierd dann gute Nacht, das dort die Menschenrechte mit Füßen getreten wird, wird doch hier wohl keiner bestreiten. Und wenn man sich dazu äußert ist das genau richtig nicht immer wegducken das macht unser großer DFB schon zu genüge. Ich bin nicht mit allem zufrieden was MR macht oder von sich gibt aber das war nicht verkehrt ob es einigen passt oder nicht interessiert mich Null.

    • Norbert Neuheisel says:

      Nur zur Erinnerung: Modeste wurde für 30 Mio. nach China transferiert. Es wurde auch schon ein Stürmer aus Nordkorea verpflichtet. Wo war da der Aufschrei? Sportboykotte haben noch nie etwas bewirkt, dagegen der Dialog schon. Ansonsten ist das Heuchelei.

  3. CK says:

    Ich konnte das Spiel nicht sehen, würde das überhaupt irgendwo gezeigt?

    Zum Thema ich finde es erschreckend das es, basierend auf dem Artikel, immer noch Probleme im Übergang von Mittelfeld zum angriff geben soll. Drexler ist kein 10er der diesen Übergang herstellen kann, Uth habe ich bisher in so einer Rolle auch nicht wirklich wahrgenommen.

    Also warum zum teufel schickt man die einzigen beiden Spieler im Kader die das könnten, Schaub und Koziello, in die Wüste ? Will man das wirklich alles über die aussen machen, unsere aussenbahnen sind in meinen Augen dafür bei weitem nicht gut genug bestückt. Da müssten Thielmann, Katterbach und Jacobs ja richtig explodieren in ihrer Entwicklung um das hin zu bekommen.

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