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Gisdol erklärt: Darum braucht der FC Uth und Rexhbecaj

Mark Uth und Elvis Rexhbecaj sollen dem 1. FC Köln in der Rückrunde bei der Mission Klassenerhalt helfen. Trainer Markus Gisdol erhofft sich mit den beiden Winter-Neuzugängen einen stärkeren Konkurrenzkampf als in der Hinrunde. Am Freitag erklärte der FC-Coach, warum die beiden Transfers für die Geissböcke so wichtig sein könnten.

Aus Benidorm berichten Sonja Eich und Marc L. Merten 

Am Freitag gab Markus Gisdol erstmals einen Einblick in die personellen Planungen für die Rückrunde. Im Testspiel gegen Genk (1:1) bot der FC-Trainer seine vermeintliche Startformation für das Duell in acht Tagen gegen den VfL Wolfsburg auf. Weder Mark Uth noch Elvis Rexhbecaj gehörten dazu. Beide Winter-Neuzugänge wurden Anfang der zweiten Hälfte eingewechselt. Der vom FC Schalke 04 ausgeliehene Angreifer spielte zunächst als hängende Spitze hinter Anthony Modeste, ehe er auf die rechte Außenbahn wechselte. Der vom VfL Wolfsburg ausgeliehene Mittelfeldspieler kam in der zweiten Hälfte auf der Doppel-Sechs zum Einsatz. Beide gehörten damit zu jenen Spielern, die in der deutlich besseren Halbzeit auf dem Feld standen.

Mark ist ein Spieler, den wir so noch nicht hatten

Gerade auf Uth werden in den kommenden Wochen viele Experten und Fans schauen. Der Stürmer, der unter Gisdol in Hoffenheim den Sprung in Richtung Nationalmannschaft machte, auf Schalke aber Probleme hatte, soll mit seiner Spielart den Geissböcken mehr Torgefahr aus der zweiten Reihe bescheren. „Mark ist ein Spieler, den wir so noch nicht hatten, weil er als zweite Spitze, als Zehner oder als Rechtsaußen agieren kann“, sagte Gisdol. „Er bewegt sich sehr gut in den Räumen und unterstützt unsere zentrale Spitze, die so noch torgefährlicher werden kann. Er zieht die Aufmerksamkeit der Gegenspieler auf sich, kann torgefährlich sein und hat ein gutes Gefühl für gefährliche Situationen.“

Während die Geissböcke mit Jhon Cordoba, Anthony Modeste und Simon Terodde klassische Stoßstürmer im Kader haben und zuletzt mit Yuya Osako einen anderen Spielertypen im Sturm im Kader hatten, kommt mit Uth nun ein geradliniger Angreifer hinzu, der mehr aus der Tiefe kommt und sich auch außerhalb des Strafraums wohl fühlt. Die offensiven Mittelfeldspieler wie Dominick Drexler oder der vor dem Abschied stehende Louis Schaub sind gänzlich andere Spielertypen, sodass Uth im FC-Kader eine Ausnahmestellung einnimmt. Etwas, das Sportchef Horst Heldt und Trainer Gisdol wollten, um den Kölner Angriff variabler besetzen zu können. Gegen Genk und Mechelen konnte man bereits erkennen, dass Uth seine Rolle mit deutlich mehr Zug zum Tor ausübt als seine Mitspieler und Konkurrenten auf dieser Position.

Elvis hat ein unglaubliches Laufvermögen und eine unglaubliche Athletik

Elvis Rexhbecaj hingegen kann auf der Sechs und der Acht im Zentrum agieren und bringt genau jene Qualitäten mit, auf die Gisdol zuletzt schon in der Bundesliga setzte. „In Elvis sehe ich einen jungen Spieler mit einem unglaublichen Laufvermögen und einer unglaublichen Athletik“, sagte Gisdol. „Er übernimmt Verantwortung, gibt Kommandos, will Bälle im Mittelfeld ziehen, sowohl auf der Sechs oder weiter vorne auf der Acht als Verbindungsspieler zur Offensive.“ Damit zählt Rexhbecaj zu den laufstarken Spieler wie Ellyes Skhiri, Jonas Hector und Dominick Drexler, die in der erfolgreichen Englischen Woche vor Weihnachten pro Spiel im Schnitt jeweils zwölf Kilometer und mehr über 90 Minuten ablieferten. Rexhbecaj wird diesem Trio nun Konkurrenz machen, während sich Marco Höger und Birger Verstraete strecken müssen und der FC andere Konkurrenten wie Vincent Koziello und Niklas Hauptmann abgeben will.

Gisdol betonte, dass Uth und Rexhbecaj den Konkurrenzkampf so erhöhen würden, dass der FC-Coach nun mehr Spieler im engeren Kreis für die Startformation zur Auswahl hätte. „Die beiden verändern unsere Möglichkeiten im Spiel“, sagte der 50-Jährige. „Wir brauchen unterschiedliche Lösungen in allen 17 Rückrunden-Spielen. Deshalb bin ich froh, dass wir sie jetzt dabei haben.“

10 Kommentare
  1. Herr Janosch says:

    Der Elvis schien mir sehr eifrig. Bot sich immer an, wollte den Ball und war gallig. Er sieht das hier definitiv als Chance. Das kann nur gut sein. Und Uth? Wenn er fit ist und bleibt wird oder kann er ein Leistungsträger werden.

  2. Hans-Peter Neuse says:

    Ohnehin ist nur schwer verständlich, warum ein Spieler der in der vorigen Saison bei einem anderen Trainer (Labbadia) alle Spiele macht und dort überzeugt hat, bei dem neuen Trainer vollkommen chancenlos ist.
    Könnte für uns zu eine echten Glücksfall werden.

    • Gerd Mrosk says:

      Nee,kommt vor. Jeder Trainer bringt seine Spielidee mit und setzt dementsprechend vorhandene Spieler ein,die nach seiner Meinung dazu passen. Gerade im Mittelfeld gibts schnell mal eine Position,die man “ anders“ besetzen will,wenn überhaupt. Man müsste also erst einmal die Systeme vergleichen. Meines Wissens hat er 24 Spiele gemacht,wird aber ( zu Recht damit) als Stammspieler bezeichnet. Das er wegen der kolportierten Vielseitigkeit gänzlich aussen vor blieb ist schon verwunderlich.

  3. Klaus Höhner says:

    HPN so sieht das mit den Trainern bei dem einen spielt ein Spieler bei dem anderen keine Chance. So ist es auch mit Schaub bei MG keine Schnitte Hecking will ihn mit aller Gewalt haben so sind die Meinungen verschieden oder die Spielsysteme.

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