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A-Elf gewinnt: So lief Kölns Trainingsspiel als Derby-Ersatz

Der 1. FC Köln hat gegen den 1. FC Köln mit 2:0 (1:0) gewonnen. Oder mit 0:2 verloren. Je nach Perspektive. Am Sonntag mussten die Geissböcke improvisieren, nachdem das Derby bei Borussia Mönchengladbach abgesagt worden war. Stattdessen schickte FC-Trainer Markus Gisdol zwei Mannschaften in einem Trainingsspiel auf den Rasen am Geißbockheim. Es gewann die A-Elf.

Köln – Am Vormittag hatte der Sturm noch nicht Einzug gehalten im Rheinland. Zwar wehten die Fahnen am Geißbockheim schon etwas stärker. Doch zunächst, als die Spieler um kurz nach elf Uhr den Rasen betraten, schien sogar noch die Sonne. Zunächst sprach Sportchef Horst Heldt abseits des Platzes mit den Medienvertretern über das abgesagte Derby und setzte sich für einen Nachholtermin erst im März ein. Dann richtete sich der Fokus auf das Spielfeld.

Dort hatte Markus Gisdol zwei Mannschaften aufgestellt, die nun 2 x 30 Minuten gegeneinander antraten. Der an einer Mandelentzündung erkrankte Ismail Jakobs fehlte ebenso wie der am Knie verletzte Elvis Rexhbecaj. Auch Niklas Hauptmann war nicht mit dabei. Ansonsten ging es Elf gegen Elf zur Sache, und ein Blick auf die Aufstellungen verriet, dass Gisdol seine vermeintliche A-Mannschaft für Gladbach gegen die Ersatzspieler antreten ließ.

Die Aufstellungen des Trainingsspiels

So spielte die A-Elf: Horn – Ehizibue, Bornauw, Czichos, Katterbach – Skhiri, Hector – Drexler (Clemens), Uth, Kainz – Cordoba

So spielte die B-Elf: Scott – Schindler, Leistner, Meré, Schmitz – Risse, Verstraete, Höger, Thielmann – Modeste, Terodde

So lief das Trainingsspiel

In der ersten Halbzeit hatte man nicht das Gefühl, die A-Elf würde ihrer Rolle gerecht werden. Im Gegenteil: Es spielte fast ausschließlich die zweite Reihe. Bis auf zwei Eckbälle und einen Schuss von Cordoba wurden die Stammspieler nicht gefährlich. Ganz im Gegensatz zu jenen, die um ihren Platz im Team kämpfen. Angetrieben von einem aggressiven Verstraete gelang es dem B-Team immer wieder mit direktem Spiel in die Spitze zu Torchancen zu kommen. Nach einem Fehler von Czichos brachte Risse den Ball flach vor das Tor von Horn. Modeste lauerte am langen Pfosten und hätte nur noch einzuschieben brauchen. Doch Horn klärte spektakulär mit dem langen Bein und verweigerte dem Franzosen einen Treffer. Überhaupt stand Horn häufiger im Mittelpunkt als erwartet: Verstraete zwang den Torhüter aus der zweiten Reihe zu einer Glanztat, und kurz vor der Halbzeitpause kombinierten sich Modeste und Terodde sehenswert durch, doch Horn verwehrte auch ihnen den Treffer. Die anschließende Ecke setzte Neuzugang Leistner knapp am Tor vorbei.

So ging es torlos in die zweite Hälfte, in der plötzlich ein gänzlich anderes Spiel zu sehen war. Unmittelbar nach der Pause umkurvte Uth Scott, schob den Ball aber nur ans Außennetz. Wenige Minuten später war es dann geschehen. Wieder war es Uth, der diesmal aus der zweiten Reihe abzog. Scott konnte den Ball nur zur Seite abwehren, wo Ehizibue angelaufen kam und keine Mühe hatte das 1:0 zu erzielen. Modeste bekam auf der Gegenseite nach einer Risse-Flanke zwar die Chance zum Ausgleich. Er traf jedoch nur das Außennetz. Dann war es soweit, dass Gisdol Christian Clemens zu seinen ersten Spielminuten nach seiner Verletzung verhalf und ihn für Drexler in die Partie brachte. Und jener Clemens legte letztlich die Entscheidung auf. Über Uth kam der Ball zu dem Rechtsaußen, der klug quer legte und Cordoba zum 2:0 ins leere Tor traf. Danach pfiff Aushilfs-Schiedsrichter Andreas Menger (mit den Assistenten Frank Kaspari und Hannes Dold) das Spiel ab, die A-Elf hatte nach schwacher Anfangsphase mit 2:0 (0:0) gewonnen.

Tore: 1:0 Ehizibue, 2:0 Cordoba

10 Kommentare
    • FC Neukoelln says:

      Die U21 wäre zeitgleich um 15:30 angepfiffen worden. Die Heimreise der Wuppertaler (und Wuppertaler Zuschauer) wäre gefährdet gewesen.
      Der Trainingskick bei uns war ja wie dieser Beitrag von 16:07 Uhr bestätigt schon deutlich früher zuende. Die Jhons und die Noahs sitzen längst mit Mofahelm im Keller.

  1. Klaus Höhner says:

    Es geht nicht um die Fans die aus Köln und Umgebung kommen, es geht um die Leute aus der Republik. Was sollen die machen wenn die Bahn den Zugverkehr einstellen, die Fluglinien nicht fliegen, erst überlegen bevor man hier dämliche Kommentare abgibt.

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