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Ruthenbeck legt los: „Wird noch schwerer ganz oben dabei zu sein“

Die U19 des 1. FC Köln hat am Mittwoch mit der Vorbereitung auf die Saison 2020/21 begonnen. Die A-Junioren von Trainer Stefan Ruthenbeck gehen mit einem hochtalentierten, aber jungen Team in die neue Spielzeit. Die Geißböcke werden womöglich länger brauchen, um sich in ihrer Liga zurecht zu finden. Doch die Hoffnungen sind groß. Die erste Herausforderung steht zudem bereits an, ehe es so richtig los geht.

Köln – Stefan Ruthenbeck weiß, welchen Stellenwert seine Mannschaft beim 1. FC Köln inzwischen einnimmt. Längst überspringen die besten Talente des Klubs die U21 und drängen direkt aus der U19 zu den Profis. Noah Katterbach und Jan Thielmann, Robert Voloder und Tim Lemperle sind die jüngsten Beispiele. Can Bozdogan müsste ebenso dazu zählen, wenn er den Sprung nicht beim FC Schalke 04 geschafft hätte.

Der ehemalige Cheftrainer der Geißböcke greift in der kommenden Saison auf zwei der möglicherweise talentiertesten Jahrgänge des letzten Jahrzehnts bei den Kölnern zurück. Der 2001er-Jahrgang (Katterbach, etc.) galt schon als stark, doch nun bilden die 2002er- und 2003er-Jahrgänge die U19. Bei vielen Klubs gelten die 2002er deutschlandweit als überaus gut ausgebildet, auch beim FC mit den deutschen U17-Meistern Daniel Adamczyk, Marvin Obuz, Meiko Sponsel, Thielmann oder Lemperle. Doch so mancher Experte war in der vergangenen Saison überzeugt, dass der FC deutschlandweit sogar den besten 2003er-Jahrgang aufbieten konnte. Von den beiden Torhütern Jonas Urbig und Max Hagemoser über Verteidiger Carlo Kettig, vom Sechser Jens Castrop bis zu den Offensivleuten Vladimir Fratea und Philipp Wydra hatte die Kölner U17 die wohl stärkste Mannschaft Deutschlands in den B-Junioren auf dem Platz. All diese Talente rücken nun zu Ruthenbeck in die U19 auf.

Bester FC-Jahrgang seit vielen Jahren?

Entsprechend jung wird die Mannschaft jedoch sein. „Der Großteil unserer Mannschaft gehört dem jüngeren Jahrgang an“, sagte Ruthenbeck zum Trainingsauftakt am Mittwoch dem GEISSBLOG.KOELN. „Deswegen wird es in der ersten Zeit noch einmal schwerer sein, uns ganz oben festzusetzen.“ In der vergangenen Saison sicherte sich der FC zum Zeitpunkt des Liga-Abbruchs durch die Corona-Krise die Staffel-Meisterschaft im Westen. Gleiches galt für die U17. Die besten B-Junioren steigen nun auf und hoffen, entsprechend schnell die Hürde zum älteren Jahrgang zu nehmen. „Wir müssen immer vorsichtig sein mit der Erwartungshaltung“, sagte Ruthenbeck. „Bei allem Streben nach sportlichem Erfolg liegt unsere Priorität darauf, die Spieler zu Profis auszubilden.“ Daher werde man im Zweifel auch mit Platz drei oder vier am Ende der Saison zufrieden sein, wenn dafür erneut Spieler bei den Profis eine Chance bekommen.

„Wir haben aus den beiden diesjährigen U19-Jahrgängen drei Unterschiedsspieler verloren. Das darf man nicht vergessen“, sagte Ruthenbeck und meinte damit Florian Wirtz, Jan Thielmann und Tim Lemperle. Ersterer spielt bekanntlich inzwischen für Bayer Leverkusen, Letztere gelten für die kommende Saison als fester Bestandteil der FC-Profis. Alle drei wären noch für die U19 spielberechtigt. Mit ihnen wäre der FC wohl erster Aspiranten auf den Meistertitel, muss aber ohne sie auskommen. Dafür sollen ab September andere Spieler in den Fokus rücken und müssen sich schnell anpassen, soll dem FC der größte Erfolg in der jüngeren U19-Geschichte gelingen: der Sprung in die Youth League. Gegen Werder Bremens U19 soll es um den europäischen Wettbewerb gehen. Darauf wird ab sofort hingearbeitet. Im Juni hatte sich die Mannschaft unter Corona-Bedingungen bereits in drei lockeren Trainingswochen kennen gelernt. Nun geht es mit der richtigen Vorbereitung los.

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