,

Nach Siemens und Lufthansa: FC will Interim Manager für Kaufmann


Der 1. FC Köln arbeitet an einer Nachfolge-Regelung für den gekündigten Tobias Kaufmann und will die Position des Mediendirektors vorübergehend mit einem erfahrenen PR-Manager von Großkonzernen besetzen. Jürgen Homeyer soll interimsweise die Medienabteilung der Geißböcke leiten, bis ein dauerhafter Nachfolger für Kaufmann gefunden wurde. Die finalen Gespräche sollen in der kommenden Woche geführt werden.

Köln – Jürgen Homeyer gehört zu jenen PR-Experten, die vorübergehend von Großkonzernen verpflichtet werden, um Medienabteilungen zu leiten. Zuletzt füllte Homeyer als sogenannter Interim Manager diese Rolle ein halbes Jahr bei Siemens aus, davor war er bereits bei der Lufthansa in der gleichen Position tätig. Nun soll er nach GBK-Informationen diese Rolle beim 1. FC Köln übernehmen, der Express hatte zuerst darüber berichtet.

Der Vorstand um Präsident Werner Wolf soll schon länger mit Homeyer in Kontakt stehen, der sich mit seiner Düsseldorfer PR-Agentur auf die Kurzeinsätze in Unternehmen spezialisiert hat. Der 59-jährige war früher als Journalist unter anderem für die Wirtschaftswoche tätig. Nun soll er die Übergangsphase beim FC zwischen Tobias Kaufmann und einer langfristigen Nachfolgelösung managen. Entsprechende Gespräche am Geißbockheim sollen in der kommenden Woche mit der Geschäftsführung und der Medienabteilung final geführt werden. Dann soll Homeyer seine Arbeit aufnehmen.

Die Position des Mediendirektors beim 1. FC Köln hatte zuletzt für hitzige Diskussionen gesorgt. Kaufmann war Angestellter der Kapitelgesellschaft der Geißböcke gewesen, jedoch im Auftrag des Gesellschafters, des Vereinsvorstands, entlassen worden. Da der Mediendirektor aber gleichzeitig Vorstandssprecher ist, sah sich der Vorstand in der Position, auf diese Personalie direkten Einfluss ausüben zu dürfen. Die Geschäftsführung hatte der Forderung des Präsidiums daher entsprochen und Kaufmann erst freigestellt und später gekündigt. Kaufmann geht gegen diese Kündigung vor. Eine Rückkehr in seine alte Position erscheint jedoch als unwahrscheinlich. Homeyer soll davon unabhängig die Leitung der Medienabteilung interimsweise übernehmen.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar