,

Der FC hat Probleme, die eigenen Fehler zu korrigieren


Der 1. FC Köln scheint in der Bundesliga nicht mehr gewinnen zu können. Seit nun saisonübergreifend zwölf Spielen warten die Geißböcke nun schon auf einen Sieg. Nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel ist der Fehlstart für die Kölner perfekt. Dabei fehlt es dem FC defensiv an der nötigen Stabilität individuelle Patzer zu verhindern und offensiv an der nötigen Durchschlagskraft, um diese wieder ausmerzen zu können. 

Aus Bielefeld berichtet Sonja Eich 

Szene des Spiels: Markus Gisdol hatte die Situation nach dem Spiel passend beschrieben: „Wir haben ein Tor aus keiner Torchance bekommen.“ Der Treffer von Joao Edmundsson hätte so niemals fallen dürfen. Doch weil sich Timo Horn unsicher im Rauslaufen und seinem Stellungsspiel im eigenen Strafraum war, kassierten die Geißböcke mit der ersten echten Torchance der Arminia den Gegentreffer zur 0:1-Niederlage. Dabei hatte sich der Kölner Schlussmann so viel für die neue Saison vorgenommen. Der 27-jährige kam fitter aus der Sommerpause und sollte auch durch die Verpflichtung von Ron-Robert Zieler ein neues Leistungsniveau erreichen. Doch nach der Szene des Spiels muss der Keeper nun erstmal wieder Kritik einstecken.

Das Ergebnis: Das erste Bundesliga-Spiel von Arminia Bielefeld nach elf Jahren lief eigentlich auf ein klassisches 0:0 hinaus: Keine Torchancen auf beiden Seiten und überhaupt war vor dem gegnerischen Kasten relativ wenig los. Beiden Mannschaften fehlte es sichtlich an Ideen, die gegnerische zumeist sicher stehende Abwehr zu düpieren. Am Ende aber jubelte doch noch der Aufsteiger: Ein langer Ball von Ortega Moreno reichte, um die nach vorne laufende Kölner Hintermannschaft auszuhebeln. Der Fehler von Timo Horn gegen Joan Edmundsson tat dann sein übriges, sodass die Geißböcke zum zweiten Mal in Folge bei einem eigentlich sicher geglaubten Punkt als Verlierer vom Platz gehen.

Zitat des Spiels: „Ich nenne es jetzt keinen Fehlstart, ich nenne es beschissen.“ (Rafael Czichos)

Einwechslungen des Spiels: Eigentlich sollte man sich für Dimitris Limnios und Tolu Arokodare freuen. Die beiden Neuzugänge des FC haben am Samstag ihr Bundesliga-Debüt gefeiert. Nach nur einer Woche in Köln warf Markus Gisdol das Duo in der 63. (Limnios) und 77. Minute (Arokodare) ins kalte Wasser. Am Ende steht für die beiden Offensivkräfte aber das bittere Resultat, ihre erste Niederlage mit dem FC live auf dem Platz miterlebt zu haben.

Erkenntnis des Spiels: Der 1. FC Köln hat auch das zwölfte Bundesligaspiel in Folge saisonübergreifend nicht gewinnen können. Die eindeutigen Gründe für den verpatzten Saisonstart dürften sich erst in den kommenden Wochen deutlich herauskristallisieren. Klar ist: Die Neuzugänge sind noch nicht optimal ins Spiel und in die Idee von Markus Gisdol integriert. In der Defensive bringen sich die Kölner durch individuelle Fehler wie den von Hector gegen Hoffenheim oder von Horn gegen Hoffenheim und Bielefeld um den Lohn und vorne fehlt es nach dem Abgang von Mark Uth und Jhon Cordoba noch an der nötigen Kreativität und Durchschlagskraft, um die Fehler wieder gut zu machen. Zudem passieren die Patzer häufig zu Zeitpunkten, wo dem FC letztendlich auch kaum mehr Zeit bleibt, diese noch zu korrigieren. Zwar scheinen die Kölner körperlich auf einem bundesligatauglichen Niveau zu sein, liefen gegen Hoffenheim 117 und gegen Bielefeld 120 Kilometer. Spielerisch aber hat der FC noch sehr viel Arbeit vor sich.

Die unerzählte Geschichte des Spiels: Beim 1. FC Köln dürfte man wohl keine allzu großen Gedanken mehr daran verschwenden wollen, doch die Geißböcke sind am Samstagnachmittag Zeuge eines geschichtsträchtigen Ereignisses geworden: Joao Edmundsson erzielte mit seinem Siegtreffer gegen den FC als erster Fähringer überhaupt einen Treffer in der Fußball-Bundesliga.

Liebe GBK-User,

die GEISSBLOG-Redaktion hat sich dazu entschlossen, den Kommentarbereich vorübergehend zu deaktivieren.

Wir arbeiten an einer neuen Form dieser Funktion, in der sich unsere User weiterhin offen und intensiv austauschen können. So emotional dies mitunter zugehen kann, wollen wir jedoch Beleidigungen künftig von vorne herein einen klaren Riegel vorschieben.

Wann und in welcher Form diese Funktion wieder zur Verfügung stehen wird, ist noch nicht entschieden. Wir halten Euch auf dem Laufenden und bitten bis dahin um Verständnis, dass in dieser Zeit keine Kommentare beim GEISSBLOG.KOELN veröffentlicht werden können.

Beste Grüße

Eure GBK-Redaktion