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Derby-Rache der U21? FC mit Rumpfkader gegen Gladbach


Zu einer ungewöhnlichen Zeit kommt es am Freitag um 14.00 Uhr zum Regionalliga-Derby des 1. FC Köln bei der zweiten Mannschaft von Borussia Mönchengladbach (der GEISSBLOG.KOELN wird live tickern). Die U21 der Geißböcke reist mit frischem Selbstvertrauen an den Niederrhein, trifft dort aber auf den aktuellen Tabellenführer der Staffel West. Kann die Mannschaft von Trainer Mark Zimmermann sich für die deutliche Niederlage der Profis vor einer Woche revanchieren?

Köln – Sieben Spiele, 14 Punkte, Tabellenführung und die beste Offensive der Liga: Borussia Mönchengladbach II ist stark in die neue Regionalliga-Saison gestartet. Alleine schon der Name des Cheftrainers verrät die Ambitionen der Fohlen: Heiko Vogel steht seit diesem Sommer an der Seitenlinie der Jung-Gladbacher. Der 44-jährige war einst Chefcoach des FC Basel, betreute die Schweizer im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Bayern. Dort beeindruckte Vogel die Münchner derart, dass sie ihren ehemaligen Nachwuchscoach zurück an die Säbenerstraße holten, erst für die U19, später für die U23 und schließlich als Nachwuchskoordinator.

Dass Vogel bei seinen anschließenden Stationen in Graz und Uerdingen keine größeren Erfolge mehr feierte, spielt mit Blick auf die Borussia keine Rolle. Vogels Verpflichtung untermauert, wohin der Weg für die Borussia gehen soll. Die Mannschaft wurde mit Spielern verstärkt wie Jacob Italiano (19), ein australisches Toptalent auf den offensiven Außenbahnen, oder Per Lockl (19), der vom VfB Stuttgart kam und zuvor mit den FC-Talenten Cestic, Voloder und Lemperle beim FSV Frankfurt gespielt hat. Die U23 der Borussia strebt (wenn auch als Außenseiter) im Optimalfall den Aufstieg in die Dritte Liga an, um dort – ähnlich wie der FC Bayern II – noch besser die eigenen Talente auf höherem Niveau fördern zu können, ehe sie bereit sind für den Sprung zu den Profis.

FC mit Selbstbewusstsein

Der 1. FC Köln kommt bescheidener daher. Die Mannschaft von Mark Zimmermann ist mit einem Sieg, vier Unentschieden und einer Niederlage anständig in die neue Spielzeit gestartet. Offensiv (fünf Tore in sechs Spielen) noch äußerst schwach auf der Brust, überzeugten die Jung-Geißböcke bislang vor allem defensiv (nur fünf Gegentore). Das 1:0 gegen Aufstiegsaspirant Preußen Münster (Torschütze: Tim Lemperle) war ein klares Signal, zu was die Mannschaft fähig sein kann, wenn sie sich auf ihre Stärken besinnt. Stärken, die sie bereits in der vergangenen Saison gezeigt hatte und die Zimmermann in die neue Saison gerettet zu haben scheint: eine gute Organisation und taktische Disziplin.

Personalnot: Hwang fällt wochenlang aus

Personell sind Zimmermanns Optionen allerdings extrem beschränkt: Von den Profis werden nur Julian Krahl und Sava Cestic zum Einsatz kommen. Tim Lemperle ist bei der U19-Nationalmannschaft, Robert Voloder hat am Mittwoch 90 Minuten für die Profis im Testspiel auf dem Platz gestanden. Beide werden nicht mit dabei sein. Neben den noch angeschlagenen Oliver Schmitt und Erkan Akalp fällt zu allem Übel Georg Strauch aus, der sich im Profi-Testspiel eine leichte Verletzung zugezogen hat. Überdies fällt Jae-hwan Hwang aus. Der zuletzt überzeugende Südkoreaner hat sich einen Muskelbündelriss zugezogen und wird mehrere Wochen fehlen. So muss Zimmermann gerade in der Offensive experimentieren. Doch den Gladbachern wollen die Kölner unabhängig der angespannten Personalsituation ein Bein stellen. „Derby ist Derby“, hatte Sportchef Horst Heldt jüngst erklärt. Bei den Profis war es schief gegangen, bei der U21 soll der Dreier gelingen.

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