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Limnios überzeugt mit Flanken, Tricks und Defensivarbeit


Erstmals seit seinem chaotischen Wechsel zum 1. FC Köln hat Dimitris Limnios unter Beweis stellen können, dass der Grieche für die Geißböcke eine Verstärkung werden kann. Beim VfB Stuttgart kam der 22-jährige bereits nach einer Viertelstunde für den indisponierten Kingsley Ehizibue in die Partie. In den folgenden gut 75 Minuten präsentierte sich der Rechtsaußen quirlig und brachte frischen Wind in das FC-Spiel.

Stuttgart/Köln – Sein Wechsel war kompliziert: Corona-Infektion, verpasste Trainingseinheiten, dann eine hektische Rückkehr aus der zweiten Länderspielpause, verbunden mit wenig Schlaf und ohne Rhythmus. Dimitris Limnios verlor in den ersten Wochen beim FC immer wieder den Anschluss, wenn er ihn überhaupt hatte finden können. Doch der 22-jährige will sich unbedingt in der Bundesliga durchsetzen.

Im ersten Interview nach seinem Wechsel hatte Limnios dem GEISSBLOG.KOELN bereits beschrieben, welche Qualitäten er in das FC-Spiel einbringen will. „Ich bin ein Spieler mit einem schnellen Antritt, ich liebe das Eins-gegen-Eins“, sagte der Nationalspieler. „Als Offensivspieler will ich Tore vorbereiten oder selbst schießen. Vor allem bin ein Teamplayer, der seinen Mitspielern hilft und seinen Nebenleuten Tore auflegen will.“ Gegen Stuttgart gelang ihm dies erstmals sichtlich gut. In Hälfte eins zog er einmal aus der zweiten Reihe gefährlich ab und prüfte VfB-Keeper Kobel. In Hälfte zwei legte er innerhalb weniger Sekunden zweimal brandgefährlich für Sebastian Andersson auf, doch der Schwede vergab (53.). Daneben überraschte Limnios mit guter Defensivarbeit, mit aggressivem Verteidigen bis zurück in den eigenen Strafraum. So bildete er zusammen mit Marius Wolf, der für Ehizibue zurück in die Viererkette gerückt war, ein gefährliches Duo auf der rechten Außenbahn.

Dimi hat ein tolles Spiel gemacht

„Wir haben Marius nach hinten gezogen, der das tadellos gemacht hat. Vor allem war es aber auch eine Einwechslung für Dimi“, lobte Markus Gisdol nach dem Spiel. „Er trainiert wirklich gut. Das hat er mit seiner Leistung unter Beweis gestellt. Er hat ein tolles Spiel gemacht.“ Einzig mit einer Vorlage oder einem Tor konnte sich Limnios noch nicht belohnen. Zehn Scorerpunkte hat sich der 22-jährige für die Saison vorgenommen. Beim FC hätte man nichts dagegen.

Gegen Stuttgart gehörte Limnios zu den Aktivposten im Spiel nach vorne. Eine Leistung, die es in den kommenden Wochen zu bestätigen gilt. Wohl aber nicht sofort im Tandem mit Wolf als Rechtsverteidiger, auch wenn das Duo beim VfB ein Sonderlob vom Trainer bekam. „Die rechte Seite hat geglänzt“, sagte Gisdol, schob aber hinterher: „Es braucht niemand fragen, ob das die Zukunftslösung ist.“ Bekanntlich sieht Gisdol neben Limnios auch Wolf eigentlich als offensiven Rechtsaußen und nur im Ausnahmefall als Rechtsverteidiger. Ehizibue dürfte sich zwar zunächst aus der Mannschaft gespielt haben, doch gegen den FC Bayern wird an seiner Stelle wohl Benno Schmitz verteidigen und Wolf wieder eine Position nach vorne rücken. Doch Limnios hat nun Blut geleckt – und Gisdol gesehen, dass der Neuzugang eine wichtige Verstärkung für die Geißböcke werden kann.

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