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Bestes Heimteam der Liga: Neuer Stürmer im Winter?


Jahrelang kämpfte die U21 des 1. FC Köln gegen den Abstieg aus der Regionalliga West. Doch seit Mark Zimmermann die zweite Mannschaft der Geißböcke übernommen hat, läuft es für den FC. Nach Platz fünf in der vergangenen Saison bei Abbruch durch die Corona-Pandemie liegen die Kölner nun erneut auf Rang fünf. Das große Plus in dieser Spielzeit: Kein Team ist daheim stärker als der FC.

Köln – Die Saison 2019/20 ging mit Beginn der Corona-Pandemie zu Ende. Der FC hatte zum Zeitpunkt des Abbruchs 23 Spiele absolviert und 35 Punkte geholt. Zuhause und auswärts war die Zimmermann-Truppe ähnlich stark gewesen, defensiv solide (29 Gegentore) und offensiv überzeugend (39 Treffer). Es war die erste Saison nach vier Jahren Abstiegskampf, in der die Geißböcke zu keinem Zeitpunkt nach unten rutschten.

Wer dachte, dass der FC in dieser Spielzeit womöglich wieder Probleme bekommen könnte, sieht sich inzwischen getäuscht. Die große Waffe in dieser Saison: die Heimstärke. Kein anderes Team holte bislang mehr Punkte zuhause als die Geißböcke. Sieben Spiele, fünf Siege, zwei Unentschieden, nur zwei Gegentore – und die fünf Dreier gab es zuletzt sogar am Stück. Während der FC bislang auswärts nur einmal gewonnen hat (immerhin bei Borussia Mönchengladbach), fühlt sich die Zimmermann-Elf im Franz-Kremer-Stadion pudelwohl. Schon jetzt hat der FC zuhause fast so viele Punkte geholt (17) wie in der Vorsaison (21), nur ein Sieg fehlt noch zu den letztjährigen sechs Heimerfolgen. Würde der FC nun auch noch auswärts mehr Punkte holen (bislang nur sechs Punkte in sieben Spielen), könnte die U21 gar ganz oben mitspielen.

Fokus auf Lemperle und Obuz

Dafür jedoch reicht wohl das Personal nicht, zumal mit Justin Petermann, Florian Dietz und Jae-hwan Hwang drei wichtige Offensivkräfte ausfallen. „Vorne sind wir noch zu verspielt, noch zu grün“, sagt Zimmermann, der zudem erst jetzt wieder auf Oliver Schmitt und Erkan Akalp zurückgreifen kann, die wochenlang gefehlt hatten und denen es noch an der nötigen Spielpraxis fehlt. Und so setzt Zimmermann vor allem auf die ganz Jungen in der Offensive: Tim Lemperle und Marvin Obuz, beide 18 Jahre alt, beide 2002er Jahrgang. „Mit Tim und Marvin hatten wir auch gegen Wuppertal wieder zwei U19-Spieler vorne drin, die zwar Perspektive haben, aber eben noch Erfahrung sammeln müssen. Manchmal laufen sie hier eben gegen eine Wand, weil sie nicht mehr gegen Gleichaltrige spielen, sondern gegen 30-jährige.“

Neuer Stürmer im Winter?

Lemperle und Obuz sind die jüngsten Spieler in der U21 und sollen besonders entwickelt werden. Doch ein Mittelstürmer fehlt den Kölnern nach dem langfristigen Dietz-Ausfall nach Kreuzbandriss. Daher suchen die Geißböcke für den Winter einen neuen Angreifer. „Das würde ich gerne“, sagte Zimmermann, schränkte aber ein: „Die Frage ist, wen wir bekommen können und für welche Vertragslaufzeit.“ Die aktuell vertragslosen Spieler, die in Frage kämen, helfen dem FC nicht weiter. Tolu Arokodare von den Profis darf nicht eingesetzt werden, da Spieler aus Nigeria in der Regionalliga nicht für Zweitvertretungen spielberechtigt sind. Über 23 dürfte der Neue aufgrund der Altersregel ebenfalls nicht sein, denn bereits jetzt hat die Kölner U21 mit Laux, Nottbeck, Geimer und Musculus vier Ü23-Spieler, von denen nur drei spielen dürfen. Zudem kommen von den Profis immer wieder ältere Spieler dazu, die sich Spielpraxis holen (wie zuletzt Christian Clemens). Es müsste also ein junger Stürmer sein, unter 22 Jahren, der bereit wäre für ein halbes Jahr zum FC zu kommen. Ein schwieriges Unterfangen auf der Suche nach einem Wandspieler, der auch eine gewisse Quote vor des Gegners Tor verspricht. Wenn nicht, müssen andere Spieler einspringen.

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