,

Haaland! Moukoko! Dortmunder Urgewalt und Rekordjagd


Im Juni 2020 schrieb ein Spieler Bundesliga-Geschichte, was dem 1. FC Köln sehr weh tat: Florian Wirtz erzielte im Alter von 17 Jahren und 34 Tagen gegen den FC Bayern München das 2:4 und trug sich damit als jüngster Torschütze der Liga in die Geschichtsbücher ein. Am Samstag könnte ein anderes Talent diesen Rekord unterbieten – mit einem Treffer gegen die Geißböcke.

Köln/Dortmund – Bei Borussia Dortmund fokussiert sich gerade alles auf Erling Haaland. Mit 17 Toren in 13 Pflichtspielen in dieser Saison ist der Norweger der gefährlichste Angreifer der Liga. Selbst Robert Lewandowski kommt in der gleichen Zeit „nur“ auf 14 Tore. Vergleiche mit den Stürmern des 1. FC Köln verbitten sich. Haaland knipst seit Wochen in einer anderen Galaxie. Vier Tore gegen Hertha vor einer Woche, zwei Tore in der Champions League unter der Woche gegen Brügge – sollte Haaland am Samstag gegen den FC spielen und nicht geschont werden, müssen sich die Kölner Verteidiger warm anziehen.

Wieso sollen wir ihn jetzt bremsen?

„Er ist ein Athlet wie gemalt“, schwärmte Markus Gisdol am Donnerstag über den gerade mal 20-jährigen, der mit seinen 1,94 Meter, seiner Schnelligkeit und seiner schieren Wucht alles und jeden in der Liga dominiert. „Ihn zu stoppen haben schon viele Mannschaft versucht. Das ist eine unglaublich schwierige Aufgabe. Da werden alle Spieler gefordert sein, um ihn aufzuhalten.“ Selbst wenn man den Eindruck habe, so wie gegen Hertha in Halbzeit eins, dass Haaland einen nicht so guten Tag erwischt habe, dürfe man sich davon nicht täuschen lassen. „Der kam aus der Kabine und schoss Hertha in einer Viertelstunde ab.“ In 17 Minuten, um genau zu sein – und zwar mit einem Hattrick. Sein viertes Tor kurz vor Schluss war nur noch für die Statistik.

Am Samstag dürfte der Torhungrige erneut von Beginn an auflaufen. BVB-Sportdirektor Michael Zorc machte klar: „Der strahlt so eine positive Dynamik aus. Wieso sollen wir die jetzt bremsen? Ich halte nichts davon, positive Entwicklungen künstlich zu bremsen.“ Lucien Favre pflichtete Zorc bei und erklärte: „Wenn es nach mir geht, bekommt er die Pause so spät wie möglich.“ Heißt: Wenn sich Haaland fit fühlt, wird er von Minute eins an auf Torejagd gehen.

Schießt sich Moukoko ausgerechnet gegen den FC in die Geschichtsbücher?

Trotzdem ist es gut möglich, dass Dortmund seinen Torjäger im Laufe des Spiels vom Feld und für Haaland das nächste Supertalent bringt: Youssoufa Moukoko, den 16-jährigen Youngster, der vor einer Woche sein Bundesliga-Debüt gab. Gegen Brügge saß er 90 Minuten auf der Bank, doch in Dortmund wünscht man sich bereits den Moment herbei, da Moukoko erstmals in der Bundesliga trifft – nach unglaublichen 127 Toren in 73 Spielen für die U17 und U19. Ein Jahr lang hat Moukoko nun Zeit den Rekord von Florian Wirtz zu brechen. Der 1. FC Köln will am Samstag ungern Spalier stehen und dem 16-jährigen den Eintrag in die Geschichtsbücher gewähren. Doch schon beim letzten Auftritt beim BVB musste man einen Rekord des Gegners hinnehmen: Am 24. Januar 2020 traf ein gewisser Erling Haaland doppelt und damit in seinem zweiten Spiel für den BVB bereits zum fünften Mal. Es war ein Rekord – und zwar als Einwechselspieler.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar