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Dezember als Gradmesser für Grusel-Gegner Augsburg


Während sich die Menschen in Köln und anderswo auf den Jahreswechsel vorbereiten, bereitet sich der 1. FC Köln auf das erste Heimspiel des Jahres 2021 vor. Gegner am Samstag ist der FC Augsburg. Duelle zwischen den beiden Teams waren in den letzten Jahren eigentlich nie ein Augenschmaus – vor allem nicht für die FC-Fans. Doch das soll sich am Samstag ändern.

Köln – Die Weihnachtspause zwischen dem DFB-Pokal-Spiel am 22. Dezember und dem Trainingsauftakt am Dienstag glich mehr ein paar freien Tagen denn einer Winterpause. Doch dem 1. FC Köln war es recht so. Schließlich waren die Geißböcke zuletzt besser drauf als noch zu Saisonbeginn, und so hoffen die Verantwortlichen, dass die Spieler ihre aufsteigende Form über die Festtage konservieren konnten, um am Samstag gegen Augsburg dort weiterzumachen, wo man zuvor gegen Leipzig und Osnabrück aufgehört hatte.

Noch mehr Vertrauen in unseren Kader

Am Mittwoch nannte Markus Gisdol die Leistungen vor Weihnachten einen „guten Gradmesser“ für die kommenden Wochen mit sechs Spielen im Januar. Dem FC war es gelungen, trotz taktischer Veränderungen, trotz personeller Umstellungen und trotz Ausfällen gute Ergebnisse zu erzielen (das Derby gegen Leverkusen ausgenommen). „Es ist uns gut gelungen den Kader so zu mixen, dass wir immer eine gute Qualität auf dem Platz hatten und trotzdem mal Spieler zuhause lassen und die Startelf wechseln konnten. Wir hatten immer eine stabile Mannschaft auf dem Platz. So haben wir noch mehr Vertrauen in unseren Kader entwickelt.“

Vertrauen, mit dem die Geißböcke im Januar auch daheim versuchen müssen zu punkten. Die bisherige Heimschwäche ist bekannt, doch für Gisdol kein Grund zur Sorge. „Statistiken sind dazu da, dass man sie irgendwann neu schreiben kann.“ Das gilt auch für die Statistik des FC gegen die Augsburger. Seit elf Spielen haben die Geißböcke gegen die Fuggerstädter nicht mehr gewonnen. Die letzten drei Spiele endeten allesamt 1:1, davor blieb der FC viermal in fünf Spielen ohne eigenen Treffer. Gisdol nannte Augsburgs Stil „unglaublich dynamisch“, die Laufleistung der Mannschaft von Heiko Herrlich gehört zu den Besten der Liga. Der FCA wird den Geißböcken womöglich sogar mehr Spielanteile überlassen, weshalb das Pokalspiel gegen Osnabrück über weite Strecken eine wichtige Erkenntnis lieferte: Der FC konnte sich auf seine Restverteidigung verlassen und gewährte dem Zweitligisten bis auf die Schlussphase praktisch keine Torchancen. „Wenn wir das weiter gut hinbekommen, werden wir uns befreien“, zeigte sich Gisdol überzeugt.

Jakobs fällt wohl aus

Einziger Wermutstropfen ist der vermutliche Ausfall von Ismail Jakobs, der sich einen grippalen Infekt eingefangen hat und in dieser Woche noch nicht trainieren konnte. Am Donnerstag wird sich entscheiden, ob der Linksaußen zumindest zum Kader gehören kann. Doch ein Fehlen gegen Augsburg ist wahrscheinlich. Dagegen ist Rafael Czichos wieder fit und Jonas Hector nach ersten Joker-Einsätzen wieder näher an seine körperliche Bestform herangerückt. Gisdol kann also personell fast aus dem Vollen schöpfen.

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