Das Wettbieten um Said El Mala nimmt Fahrt auf: Nachdem Leeds United mit dem deutschen Trainer Daniel Farke ins Rennen um den Shootingstar des 1. FC Köln eingestiegen sein soll, hat der FC Brentford dem Vernehmen nach das Werben um den 13-Tore-Mann intensiviert und das Angebot an den 1. FC Köln erhöht.
Dass Said El Mala den 1. FC Köln verlässt, scheint abgemachte Sache – oder etwa doch nicht? In der Geschäftsführung mit Thomas Kessler, Philipp Türoff und Philipp Liesenfeld herrscht nach GEISSBLOG-Informationen Einigkeit darüber, dass man bei einer Offerte im Bereich von 50 Millionen Euro annehmen muss.
Und genau dies soll der FC Brentford inzwischen bieten – mit einer Sockelablöse von rund 45 Mio. Euro plus machbarer Boni sowie einer Weiterverkaufsklausel. Doch über Geschäfte dieser Größenordnung muss beim 1. FC Köln der Gemeinsame Ausschuss entscheiden – und da sitzen neben Vertretern des Aufsichtsrats und des Mitgliederrates der Vorstand des 1. FC Köln.
Stobbe denkt an El Mala und Kaminski
Kessler hat sich nach Informationen des GEISSBLOG des Rückhalts von Aufsichtsratschefs Lionel Souque versichert. Doch insbesondere Präsident Jörn Stobbe sträubt sich gegen einen Verkauf des Ausnahmetalents. Der Grund hat auch mit Jakub Kaminski zu tun. Ungeachtet der am Mittwoch veröffentlichten festen Verpflichtung des Polen rechnen die Verantwortlichen damit, dass der polnische Nationalspieler den FC sehr wohl noch verlassen wird.
Die für englische Verhältnisse geringe Ausstiegsklausel von 20 Millionen Euro hatten Kaminski und sein Berater persönlich in den Verhandlungen eingebracht, weil das Ziel immer feststand: Über eine starke Bundesliga-Saison sollte den Sprung nach England gelingen. Ein völlig legitimes Vorgehen, von dem schon in diesem Sommer alle Seiten profitieren könnten.
Wer soll El Mala und Kaminski ersetzen?
Das Problem: Weder für El Mala noch für Kaminski ist derzeit adäquater Ersatz in Sicht. Verstärkungen, die eine zweistellige Anzahl Bundesliga-Tore garantieren, sind eben nur für einen Preis zu haben, der in der Größenordnung des El-Mala-Transfers liegt. Beim FC hatte man zwar seit dem Winter Zeit, sich auf dieses Szenario vorzubereiten. Doch eine überzeugende Shortlist wurde nach Informationen dieser Onlinezeitung weder für die Position El Mala noch für die Position Kaminski bislang von der Kaderplanung vorgelegt.
Und so argumentiert insbesondere Stobbe intern: Wenn mit El Mala die Chancen auf den Klassenerhalt signifikant steigen, wäre es wirtschaftlich fahrlässig, ihn ziehen zu lassen. Zumal kaum ein anderer Spieler derartige Einnahmen bei Trikotverkäufen und Marketing versprechen würde wie der Publikumsliebling.
Gibt es diese Option bei El Mala?
Bleibt die Frage: Wie könnte man der Familie El Mala einen Verbleib schmackhaft machen? Auch dafür wurde intern schon ein Szenario diskutiert: eine Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr, das Anheben der Bezüge entsprechend seiner neuen Rolle im Team sowie eine Ausstiegsklausel, die noch einmal deutlich über 50 Mio. Euro liegen könnte, die El Mala im Sommer 2027, dann womöglich als Stammkraft in der Nationalelf, freie Hand lassen würde bei der Auswahl seines nächsten Schritts, ohne mit dem FC Rücksprache halten zu müssen.
Noch gibt es im Gemeinsamen Ausschuss keine Mehrheit für diesen Plan. Die BILD berichtet, dass Kessler gewillt ist, den Brentford-Deal nun im Gremium einzubringen. Doch weil die Geschäftsführung nicht im GA mitstimmt, ist eine klare Mehrheit aktuell zumindest nicht ohne Diskussionen und Überzeugungsarbeit vorhanden.








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