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Duda fehlt im Derby: „Er hat sich in der Kabine entschuldigt“


Ondrej Duda wird dem 1. FC Köln im Derby gegen Bayer 04 Leverkusen fehlen. Der Slowake sah am Samstag beim 1. FSV Mainz 05 die Gelb-Rote Karte. Der formstarke Offensivmann gehörte zuletzt zu den wichtigsten Akteuren des Kölner Aufschwungs. Nun muss Markus Gisdol seine Startelf doch merklich umbauen.

Mainz/Köln – Als Schiedsrichter Felix Zwayer nach dem ersten Foul gegen Kevin Stöger dem Kölner Offensivmann Gelb zeigte, musste man sich wundern. Ondrej Duda hatte versucht dem Mainzer den Ball an der Mittellinie vom Fuß zu spitzeln. Ein Foul, ja. Ein hartes Foul? Nein. Die zweite Gelbe Karte hingegen nur 60 Sekunden später bedurfte keiner weiteren Diskussion. Die Hand des Slowaken war im Gesicht Stögers gelandet.

„Die zweite Handlung von Ondrej war vielleicht zu kurz nach der ersten, sodass noch Emotionen drin waren. Zehn Minuten später hätte der Schiedsrichter vielleicht die Karte nicht gezogen“, sagte Markus Gisdol nach der Partie. Doch Duda hatte schon beim Verlassen des Platzes geahnt, dass er mit dem zweiten Foul Mist gebaut hatte. „Er ist traurig und hat sich in der Kabine entschuldigt“, berichtete der FC-Trainer. „Es war unnötig.“

Ondrej ist auf dem Weg ein unverzichtbarer Spieler für uns zu werden

Unnötig, in der Tat. Der FC musste gehörig zittern, bis der Sieg in Unterzahl unter Dach und Fach gebracht war. Mit Duda wäre es den Geißböcken wohl deutlich leichter gefallen, zumal sich der Offensivmann aktuell in starker Form befindet. „Ich sehe ihn sehr aufsteigend in seiner Form. Er hat aber noch Potential“, sagte Gisdol. „Ondrej hat eine unglaubliche Schusstechnik. Er kann seine Torgefahr noch mehr entwickeln.“ Gegen Mainz versuchte es Duda einmal aus der Distanz und zwang Keeper Zentner zu einer Glanzparade. Darüber hinaus blitzte dessen Technik immer wieder auf, vor allem auch bei gefährlich getretenen Standards.

Diese Qualität wird den Geißböcken nun im Derby gegen Leverkusen fehlen. Bitter für den FC, denn Gisdol sah Duda auf bestem Wege, „ein unverzichtbarer Spieler für uns zu werden“. Der FC-Trainer hatte den Slowaken zuletzt neben Jan Thielmann im Sturm eingesetzt. Nun wird der 51-jährige gegen Leverkusen umbauen müssen. Die Dreierkette defensiv dürfte weiter Bestand haben. Auch das Fünfer-Mittelfeld hat sich bewehrt. Neben Thielmann dürfte nun aber entweder Anthony Modeste oder Sebastian Andersson auflaufen.

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