Zu FC-Aus „gezwungener“ Duda ärgert Wirtz – Kaminski mit Achtungserfolg

Ondrej Duda (2.v.r.) gelang mit der Slowakei ein 2:0-Sieg gegen Florian Wirtz und die DFB-Auswahl. (Foto: IMAGO / Eibner)
Ondrej Duda (2.v.r.) gelang mit der Slowakei ein 2:0-Sieg gegen Florian Wirtz und die DFB-Auswahl. (Foto: IMAGO / Eibner)

Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einer Blamage in die WM-Qualifikation gestartet – auch dank Ondrej Duda. Jakub Kaminski wiederum, der beim 1. FC Köln aktuell eine starke Form beweist, überraschte mit Polen die Niederlande.

Spiele gegen Ondrej Duda sind für Florian Wirtz Spiele zum Vergessen. Mit dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen trafen die beiden Mittelfeldakteure zweimal aufeinander. Einmal verwandelten Duda und die Geißböcke einen 0:2-Rückstand noch in ein 2:2, im Rückspiel siegte der FC dann mit 1:0 in der BayArena – und Wirtz riss sich das Kreuzband.

Am Donnerstagabend kauften Dudas Slowaken nun einer erschreckend schwachen deutschen Nationalmannschaft völlig den Schneid ab, gewannen mit 2:0. Wirtz ließ sich zu einer bezeichnenden Szene hinreißen: Vor dem 0:1 verlor der Liverpool-Star den Ball in der gegnerischen Hälfte und zoffte sich lieber mit Duda, anstatt dem Angriff der Slowaken nachzugehen.

Duda über Köln: „Ich wurde gezwungen, zu gehen“

Es war nicht die einzige Situation, in der Duda die DFB-Elf ärgerte. Mit beachtlichen 73 Prozent gewonnenen Duellen hatte der Ex-Kölner die beste Zweikampfquote der Slowaken, der Spielmacher trumpfte als Spielzerstörer auf.

In den vergangenen zweieinhalb Jahren hatte Duda bei Hellas Verona häufig eine defensivere Rolle inne als beim FC, wo er vornehmlich als Zehner aufgelaufen war. Der 30-Jährige war im Januar 2023 zunächst auf Leihbasis nach Italien gewechselt und nach dem Klassenerhalt mit Hellas schließlich per Kaufpflicht fest verpflichtet worden.

Ich wurde gezwungen, zu gehen.

Ondrej Duda über seine FC-Zeit

Er habe Köln damals nicht verlassen wollen, erklärte Duda jüngst im Interview mit Sport1: „Ich wurde gezwungen, zu gehen. Inzwischen sind weder Trainer Steffen Baumgart noch Sportmanager Christian Keller aus meiner Zeit dort mehr tätig. Aber rückblickend war es eine sehr gute Entscheidung, zu gehen und drei Spielzeiten in Italien zu absolvieren.“ In diesem Sommer hat er sich dem saudi-arabischen Erstligisten Al-Ettifaq FC angeschlossen.

Kaminski darf auf WM hoffen

Parallel zur Überraschung der Slowakei gelang am Donnerstag auch der polnischen Nationalmannschaft ein Achtungserfolg. Mit FC-Profi Jakub Kaminski in der Startelf ergatterte Polen ein 1:1 in den Niederlanden. Kaminski spielte im linken Mittelfeld durch und darf mit seinem Nationalteam als Tabellenzweiter in der Qualifikationsgruppe G auf die WM hoffen. Die Gruppensieger sind direkt dabei, die Zweiten gehen in die Play-offs.

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