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Peinliche Blamage: Torlos-FC geht in Freiburg unter


Der 1. FC Köln hat trotz personeller und taktischer Veränderungen auch das zweite Spiel des Jahres 2021 verloren. Beim SC Freiburg setzte es eine auch in der Höhe verdiente 0:5 (0:2)-Niederlage, zu der die Geißböcke selbst tatkräftig beitrugen. Der FC blieb bereits im vierten Bundesliga-Spiel in Folge ohne eigenen Treffer und konnte den Freiburgern zu keiner Zeit etwas entgegen setzen.

Freiburg – Unter der Woche hatte Markus Gisdol noch leises Unverständnis geäußert ob der Kritik am Spiel seiner Mannschaft gegen Augsburg. Doch offenbar war der FC-Coach doch selbst unzufrieden gewesen. Gegen Freiburg stellte der 51-jährige nicht nur taktisch von Fünfer- auf Viererkette, sondern auch personell auf vier Positionen um: Mit Anthony Modeste übernahm wieder ein Stoßstürmer die vorderste Angriffsreihe, neben ihm sollten Ismail Jakobs und der zuletzt defensiver eingesetzte Marius Wolf für Torgefahr sorgen. Auch die beiden Außenverteidiger-Positionen besetzte Gisdol neu: Benno Schmitz sollte Wolf den Rücken freihalten, auf links kehrte Jonas Hector nicht nur nach dem 2. Spieltag erstmals in die Anfangsformation zurück, sondern auch auf seine alte Position des Linksverteidigers. Das Ziel all dieser Veränderungen: defensiv ähnlich stabil agieren wie zuletzt, dafür offensiv deutlich einfallsreicher und gefährlicher. Der Plan schlug kolossal fehl.

Moment des Spiels

Der FC hatte die Anfangsviertelstunde gerade überstanden, da reichte ein Lupfer von der Mittellinie hinter die Viererkette, um den FC auszuhebeln. Ein offensiver agierender Torhüter hätte diesen langen Ball locker geklärt, doch Timo Horns Probleme beim Rauslaufen sind bekannt. Am Samstag kam er zwar vor Demirovic an den Ball. Doch statt das Spielgerät voller Überzeugung aus der Gefahrenzone zu dreschen und keine Rücksicht auf den Gegenspieler zu nehmen, ließ er sich vom SC-Stürmer verunsichern und zog nur halbherzig durch. Die Folge: Horn überlupfte sich mit einer Kerze selbst, Demirovic musste den Ball nur noch ins verwaiste FC-Tor köpfen. Das frühe 0:1, das dem einmal mehr offensiv ideenlosen FC bereits früh in der Partie das Genick brach.

Fazit

Der 1. FC Köln hat viele Probleme. Viele davon sind gravierend, doch eines im Speziellen müssen sich die Verantwortlichen endlich eingestehen: Die Harmlosigkeit in der Offensive wird den FC den Klassenerhalt kosten, wenn sich nicht sehr bald etwas ändert. Keine Ideen, kein Tempo im Passspiel, keine gefährlichen Flanken, keine konsequenten Abschlüsse. Vier Spiele in Folge ohne eigenes Tor sind kein Zufall. Und weil die Geißböcke darüber hinaus wieder angefangen haben, defensiv gravierende Fehler zu produzieren, die zu Gegentoren führen, muss man sich ob der nächsten Niederlage nicht wundern. Timo Horn beim 0:1, Salih Özcan beim 0:2, Benno Schmitz und Jannes Horn beim 0:3 – so steigt der FC ab. Dass sich die Geißböcke darüber hinaus in Freiburg noch aufgaben und gar noch höher hätten verlieren können, setzte einer peinlichen Vorstellung die Krone auf.

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